Achern / Oberkirch

Nierenkranke als Herzenssache

Autor: 
Berhnard Huber
Lesezeit 2 Minuten
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12. Juli 2012
Bernhard Huber - Elke Grösser-Litterst, Vorsitzende des Vereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche« (links) erhielt von Annette Ruggeri im Namen der Erstkommunionkinder eine Spende.

Bernhard Huber - Elke Grösser-Litterst, Vorsitzende des Vereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche« (links) erhielt von Annette Ruggeri im Namen der Erstkommunionkinder eine Spende.

Hilfe für nierenkranke Kinder, eine bosnische Frau und Unterstützung des Offenburger Klinik-Clowns: Die Erstkommunionkinder im Oberen Renchtal fühlten sich ihren Mitmenschen verpflichtet.

Oppenau/Bad Peterstal-Griesbach. Seit 2005 unterstützen Kinder und Erwachsene aus der Seelsorgeeinheit Oberes Renchtal das bosnische Mädchen Matea, dessen Eltern die Ausbildung des Kindes nicht aus eigener Kraft stemmen können. Nach dem Gottesdienst in der Oppenauer Pfarrkirche verkauften die Erstkommunionkinder selbst gebackenes Brot, um das Geld der nunmehr 23 Jahre alten Matea zur Verfügung zu stellen. »Sie kann mit unserer Unterstützung studieren und sie schreibt in ihren Briefen, dass sie uns sehr lieb hat und umarmt«, berichteten die Kinder.

Des Weiteren galt die Aufmerksamkeit der Erstkommunikanten nierenkranken Kindern. Am Weißen Sonntag hatten sich die Eltern der Erstkommunikanten entschlossen, auf Dankgeschenke zu verzichten und stattdessen zwei wohltätige Projekte zu unterstützen. Die Spende an den Gesundheitsclown im Klinikum Offenburg wurde bereits übergeben. Im Rahmen des Gottesdienstes überreichte Annette Fischer-Ruggeri nun eine Spende an Elke Grösser-Litterst, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche« in Freiburg.

Grösser-Litterst schilderte ihre Erfahrungen in der eigenen Familie: »Wir waren sehr geschockt, als vor acht Jahren die Kinderklinik Freiburg unserer Tochter eine seltene Nierenkrankheit attestierte.« Vor allem auch durch die Aussage: »Zur Heilung können wir leider nichts anbieten, aber alles dafür tun, dass Ihre Tochter ein lebenswertes Leben hat.« Dreimal wöchentlich für fünf Stunden zur Dialyse fahren, so sehe der Alltag für die Betroffenen aus. »Die Krankheit ist eine tägliche Herausforderung, die nie aufhört, sie kann nur angenommen und ertragen werden«, meinte Grösser-Litterst.

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Immer zur Dialyse

Der Verein für nierenkranke Kinder verstehe sich als Anlaufstelle für die ganze Familie. Der Verein finanziert unter anderem eine jährliche Ferienfreizeit für nierenkranke, dialysepflichtige und transplantierte Kinder und Jugendliche, deren Geschwister und Freunde. »Für die betroffenen Kinder ist es die einzige Möglichkeit, mit Gleichaltrigen in die Ferien zu fahren«, verdeutlichte Grösser-Litterst. In der Bevölkerung würden die Probleme nierenkranker Kinder wenig wahrgenommen, weil die Nierenerkrankung eigentlich nur mit dem Erwachsenenalter in Verbindung gebracht wird.

»Geteiltes Brot schenkt Zukunft und Leben« hatten die Kinder den zusammen mit Gemeindeassistentin Susanne Schwarz vorbereiteten und von Pfarrer Klaus Kimmig zelebrierten Gottesdienst überschrieben. Musikalisch wurde die Feier von Peter Huber an der Orgel begleitet.

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