Oberkirch

Nutzen der blühenden Wiesen für Insekten untersucht

Autor: 
red/rüd
Lesezeit 2 Minuten
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21. November 2020

Wildblumenwiesen bilden eine gute Nahrungsgrundlage für Insekten. ©Stephan Hund

24 Flächen des Naturparkprojekts „Blühende Wiesen“ wurden überprüft. Fachliche Unterstützung gab es von der Universität Tübingen.

Wildblumenwiesen des Projekts Blühende Naturparke werden immer artenreicher, heißt es in einer Mitteilung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Diesen Sommer konnte zum zweiten Mal durch fachliche Unterstützung der Universität Tübingen auf insgesamt 24 Flächen des Projekts Blühende Naturparke überprüft werden, wie gut sich die Pflanzenbestände entwickelt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Projekt sein Ziel, biodiverse, mehrjährige Pflanzenbestände zu schaffen, gut erreicht.

Wie wird untersucht? Bei jedem Flächenbesuch wurde zunächst die Gesamtdeckung der Fläche geschätzt. Bei den Begehungen wurde dann eine Diagonale durch die Fläche gezogen. Beidseitig der Linie wurde die vorhandene Artenanzahl protokolliert. Dabei wurde zum einen nach den als Saatgut ausgebrachten Pflanzenarten Ausschau gehalten und zum anderen das Vorhandensein weiterer Arten protokolliert. 

Zur Protokollierung weiterer Arten, wurde die vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz veröffentlichten Liste der Kennarten des artenreichen Grünlands genutzt. In einem Quadratmeter wurden anschließend die genaue Individuenzahl dieser Pflanzen bestimmt. So liegen nun Daten der Gesamtdeckung, der Artenanzahl und der Individuenzahl auf 20 Flächen für das Jahr 2019 und 2020 vor. Vier weitere Flächen konnten dieses Jahr mit aufgenommen werden, aufgrund der fehlenden Daten aus dem Vorjahr, kann die Flächenentwicklung jedoch nicht bewertet werden.

Folgende Ergebnisse gibt es: Die Gesamtdeckung ist auf den Flächen im Durchschnitt mit 87 Prozent konstant geblieben. Da viele Insekten (vor allem Wildbienen) auf offene Bodenstellen angewiesen sind, ist eine geschlossene Pflanzendecke auf den Flächen nicht anzustreben. Die Artenzahl ist durchschnittliche von 12 auf 24 Arten pro Fläche stark angestiegen. Mehrjährige, gebietsheimische Pflanzenarten brauchen oft einige Jahre, bis sie sich auf der Fläche etabliert haben. 

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Die Ergebnisse unterstreichen diesen Prozess. Auch die Individuendichte ist durchschnittlich von 61 auf 77 Arten pro Quadratmeter gestiegen. Die Ergebnisse bestätigen eine positive Entwicklung der überprüften Flächen.

Sieben Naturparke

Die sieben Naturparke Baden-Württembergs engagieren sich im Rahmen des Projekts Blühende Naturparke für den Insektenschutz, indem Wiesen durch Pflegeumstellungen oder Neuansaaten mit gebietsheimischem Saatgut wieder artenreicher werden und Insekten Lebensraum, Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten bieten. 

Mehr Informationen, auch zur Projektteilnahme, gibt es unter www.bluehende-naturparke.de.

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