Projekt "Gelbe Bänder"

Oberkirch stellt Obstbäume zum Abernten zur Verfügung

Autor: 
red/RK
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12. August 2020

(Bild 1/2) Symbolbild ©dpa - Klaus-Dietmar Gabbert/Illustration

Die Stadt Oberkirch markiert bei der Aktion „Gelbe Bänder“ Obstbäume, die für alle zur Ernte zur Verfügung stehen. Rund 280 Bäume können von Bürgern abgeerntet werden.

Projektstart im Stadtgarten: Die Stadt Oberkirch markiert Obstbäume auf ihren Streuobstwiesen nun mit gelben Bändern. Diese signalisieren, dass die markierten Bäume zur Ernte freigegeben sind. Rund 280 Obstbäume auf städtischen Streuobstwiesen können künftig von Bürgern abgeerntet werden. Das schreibt die Stadt Oberkirch in einer Pressemitteilung. Die Aktion animiert zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

Seinen offiziellen Start hatte das neue Projekt bereits. Bürgermeister Christoph Lipps erinnerte im Beisein von Mitgliedern des Beirats für Natur- und Umweltschutz daran, dass die  Umsetzung der Idee bereits durch eine Mitbürgerin angestoßen wurde. 
Rita Alvarez aus Stadelhofen schilderte der Verwaltung das Projekt (Stichwort), welches von verschiedenen Kommunen im Landkreis Esslingen bereits mit Erfolg durchgeführt wurde.

Ziel der Aktion ist es, einer Nahrungsmittelverschwendung entgegenzuwirken.Im Beirat für Natur- und Umweltschutz wurde das Projekt der „Gelben Bänder“ auch vorgestellt (wir berichteten). In der Zwischenzeit habe ihn auch Stadträtin Simone Kiefer auf das Projekt aufmerksam gemacht, berichtete Bürgermeister Lipps. Im Beirat stieß die Idee auch auf Zustimmung und es wurde gleich versucht eine schnelle Umsetzung zu erreichen. „Die Aktion steigert das Bewusstsein für Lebensmittel“, betonte Lipps: „Oberkirch wird von einer wunderbaren Kulturlandschaft geprägt.“ Daher sei man besonders sensibilisiert für das Thema nachhaltige Nutzung von Lebensmitteln.

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Zum Start fasst man erst einmal die eigenen städtischen Streuobstwiesen für die Aktion ins Auge. Das Obst von  allen mit einem gelben Band markierten Bäumen darf dann die Allgemeinheit ohne Absprache abernten. Die unverpachteten städtischen Streuobstwiesen sind Ausgangspunkt für die Aktion in Oberkirch.

Auch für Privatpersonen

Georg Schäffner, Umweltbeauftragter der Großen Kreisstadt, erhielt beim Markieren der Obstbäume mit den gelben Bändern spontane Hilfe durch Mitglieder des Umweltbeirates. Das gelbe Markierungsband ist aber auch für Privatpersonen mit eigenen Obstwiesen gedacht. „Diejenigen, die ihre Obstbäume selbst nicht abernten können oder wollen, dürfen die Bänder kostenlos im Oberkircher Bürgerbüro abholen“, erklärte Schäffner.

Die Markierung erlaubt die Ernte ohne vorherige Absprache. Er gibt auch interessierten Bürgern weitere Informationen zu dem Projekt: 07802 82- 60 147 oder g.schaeffner@oberkirch.de

Stichwort

Gelbe Bänder

Die Stadt Oberkirch verfügt über 21 eigene Flächen mit insgesamt rund 280 Obstbäumen. Meist handelt es sich dabei um Apfel-, Kirsch- oder Birnbäume. Bäume, die von den Bürgerinnen und Bürgern abgeerntet werden dürfen, sind mit einem gelben Papierband am Stamm markiert.
Nach Herstellerangaben zerfällt das Papierband nach ein bis zwei Jahren. Wenn es ausgedient habe, könne es auch einfach abgenommen und auf dem Kompost entsorgt werden. Die Obstbäume der Aktion „Gelbes Band“ werden in den kommenden Tagen entsprechend markiert.
Die Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgefordert, das Obst der markierten Bäume zu ernten, teilt die Stadt mit. Bei der Aktion gibt es aber Regeln, an die sich alle halten müssen. Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt werden und müssen so hinterlassen werden, wie sie vorgefunden wurden. Es ist zudem nicht erlaubt, Äste an den Bäumen abzubrechen.

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