Andere Veränderungen für Bürger

Notar Tobias Sigwarth bleibt Oberkirch erhalten

Autor: 
Rüdiger Knie
Lesezeit 2 Minuten
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02. Oktober 2017

Das ehemalige Forsthaus Hauptstraße 23a, inzwischen im Besitz der Städtischen Baugesellschaft wird 2018 saniert und umgebaut. Notar Tobias Sigwarth zieht für die Umbauphase übergangsweise in die Hauptstraße 63 um. ©Rüdiger Knie

Tobias Sigwarth bleibt Notar in Oberkirch. Der Jahreswechsel bringt für ihn aber einige Veränderungen, darunter einen umbaubedingten Umzug in die Hauptstraße 63. Anfang 2019 will er wieder ins alte Domizil, in die sanierten Räume in der Hauptstraße 23a einziehen.

Seinen Beamtenstatus wird Oberkirchs Notar Tobias Sigwarth Ende Dezember 2017 verlieren. Ab 1. Januar 2018 ist er wie die meisten seiner Berufskollegen in Deutschland Freiberufler. Die bisherige badische Besonderheit des Amtsnotars ist damit Geschichte.

Auch als Freiberufler wird Sigwarth seiner bisherigen Tätigkeit in Oberkirch nachgehen. Lediglich das von ihm bearbeitete Nachlassgericht wird dem Amtsgericht Offenburg zugeordnet. Vorerbliche Beurkundungen wie Testamente können aber weiter von Sigwarth erledigt werden.

Das Gebäude der Städtischen Baugesellschaft, früher einmal Staatliches Forstamt, wird 2018 umgebaut. Worüber Sigwarth sich sehr freut: Denn die Büroräume werden durch den Einbau eines Aufzugs barrierefrei zugänglich gemacht. Nach Auskunft des Notars seien die Arbeiten am Gebäude, das auch energetisch saniert wird, so umfangreich, dass er sich für die Bauphase übergangsweise andere
Büroräume gesucht hat.

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Fündig wurde er bei der Familie Rendler in der Hauptstraße 63, in den ehemaligen Räumen der Deutschen-Bank-Filiale und der Schmiederer Vermögensbetreuung. Andere Angebote hätten einen Umbau der Räume erforderlich gemacht.

Fünf Mitarbeiter

Ab dem 8. Januar wird Sigwarth dort sein Notariat eröffnen. Die Büroräume will er in den nächsten Wochen entsprechend herrichten und ausstatten lassen. Der untere Teil der Fassade soll einen Anstrich erhalten. Die Kosten dafür trägt Sigwarth. »Die Büroräume sind ausreichend groß und innen in keinem schlechten Zustand«, berichtet er. Fünf Mitarbeiter will Sigwarth ab Januar beschäftigen, mehr als bisher. »Dadurch werden Wartezeiten verkürzt und der Vollzug im Notariat beschleunigt.«

Durch die Privatisierung werde es in der Region zu einer Konzentration kommen, insgesamt werde es weniger Notare geben: drei weitere in Offenburg und einen in Achern. Die Stelle in Gengenbach falle weg. Sigwarth war im März 2016 nach Oberkirch gekommen und zuvor in Haslach im Kinzigtal beschäftigt. Das bisherige Büroinventar bleibt Staatsbesitz und wird anderweitig verwendet.

Stichwort

Kein Zeitplan für Haussanierung

Der Sachstand zur Sanierung der denkmalgeschützten Immobilie Hauptstraße 63, über den die ARZ wiederholt berichtet hat, ist unverändert. Derzeit ist kein Umbau geplant. Dies wird durch die Vermietung an den Notar bestätigt, der dort voraussichtlich bis Anfang 2019 bleibt. Eigentümer Klaus Rendler hatte vergeblich einen Käufer gesucht und zuletzt mit der Stadt Oberkirch über einen Verkauf verhandelt. Ihm selbst und dem Unternehmen Rendler fehle es angesichts mehrerer Großprojekte an Kapazitäten. 

Im März 2017 hatte Rendler gegenüber der ARZ erklärt, ein Umbau von Haus 63 in Eigenregie wäre aus Sicht der Eigentümerfamilie frühestens zwei Jahren später möglich, wenn der Umzug des Baumarktes an den Ortseingang abgeschlossen sei.rüd

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