Tourismusprojekte im Fokus

Neue Touren sollen den Tourismus in Oppenau ankurbeln

Autor: 
Bernhard Huber
Lesezeit 4 Minuten
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22. Februar 2019
Den Sagenrundweg sowie den gesamten Komplex Allerheiligen will die Renchtal Tourismus GmbH touristisch aufwerten.

Den Sagenrundweg sowie den gesamten Komplex Allerheiligen will die Renchtal Tourismus GmbH touristisch aufwerten. ©Bernhard Huber

Angetan von den Projektideen der Renchtal Tourismus GmbH zeigte sich der Gemeinderat Oppenau. So soll unter anderem der Sagenrundweg in Allerheiligen aufgewertet werden.

Die Gesellschafterversammlung der Renchtal Tourismus GmbH (RTG), in der die Stadt Oppenau neben der Stadt Oberkirch und der Gemeinde Lautenbach Mitglied ist, hatte bereits im Dezember vorbehaltlich der Beschlussfassung in den Gemeinderäten dem Jahresabschluss zugestimmt. Der brachte einen Überschuss von knapp 42 000 Euro. »Sehr erfreulich, das haben wir nicht allzu oft gehabt, zumal die Gesellschaft an Finanzen nicht so üppig ausgestattet ist«, kommentierte Bürgermeister Uwe Gaiser. 

Roland Erdrich (CDU) fügte hinzu: »Positiv, dass das Schiff wieder in ein ordentliches Fahrwasser gerät«. Kaum Diskussion gab es dann auch zum Wirtschaftsplan 2019 der RTG. Der geht von kommunalen Zuschüssen in Gesamthöhe von 530 000 Euro aus und diese werden im Verhältnis der Gesellschaftsanteile auf die drei Kommunen aufgeteilt. Auf Oppenau entfallen 129 000 Euro, auf Oberkirch 364 000 Euro und auf Lautenbach 37 000 Euro. 

Gut zehn Schwerpunkte stellte Geschäftsführerin Gunia Wassmer im Projektplan für die gesamte RTG vor, mit, wie Bürgermeister Gaiser befand, »auch für Oppenau sehr interessanten Einzelheiten«. Unter der Rubrik »Genuss« laufen vom 9. bis 24. März die Renchtäler Topinambur-Wochen. Neu ist dabei der Topinambur-Nachmittag auf dem Langenhof in Ibach. Dabei kann der Gast bei der Topinambur-Ernte mit Hand anlegen und ist anschließend eingeladen, hofeigene Produkte zu verkosten.  Neu ist dann weiter die Einladung zu einem kulinarischen Spaziergang mit vier Genuss-Stationen durch das Oppenauer Städtle, kurz der »Oppenauer Städtle Hopser«. Das wird von März bis Oktober immer zu im Voraus festgelegten Terminen an einem Donnerstag sein. Beteiligt sind der »Pavillon«, die Feinschmeckerstube »Badischer Hof«, das Hotel Restaurant »Rebstock« und das Gasthaus »Hirsch«.  

»In diesem Jahr werden wir mit der Stadt Oppenau und Partnern den Kinder-Erlebnispfad umsetzen«, zeigte sich Gunia Wassmer überzeugt. Dessen Name ist Programm: »Rosi Rotkehlchen«. Wie dieses Rotkehlchen aussehen könnte, da liege bereits ein Entwurf einer Oberkircher Illustratorin vor. Der Pfad wird für die Kinder ein Ausflug in die heimische Vogelwelt. Mögliche Stationen könnten sein ein Riesen-Vogelnest, Infotafeln, Vogelhaus zum Reinsitzen, Vogelstimmenuhr oder Rätsel, wie welches Ei gehört zu wem. 

Die Route startet im Städtle, geht über den Schloßgrund hoch zur Kleinebene und macht eine Schleife hinaus zum Spielplatz Rebberg. Der Rückweg zum Ausgangspunkt im Städtle bezieht die Kletthütte mit ein. Für Unterstützung in diesem Projekt sei man natürlich dankbar, meinte Bürgermeister Gaiser und nannte Stichworte wie Forstausbildungszentrum, Kinderferienprogramm oder Projekt Schule.  

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Belohnung für fleißige Wanderer

Für »Renchtäler Traumtouren« wirbt die RTG unter anderem mit Übernachtungspauschalen für Brennersteig, Hexensteig und auch den Maisacher Turmsteig. Ergänzend dazu habe man den Renchtäler Wanderpass geschaffen, der fleißige Wanderer mit einem Stockwappen belohne. Großen Bedarf sieht Geschäftsführerin Wassmer in der gezielten Bündelung von Familienangeboten wie dem Vorschlag von geeigneten Radtouren für den Familienspaß im Renchtal.  

»Sehr positiv« bewertete  Jörg Peter (CDU) auch die Neuauflage des Renchtal-Urlaubsmagazins. Ob man auch mal eine Zusammenarbeit mit Renchen in Erwägung ziehe, interessierte Peter: »Renchen würde zur RTG passen«. »Die RTG ist für alles offen, die Ulmer Brauerei ist ja Gesellschafter«, antwortete Bürgermeister Gaiser. Gunia Wassmer: »Wir haben in einigen Themen bereits Überschneidungen, wie Wandern, Radfahren, Grimmelshausen oder Bierwandertag«. 

»Professionell und gut, ich schließe mich den Komplimenten an«, wertete Klaus Schmiederer (CDU) die Arbeit der RTG und bat, den Fokus noch etwas mehr auf Allerheiligen und die Wasserfälle zu legen. Er führte die selbständige und weltweit reisende Bloggerin »globusliebe« an, die die naturbelassenen Wasserfälle Allerheiligen als ihr Lieblings-Reiseziel im Schwarzwald ausgibt. Vielleicht gebe es auch Ideen, die Kleinebene etwas mehr aufzuwerten, ergänzte Klaus Schmiederer.  

Die Wichtigkeit von Allerheiligen unterstrichen Bürgermeister Gaiser wie auch die Geschäftsführerin Wassmer. Vorgenommen, so Guina Wassmer, habe man sich in Kooperation mit dem Ortenaukreis und dem Nationalpark die Aufwertung des Sagenrundweges. Im Werden sei ein neuer Flyer über die historischen Punkte im Renchtal. 

Hintergrund

Nationalpark Schwarzwald GmbH

»Wir werden in der Vermarktung deutlich an Schlagkraft gewinnen«, ist Bürgermeister Uwe Gaiser überzeugt und meint damit die bevorstehende Gründung der »Nationalpark Schwarzwald 
GmbH«. Noch in diesem ersten Halbjahr werde diese zustande kommen. Mitglied werde die Renchtal Tourismus GmbH zusammen mit Durbach sein. Die Kommunen hätten nur mittelbaren Einfluss. »Wir sind dann breiter aufgestellt«, so der Ausblick des Bürgermeisters. »Die GmbH wird ein verbindendes Element sein zwischen Regionen, die bisher wenig Austausch hatten wie mit dem Murgtal, Baiersbronn oder Freudenstadt”.

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