Ausschreibung durch Fachbüro

Neuer Gerätewagen für die Feuerwehr in Sasbach

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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10. Oktober 2019

Die Kooperation der Feuerwehren gerade bei Schadensfällen im Höhengebiet gehört seit Jahren zum guten Standard der hiesigen Wehren, um sich auch mit technischem Gerät gegenseitig zu unterstützen – hier Bilder von einer Großübung im letzten Herbst mit Feuerwehren des Lauf-Sasbachtals, Achertals und Achern auf dem Hagenberg in 600 Metern Höhe. ©Roland Spether

Das  Löschfahrzeug  aus dem Jahr  1990 (LF 8) der Sasbacher Feuerwehr soll durch den Kauf eines Gerätewagens Transport (GW-T) ersetzt werden.

Für den Fahrzeugkauf ist nach der Gesetzeslage eine europaweite Ausschreibung erforderlich, die nach Aussage von Bürgermeister Gregor Bühler so komplex ist, dass sie von einem Fachbüro vorgenommen werden muss. 

Die Gemeinderäte votierten in der Sitzung am Montag auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig dafür, die Agentur Wieseke mit dieser Aufgabe zu betrauen und entsprechende Angebote einzuholen. Nach Information der Agentur würden Kosten von maximal zirka 5000 bis 6000 Euro (netto) für die Leistungen für die Ausschreibung anfallen. Das neue Fahrzeug wird aktuell zirka 300 000 Euro kosten, der Zuschussbescheid des Landratsamtes Ortenaukreis in Höhe von 55 000 Euro würde der Gemeinde vorliegen, so der Bürgermeister. 

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Für die Ersatzbeschaffung des GW-T analog dem Feuerwehrbedarfsplan wurde im Haushaltsplan bei der Investitionsplanung für das Jahr 2020 ein Betrag von 220 000 Euro eingestellt. Nach dem Eingang der Ausschreibungsergebnisse soll dann über den Kauf des Fahrzeuges beschlossen werden, so der Bürgermeister mit einer „kleinen Korrektur“ der Sitzungsvorlage. 

Aufgabe der Gemeinde

Von Barbara Kowollik-Schneider wurde nach der Notwendigkeit dieser Neuanschaffung nachgefragt und ob Sasbach nicht mit einer umliegenden Gemeinde ein Fahrzeug beschaffen könnte. Dazu stellte Günter Dußmann fest, dass es durchaus Kooperationen wie die im Lauf-Sasbachtal gebe. Aber das Feuerlöschwesen sei primär eine Aufgabe der jeweiligen Gemeinde. Eine „gewisse Grundausstattung“ der Feuerwehr müsse vorhanden sein Denn etwa bei einem flächendeckenden Hochwasser könne es nicht sein, dass gesagt werde, der GW-T fahre zuerst in die eine Gemeinde und die andere muss warten. Die Gemeinde Sasbach habe kein Fahrzeug, mit dem sie etwa ins Höhengebiet zu einem Unfall oder zu einem Brand in den Gemeindewald ausrücken kann. Dazu bemerkte Kommandant Klaus Spengler aus den Reihen der Zuhörer, dass die Ersatzbeschaffung nach 30 Jahren notwendig sei und analog dem Feuerwehrbedarfsplan mit dem Kreisbrandmeister und den Kommandanten der Kooperation mit Lauf und Sasbachwalden abgestimmt wurde. Für die Feuerwehr Lauf werde es ein Tanklöschfahrzeug geben und wenn auf der B 500 ein Unfall sei, werde aufgrund der Nähe primär die Feuerwehr Sasbachwalden und eventuell die Wehr aus Achern mit entsprechenden Geräten alarmiert. Zum Thema Einsätze im Höhengebiet bemerkte der Bürgermeister, dass er dies schon vor den Sommerferien anregte, einen Termin mit den Feuerwehren der Kooperation gab es bislang allerdings noch nicht.  

Info

Neue Linienführung der Busführung

Unter Punkt Verschiedenes teilte Kerstin Burkart seitens der Verwaltung mit, dass es auf Anregung von Bernhard Wölfle eine Änderung in der Busverbindung zwischen Sasbach und Sasbachwalden geben soll, was vom Betreiber Südwest Bus machbar sei. Die neue Linienführung soll von der Obersasbacher Straße in die Erlenbadstraße und dann weiter über die Schulstraße in die Sasbachwaldener Straße gehen. Dieser um eine Minute längere Weg als bisher hätte den Vorteil, dass es neben der Haltestelle beim Kindergarten in Obersasbach noch eine an den vorhandenen Busbuchten bei der Einmündung der Oberdorfstraße geben könnte. 

Dadurch würde allerdings die Haltestelle an der Sasbachwaldener Straße zu Gunsten der neuen und behindertengerechten Haltestelle beim Kindergarten wegfallen. Die neue, einstimmig beschlossene Linie soll ab dem kommenden Dezember eingerichtet werden. 

Weiter regte Markus Kraus an, dass beim Shuttle-Bus zum Erntedank- und  Weinfest in Sasbachwalden künftig auch Sasbach angefahren werde. Dies sei nicht Sache der Gemeinde, sondern der Winzerfestgemeinschaft als Veranstalter.   

Die Sasbacher Gemeinderäte haben einer externen  technischen Betriebsführung  für  die  Trinkwasserversorgung  der  Gemeinde einstimmig zugestimmt. Der Zuschlag ging an die Stadtwerke Bühl GmbH  zu einer Gesamtsumme von 169 975 Euro pro Jahr. Befürwortet wurde auch der entsprechende  Betriebsführungsvertrag.

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