1600-Euro-Spende übergeben

Oberkircher Grundschüler beschenken Kinder in Nepal

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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24. Dezember 2017
Große Freude bei der Spendenübergabe. 1600 Euro, die die Klasse 4a gesammelt hat, kann Josef Erdrich vom Asha-Freundeskreis mit nach Nepal nehmen.

(Bild 1/2) Große Freude bei der Spendenübergabe. 1600 Euro, die die Klasse 4a gesammelt hat, kann Josef Erdrich vom Asha-Freundeskreis mit nach Nepal nehmen. ©Katharina Reich

Die Schüler der Asha-Primary School in Nepal dürfen sich über ein besonderes Weihnachtsgeschenk freuen. Ihre Altersgenossen von der Klasse 4a der Johann-Wölfflin-Grundschule Oberkirch haben 1600 Euro gespendet.

Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Die Schüler der Klasse 4a der Johann-Wöllflin-Grundschule machen an diesem Weihnachtsfest ein ganz besonderes Geschenk. Mit dem  Erlös aus dem Verkauf selbst gebastelter Weihnachtsdekoration unterstützen sie Kinder in  Nepal. 

Das Projekt ist weit mehr als nur ein finanzieller Erfolg. Die Jungen und Mädchen der 4a sind Feuer und Flamme, wenn sie von ihrem Einsatz auf  dem Oberkircher Weihnachtsmarkt berichten. Dort haben sie am dritten Adventssonntag  Windlichter, Gestecke, Weihnachtskarten und vieles mehr verkauft, das  sie in den Wochen  zuvor gemeinsam gebastelt hatten. 

Die ganze Klasse war am Weihnachtsmarkt im Einsatz,  hat mit Flyern auf das Angebot aufmerksam gemacht, an der Plakatwand über das Projekt  informiert und fast das gesamte Sortiment verkauft. Einige Kinder hatten außerdem ihr  Instrument mitgebracht und so sorgten mit Mundharmonika und Akkordeon für weitere  Einnahmen. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1600 Euro sind zusammengekommen –  ein Betrag, über den sich die Grundschüler der Asha Primary School in Lalitpur freuen  dürfen. Nicht nur die Kinder in Nepal profitieren von der Aktion, auch die Viertklässler selbst  nehmen viel aus dem seit Oktober laufenden Projekt mit. 

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Stolz auf Erfolg

Stolz schwingt in ihren  Erzählungen mit, aber auch etwas Demut. Denn sie haben gelernt, dass es nicht allen  Kindern so gut geht wie ihnen. Piros Becker fasst das so zusammen: »Die Kinder in Nepal  machen alles, damit sie in die Schule gehen können und wir stehen morgens auf und  denken: Oh ne, schon wieder Schule.« Nicht so egoistisch zu sein und auch an die Kinder  zu denken, denen es nicht so gut geht, das hat Florian Pollmann aus dem Projekt  mitgenommen. Über das Thema »Kinderrechte« und besonders das Recht auf Bildung sind die Jungen und  Mädchen auf die Idee gekommen, sich für Gleichaltrige einzusetzen, die nicht so auf der  Sonnenseite des Lebens stehen. Josef Erdrich vom Asha Freundeskreis hat im Unterricht  von der Schule, dem Kindergarten und dem Wohnheim in Nepal berichtet. Dieser Einblick  in ein so ganz anderes Leben hat Eindruck hinterlassen und einen selbstkritischen Blick  erzeugt. 

»Wir schreiben an Weihnachten Wunschzettel und sind sauer, wenn wir unseren  Wunsch nicht erfüllt bekommen. Die Kinder dort würden sich über einen Korb Obst  freuen«, betont Yara Langhammer und Ugurcan Ugurlu fügt hinzu: »In Nepal können die  Eltern ihren Kindern keine Freude machen.« Dafür fehlt das Geld. Klassenlehrerin Elisabeth Haupt ist beeindruckt von ihren Schülern: »Ich bin ganz stolz auf  Euch. Ihr habt den Erwachsenen gezeigt, dass jeder was tun kann. Egal wie alt man ist, man  kann etwas bewirken.« 

Mit der Spende geht auch ein Brief mit nach Lalitpur, damit die  Kinder dort wissen, wie sich ihre Altersgenossen für sie eingesetzt haben. Die Schüler der  4a sind sich jedenfalls einig: Das Projekt für Asha (deutsch: Hoffnung) werden sie nie vergessen. Vielleicht ist  schenken manchmal noch schöner als beschenkt zu werden.

Stichwort

Bericht über Spendenverwendung

Die Asha-Schule wurde im Jahr 2005 gegründet, um ärmsten Kindern die Chance eines  Schulbesuches zu geben. Zur Zeit gehen dort 186 Kinder zur Schule. Seit 2008 gibt es auch  ein Hostel, in welchem 32 Schulkinder aus schwierigsten Familienverhältnissen leben. Der  Asha-Freundes- und Förderkreis aus Oberkirch finanziert die Einrichtung und den  Unterhalt dieses Projektes. Im April fliegt Josef Erdrich wieder nach Nepal. »Ich werde  dann mit den Lehrern überlegen, welches Projekt wir von der Spende der Klasse 4a  finanzieren werden«, erklärte Erdrich den Schülern. Es soll etwas sein, das man abbilden  kann, damit die Oberkircher Schüler auch das Ergebnis ihres Einsatzes sehen können.  Nach der Nepalreise wird Josef Erdrich nochmals einen Besuch in der 4a machen und von  den Reaktionen der nepalesischen Kinder berichten. kr

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