Parkplätze müssen sein

Neue Ideen für Dorfplatz in Wagshurst gesammelt

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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20. April 2019
Die Dorfplatzgestaltung stand im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Wagshurst. Nun soll ein neuer Planentwurf entwickelt werden.

Die Dorfplatzgestaltung stand im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Wagshurst. Nun soll ein neuer Planentwurf entwickelt werden. ©Reinhard Brunner

Der Dorfplatz in Wagshurst soll auch ausreichend Parkplätzen vorhalten. Der Ortschaftsrat nahm am Mittwoch Vorschläge von Bürgern auf. Ortsvorsteher Ulrich Berger wird die Ideen an die Planerin weitergeben.

In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung merkte ein Bürger an, dass es dringend notwendig sei, das Kriegerdenkmal in der Hanauer Straße zu sanieren. Ortsvorsteher Ulrich Berger versprach, es umgehend reinigen und abdampfen zu lassen.

Schwerpunkt der Sitzung war die Beratung über den Dorfplatz, für den laut Berger seit Monaten Planungen laufen. Damit beauftragt ist Elke Köhler vom Büro RS in Achern. Zur Sitzung am Mittwoch konnte sie nicht erscheinen. Die neueste Variante, erklärte Berger, sieht elf Parkplätze und einen Behindertenparkplatz vor, zwei beschädigte Bäume sollen durch zwei neue an anderem Standort am Dorfplatz ersetzt werden.

Mit den Parkplätzen soll der Parkdruck durch die nahe Kirche Berücksichtigung finden. Gleichzeitig soll der Dorfplatzcharakter erhalten werden. Die Mauer, die zur Terrasse des Jugendraums/Probelokals führt, soll komplett entfernt, links und rechts teilweise wiederaufgebaut werden. Der entstehende rund 6,50 Meter breite Durchgang soll mit vier Stufen eingefasst werden, sodass eine kleine Bühne entsteht.

Eine vorsichtige Kostenschätzung für diese Planvariante kommt laut Berger auf rund 95 000 Euro, Eigenleistungen würden noch abgezogen. Bei einer weiteren Planvariante entstehen 13 Parkplätze, was die Grünfläche etwas verkleinert. 

Gleich ein Dorfzentrum

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Ortschaftsrat Alois Berger-Köppel schlug vor, bei der Terrasse einen barrierefreien Zugang zum Rathaus für Rollstuhlfahrer mit schiefer Ebene zu schaffen. Ein Bürger sagte dazu, dass es gesetzlich Pflicht sei, bei Veränderungen im Altbestand barrierefreie Zugänge zu schaffen. Zudem schlug er vor, gleich ein Dorfzentrum mit Rathaus, Kirche und Wiegehaus zu entwickeln, wofür es Fördergelder gebe.

Ein weiterer Bürger schlug vor, bei der Terrasse die Technik für Dorffeste vorzusehen, ein anderer kritisierte die unzureichende Genauigkeit des Entwurfs, während ein weiterer Bürger die Grundsatzfrage stellte, ob das Dorfhäusel überhaupt noch eine Funktion hat.

Der Ortsvorsteher informierte, dass auf dem Platz noch eine Ladestation für E-Autos errichtet und er im gleichen Pflaster, aber mit unterschiedlichen Farben angelegt werden soll, »damit alles dann wie ein großer Platz wirkt«.

Mehrheitlich kam das Gremium zur Entscheidung, die vorgelegte Planvariante als Grundlage zu behalten und die neuen Ideen einzuarbeiten.

Am Ende der Sitzung informierte Berger, dass am Dienstag, 30. April, 10.30 Uhr eine Begehung am Plauelbach mit der Stadt Achern und dem Landratsamt stattfindet. Es geht um eine Ausbaggerung und die Böschung, die von Nutrias zerstört wurde. Nach einigen noch ausstehenden Arbeitseinsätzen der Ortschaftsräte soll der neue Bildstöckelrundweg laut Berger im Mai/Juni eingeweiht werden.

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