So sieht es in Achern aus

Nur noch mit Maske auch auf den Wochenmarkt?

Autor: 
Charlotte Schöllhorn
Lesezeit 3 Minuten
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21. Oktober 2020

Auch auf dem Wochenmarkt Achern gilt seit Montag dort Maskenpflicht, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Der Marktbetrieb sei daher gravierend nach unten gegangen, berichten Marktverkäufer. ©Charlotte Schöllhorn

Die dritte Pandemiestufe macht sich jetzt auch auf dem Acherner Wochenmarkt bemerkbar. Seit der Maskenpflicht kämen weniger Kunden, berichten zumindest manche Standinhaber. 

Seit am 19. Oktober die Pandemiestufe drei in Kraft trat, muss man auch im Freien Masken tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Davon ist auch der Wochenmarkt betroffen, der in Achern immer dienstags und samstags auf dem Markt- und Rathausplatz stattfindet.

Die Verkäuferinnen und Verkäufer sind sich einig, seit den neuen Verordnungen habe sich einiges verändert. „Wir merken auf jeden Fall, dass seitdem deutlich weniger Leute kommen“, erzählt eine Marktverkäuferin. Ihr Stand ist mit Einbahnsystem und Hinweisen auf Maskenpflicht ausgestattet. Das meiste davon sei schon seit Beginn der Pandemie installiert worden, nur die Maskenpflicht ist am Montag neu dazugekommen. 

Großer Unterschied

Doch das mache schon einen großen Unterschied. „Bis jetzt sind während Corona immer viele Leute gekommen, da sie hier im Unterschied zu Supermärkten keine Masken tragen mussten. Aber jetzt fällt dieser Beweggrund eben weg.“ Der Marktplatz sei deutlich leerer, findet sie.

Auch andere Verkäufer bestätigen den Eindruck. „Seit Montag ist es deutlich ruhiger geworden“, berichtet ein weiterer Standinhaber. Zudem seien die Verkäufe gravierend gesunken. „Über den Sommer war das alles machbar, trotz Corona. Jetzt, wo es wieder schlimmer wird, bleiben viele Leute natürlich auch zu Hause, gerade ältere Menschen.“ Auch darum fallen Kunden weg.

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Wie das in Zukunft weitergeht, kann die Verkäuferin schwer einschätzen. „Wenn die Regelungen strenger werden und die Fallzahlen steigen, rechne ich natürlich nicht damit, dass auf einmal wieder alle zurück auf den Markt kommen“, erklärt sie. 

Kundschaft bleibt

Trotz der erschwerten Situation bilden sich vor einigen Marktständen auch die gewohnten Warteschlangen. Die meisten Marktbesucher tragen Masken und halten den Mindestabstand ein. „Mir ist nicht aufgefallen, dass weniger los ist“, berichtet eine Kundin. „Anstehen muss ich gerade trotzdem.“ Sie komme auch weiterhin gerne auf den Wochenmarkt. „Auf mich haben die neuen Verordnungen in diesem Bezug keinen großen Einfluss gehabt“, erzählt die Besucherin. Andere pflichten ihr bei. Sie haben sich alle nicht abschrecken lassen.

Abgesehen davon gilt die Maskenpflicht sowieso nur dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, was aber meistens möglich ist. „Wenn die Theke breiter ist als 1,50 Meter, so wie hier, benötigt man die Maske nicht“, erklären die Standinhaber. 

Ansonsten wie gewohnt

Auch Helga Sauer, Sprecherin der Stadt Achern, bestätigt das. Ansonsten sei auch alles wie gewohnt möglich. „Über die Maskenpflicht hinaus gibt es keine Einschränkungen für den Wochenmarkt“, betont sie.
Zuständig für die Kontrolle sind laut Stadt auch weiterhin Polizei und Ordnungsdienst. 

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