Kirchplatzsanierung

Neue Dorfmitte für Stadelhofen

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2018
Nach der Erneuerung der Kanalisation wird der Kirchplatz in Stadelhofen neu gestaltet. Geplant sind unter anderem Sitzbänke und ein Brunnen.

Nach der Erneuerung der Kanalisation wird der Kirchplatz in Stadelhofen neu gestaltet. Geplant sind unter anderem Sitzbänke und ein Brunnen. ©Peter Meier

Der Kirchplatz in Stadelhofen wird saniert. Im verkehrsberuhigten Bereich mit Sitzbänken ist auch ein Brunnen vorgesehen. 

 An der Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstagabend in Stadelhofen nahmen auch die  Landschaftsarchitekten Dietmar Herz (Baden-Baden) und Ralph Wölffing-Seelig (Stuttgart) teil. Sie  legten eine Planung vor, wie der Kirchplatz, dessen Pflasterbelag im Zuge der Kanalisationsmaßnahme entfernt werden muss, anschließend neu gestaltet werden soll.  

Zunächst ging Wölffing-Seelig auf den Vorplatz vor dem Eingangsportal der Kirche ein. Hier soll der  Bereich um die beiden Platanen eine wassergebundene Decke erhalten und mit Pollern abgegrenzt  werden, damit hier nicht mehr geparkt wird. Stattdessen sind Fahrradbügel, Sitzbänke und ein  doppelseitiger Schaukasten für Informationen vorgesehen, außerdem soll, wie im weiteren Verlauf  der Sitzung deutlich wurde, hier ein Brunnen seinen Platz finden. 

Direkt vor dem Gotteshaus soll ein  über einen Meter breites fugenloses und damit glatteres Pflasterband verlegt werden, das besser zu  begehen und auch mit Rollatoren, Rollstühlen oder auch Kinderwagen leichter zu befahren ist. Diese  Pflasterung führt bis zur kleinen Rampe am Seiteneingang. Auf dieser Seite werden die drei Bäume  ersetzt, hier entstehen neue kleine Pflanzbeete und auch wieder drei Parkplätze.

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Der  Treppenanschluss am Rathauseingang wird neu gestaltet, neben zwei modernen, aber zum  Dorfgefüge passenden Straßenleuchten sind zwei Bodenstrahler vor dem Portal geplant. Die  Rinnenpflaster für das Oberflächenwasser werden mit Granitsteinen gefasst und enthalten vier  Abläufe in die darunter im Boden liegende Regenwasserkanalisation. Rund 80 Prozent des derzeit  vorhandenen Pflastermaterials werden wiederverwendet, so Wölffing-Seelig. Der Untergrund des  Kirchplatzes werde so befestigt, dass rund um die  Kirche eine Wendeschleife für Busse zur Verfügung steht. 

Ortsvorsteher Klaus Müller erinnerte daran, dass ein Brunnen auf dem Kirchplatz auch schon einmal in der  Diskussion war, aus Kostengründen wurde das Thema aber zurückgestellt. Nun habe sich insofern eine  neue Situation ergeben, dass sich ein großzügiger Spender bereit erklärt hatte, einen Brunnen zu  stiften. Dietmar Herz hatte hierzu erste Anregungen zusammengetragen und zeigte Bilder von  Brunnen. 

Brunnen aus Granit

Der Ortschaftsrat sprach sich für die  Form einer nach oben geöffneten Schale mit rund 1,30 Metern Durchmesser und einfacher  Wassersäule aus, Angebote sollen für eine Ausführung in dunklem Granit eingeholt werden. Als  Standort wurde der sandgebundene Platz zwischen den Platanen gegenüber des Hauptportals  vorgesehen. Frank Boneth vom Tiefbauamt machte deutlich, dass der technische Teil der  Brunnenanlage mit Brunnenstube und Zuleitungssystem wahrscheinlich deutlich teurer kommen wird  als der Brunnen selbst. Die Gestaltung soll mit dem Spender abgestimmt werden. Die Kosten bezifferte Wölffing-Seelig auf 425 000 Euro, das sind 165 000 Euro mehr,  als auf der Grundlage einer ersten Entwurfsplanung von 2013 in den Haushalt eingestellt  waren. Weiter ging es um die Notwendigkeit der »Busspur« rings um die Kirche. Auch Müllfahrzeuge  oder die Feuerwehr machen einen stabilen Unterbau des Belags erforderlich.  Bürger regten an, am Hauptportal einen Abstellplatz für Rollatoren  einzuplanen. er werde jetzt schon genutzt und werde noch mehr benötigt. Die  Planung wurde vom  Ortschaftsrat einstimmig akzeptiert.

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