Arbeiten vergeben

Neue Brücke in Ottenhöfen: Carbonbeton statt GFK-Belag

Autor: 
Hilmar Walter
Lesezeit 3 Minuten
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22. März 2019

Die Widerlager für die Radwegbrücke auf beiden Seiten der Acher sind bereits fertiggestellt. Wenn dann alles vorbereitet ist, erfolgt die Verlegung des Unterbaues in Form von vier Stahlträgern. Darauf werden dann die Carbonbetonfertigteilplatten verlegt. ©Hilmar Walter

Nach einstimmigem Beschluss hat der Gemeinderat die Firma Huber-Bau mit der Errichtung des Brückenbauwerks am Geh- und Radweg nach Seebach mit Carbonbetonfertigteilplatten beauftragt. Dies entsprechend des zu erwartenden Nachtragsangebotes unter Berücksichtigung von Kosten in Höhe von rund 20 000 Euro.
 

 Im ursprünglichen Auftrag über die Erd-, Straßenbau- und Brückenarbeiten für den ersten Bauabschnitt des Geh- und Radweges, den der Gemeinderat am 4. Juli 2018 beschlossen hat, war im Bereich Brückenbau eine GFK-Brückenplatte als Belag auf die vier Stahlträger vorgesehen. Da das Regierungspräsidium Freiburg ein GFK-Belag bei Radwegbrücken im Nachhinein ablehnte, schlug das Planungsbüro als Alternative hierzu einen Carbonbetonbelag der Brücke vor. Beim Carbonbeton, so erläuterte Bürgermeister Hans-Jürgen Decker, erfolgt die Bewehrung im Beton durch epoxidharzgetränktes Carbon. Für diesen neuen Werkstoff gibt es noch keine DIN-Norm. Die Eignung des Produktes wurde jedoch durch ein Gutachten der Universität Aachen – Lehrstuhl und Institut für Massivbau – und dessen Prüfung durch das Regierungspräsidium Tübingen sowie die Tragfähigkeit durch den Prüfingenieur nachgewiesen. 

Bei den Fertigteilen aus Carbonfaserbeton handelt es sich um eine gegenüber dem Ursprungsangebot geänderte Leistung. Zwischenzeitlich hat der zuständige Prüfstatiker die aus seiner Sicht erforderliche Dimensionierung und Ausführungsdetails bezüglich der Verankerung der Carbonbetonplatten auf den Stahlträgern an die beteiligten Subunternehmer weitergegeben. Die Brücke wird, so der Bürgermeister, eine Tragkraft von 16 Tonnen haben. Diese Tragkraft ist zum einen für die Räumfahrzeuge des Winterdienstes erforderlich, zum anderen könnte dieser Radweg im Notfall auch als Umleitungsstrecke nach Seebach genutzt werden. 

Kosten stehen aus

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Die Kosten für die unter anderem größer zu dimensionierenden Ankerhülsen, die als Subunternehmerleistung zu erbringen sind, stehen noch aus, so dass die Firma Huber-Bau das für die geänderte Bauausführung des Brückenbauwerkes erforderliche Nachtragsangebot noch nicht abschließend erstellen konnte. Nach Rücksprache mit dem beauftragten Planungsbüro wird der Nachtrag sich auf rund 20 000 Euro an Mehrkosten gegenüber dem ursprünglich beschlossenen Auftrag belaufen. 
Durch die vom Regierungspräsidium Freiburg geforderte geänderte Bauausführung der Brücke und in der Folge die Erstellung von Gutachten und Prüfungen durch verschiedene Stellen hat sich die Fertigstellung verzögert. Um die Brückenbauarbeiten zeitnah fortführen zu können, schlug die Verwaltung dem Gemeinderat vor, die Firma Huber-Bau mit dem Nachtrag in Höhe von rund 20 000 Euro zu beauftragen, sobald das Regierungspräsidium Freiburg die Erteilung des Nachtragsauftrags freigegeben hat. Da es sich hier um eine Maßnahme des Landes Baden-Württemberg handelt, bei der die Gemeinde Ottenhöfen als deren Beauftragte handelt, werden die Brückenbaukosten komplett seitens des Landes finanziert. 

Mit Asphaltbelag

Nachdem am 7. März der Geh- und Radweg mit einem Asphaltbelag versehen wurde, erfolgen nach Auskunft des Bürgermeisters derzeit die Bankettarbeiten. Neben den noch ausstehenden Brückenbauarbeiten wird auch bald das restliche Teilstück zwischen der Brücke und dem Einmündungsbereich in der »Sternenkurve« in Angriff genommen. 

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