Posten nach einem Jahr wieder besetzt

Neuer Kämmerer (61) will Sasbachwalden helfen

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 2 Minuten
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25. April 2019
Achim Gromann ist neuer Kämmerer in Sasbachwalden. Er bringt zum Dienstantritt am 15. Juli Erfahrung aus 33 Haushaltsplanungen für eine kleine Gemeinde bei Göppingen mit.

Achim Gromann ist neuer Kämmerer in Sasbachwalden. Er bringt zum Dienstantritt am 15. Juli Erfahrung aus 33 Haushaltsplanungen für eine kleine Gemeinde bei Göppingen mit. ©Michaela Gabriel

Mehr als ein Jahr musste Sasbachwalden ohne Kämmerer auskommen. Jetzt hat sie einen neuen gefunden, der am 15. Juli anfangen soll und sich am Dienstag dem Gemeinderat vorstellte. Er weiß bereits, dass auf ihn viel Arbeit wartet und die Finanzlage der Gemeinde nicht rosig ist.
 

»Ich habe meine bisherige Gemeinde schon für arm gehalten, aber Sasbachwalden steht noch schlechter da«, sagte der 61-jährige Diplom-Verwaltungswirt (FH) Achim Gromann. Er stammt aus Bruchsal und ist seit 1989 Kämmerer in Birenbach im Kreis Göppingen (2000 Einwohner). Entscheidend sei für ihn das Vertrauensverhältnis zur Verwaltungsspitze. Dann könne er ein Lotse für Bürgermeisterin und Gemeinderat sein.

Der Rat begrüßte den neuen Mann, der mit seiner Frau Sasbachwalden zum ersten Mal sah, mit Applaus. »Ihre Fachkenntnisse sind wichtig und ihre Erfahrung wird uns helfen, wieder auf stabilem Niveau anzukommen«, so Bürgermeisterin Sonja Schuchter. Sie freue sich auf seinen Dienstantritt.

Im jetzt vorgestellten Prüfbericht der Kommunalaufsicht 2010 bis 2015 steht es nachzulesen: Die Steuerkraft und die finanzielle Leistungskraft der Gemeinde sind im Landesvergleich unterdurchschnittlich. Der Schuldenstand lag im Prüfzeitraum und bis heute über dem Landesdurchschnitt. Die allgemeinen Rücklagen betragen seit Jahren null Euro.

Reinhard Lebfromm von der Kommunalaufsicht hat »den Eindruck einer guten und sachgerechten Aufgabenerledigung durch die Verwaltung gewonnen«, heißt es in dem Bericht vom Oktober 2017. Erst jetzt hat die Verwaltung allerdings alle Anmerkungen aus den 50-seitigen Papier aufgearbeitet und Stellungnahmen dazu verfasst – was auch dem Weggang des Kämmerers geschuldet war.

Soll schneller gehen

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Vermisst hatte der Prüfbeamte einen Organisationsplan. Den hat Sonja Schuchter nach einigen personellen Umstellungen jetzt neu aufgestellt und im Entwurf präsentiert. Stellen sollen künftig zeitnah bewertet werden.

Kritisiert hat das Kommunalamt, dass früher Haushaltsberatungen nicht-öffentlich stattfanden. Auch bei anderen Themen sei zum Teil aus nicht ersichtlichen Gründen nicht-öffentlich vorberaten worden. Dem Grundsatz der Öffentlichkeit werde Rechnung getragen, versicherte jetzt die Bürgermeisterin.

Vorberatungen bei wichtigen Entscheidungen sollen weiterhin nicht-öffentlich stattfinden. Angemerkt wurde auch, dass die Gemeinde nicht Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband ist.

Sehr schlechte Nachricht

Am Ende der Sitzung gab es noch eine kostspielige Überraschung, die die Augen einiger Räte sehr groß werden ließ: Sonja Schuchter informierte, dass in der Grundschule die Erneuerung der kompletten Elektrik und Verkabelung ansteht. Im Zuge der geplanten Digitalisierung der Schule sei das Stromnetz überprüft worden. Man könne darauf keine neue Technik aufbauen. Die erste Kostenschätzung für die notwendige Grundsanierung in diesem Bereich liege bei 470 000 Euro.

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