Oberkirch

Oberkircher Containerdorf steht Ende März

Autor: 
Patric König
Lesezeit 3 Minuten
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28. Januar 2016
Am geplanten Flüchtlings-Containerstandort in der Hesselbacher Straße ist der Bereich, unter dem sich Altlasten befinden, versiegelt worden. Laut Stadt und Kreis handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme.

(Bild 1/2) Am geplanten Flüchtlings-Containerstandort in der Hesselbacher Straße ist der Bereich, unter dem sich Altlasten befinden, versiegelt worden. Laut Stadt und Kreis handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme. ©Patric König

Oberkirch macht sich bereit für die Flüchtlingsaufnahme: Das Containerdorf in der Hesselbacher Straße soll Ende März bezugsfertig sein. Schon etwas früher können die Bewohner der Unterkunft im Waldweg einziehen, die wegen eines Wasserschadens mehrere Monate unbewohnbar war.

Aus »möglichst im November« ist Ende März geworden: Der Zeitplan für das Flüchtlingscontainerdorf in Oberkirch ist einige Male durcheinandergewirbelt worden, seit sich der Gemeinderat im Oktober für den Standort zwischen Hesselbacher und Ödsbacher Straße entschieden hatte. Inzwischen hat das Landratsamt laut Sprecherin Gabriele Schindler den Frühling ins Auge gefasst: Dann sollen die 50 Wohn- und einige Versorgungscontainer auf dem ehemaligen französischen Militärgelände bezugsfertig sein und bis zu 200 Flüchtlinge beherbergen.

Ende Februar sollen die mobilen Wohneinheiten angeliefert werden; derzeit werden Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen verlegt. Die Arbeiten sind laut Schindler ein Stück weit wetterabhängig.  Abgeschlossen ist laut der Sprecherin die Versiegelung des Bodens, die ein Altlastenfund (Teerspritzbelag) nötig gemacht hatte (die ARZ berichtete). 

Erschlossen werden soll der Standort über eine Brücke über den Hesselbach hin zur Hesselbacher Straße. Das Fundament für ein entsprechendes Behelfsbauwerk, das die Stadt anmietet, wurde laut Stadt-Sprecher Ulrich Reich am Wochenende vom Technischen Hilfswerk (THW) gelegt, die Brücke soll Mitte kommender Woche folgen. Dies sei dem THW nicht eher möglich gewesen. Die Baustellenfahrzeuge mussten bisher den Weg über die Ödsbacher Straße und einen Bewirtschaftungsweg nehmen. 

Etwas früher als die Container soll das bisherige Flüchtlingsheim im Waldweg 10 bezugsfertig sein: Es hatte nach einem Wasserschaden im November saniert werden müssen. Die Bewohner mussten umziehen (u.a. nach Nußbach). Eine Familie, die in   der städtischen Obdachlosenunterkunft im Obergeschoss des Waldweg 10 unterkam, zieht nach dem Umbau wieder nach unten. Die übrigen der Plätze werden neu besetzt, so Schindler.

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Den Wasserschaden ausgelöst hatten nach Angaben der Stadt defekte Duschabläufe, was dazu führte, dass das Wasser unkontrolliert ablief und Schäden  verursachte. Auf 200 Quadratmetern musste der Boden ausgetauscht werden, Duschwannen und Fliesen an Wand und Boden wurden erneuert, teilweise auch die Wandkonstruktion und Beplankung.  Die Kosten von 35 000 Euro übernehme die Gebäudeversicherung. Da sich beim Rückbau ein größeres Schadensbild gezeigt habe und die Trocknung länger als geplant gedauert habe, war der ursprünglich ins Auge gefasste Fertigstellungstermin (Ende Dezember) nicht zu halten.

Im Mai sollen die Bauarbeiten im Waldweg 12 abgeschlossen sein: Dort errichtet die  Städtische Baugesellschaft ein Wohnheim, das an den Kreis vermietet werden und 72 Personen Platz bieten soll. Der Rohbau steht, die Haustechnik ist nach Angaben der Stadt weitgehend eingebaut. Ehe das Heim bezugsfertig ist, muss der Kreis noch Küchen einbauen und die Wohnungen möblieren.

Momentan 133 Plätze

 Darüber hinaus gibt es Unterbringungsmöglichkeiten in der Appenweierer Straße, in der Erbstraße in Nußbach und in der St.-Urban-Straße in Tiergarten. Sind alle Unterkünfte belegt, kommt Oberkirch im Sommer laut Landrats­amt auf 423 Flüchtlingsplätze und eine Quote von 2,14 Prozent der Einwohner. Momentan beherbergt die Stadt 133 Flüchtlinge.

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