Abschied auf Marienfried

Oberkirchs Pfarrer Lukas Wehrle hört als Diözesanleiter auf

Autor: 
Roman Vallendor
Lesezeit 2 Minuten
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15. Juni 2018
Pfarrer Lukas Wehrle wird am Sonntag als Diözesanleiter auf Marienfried verabschiedet.

Pfarrer Lukas Wehrle wird am Sonntag als Diözesanleiter auf Marienfried verabschiedet. ©Archivfoto: Vallendor

Jede Gemeinde braucht eine Sammelstelle, einen Punkt, bei dem die Organisation, aber auch geistliches Leben zusammenläuft. Innerhalb der katholischen Seelsorgeeinheit Oberkirch ist das Pfarrer Lukas Wehrle. Was viele nicht wissen: Zusätzlich ist er bei der Schönstattbewegung seit fast 20 Jahren der Verantwortliche für die Diözese Freiburg, seine Amtszeit für diese Aufgabe endet zum 17. Juni, am Fest der Begegnung.

Pfarrer Wehrle, nun einmal ganz konkret: Welche Aufgaben hatten Sie als Diözesanleiter?

Lukas Wehrle: Zu den Aufgaben des Diözesanleiters der Schönstattbewegung gehören die Ernennung und die Begleitung der Verantwortlichen der einzelnen Gemeinschaften innerhalb der Bewegung. Daneben die Gestaltung von Festen, zum Beispiel dem jährlichen Fest der Begegnung, oder Jubiläen und der Diözesanwallfahrt im September. Selbstverständlich immer in Zusammenarbeit mit anderen. Dann ist der Diözesanleiter auch Mitglied im Vorstand des Schönstattwerkes in der Erzdiözese Freiburg.

 Welche Erfahrungen werden Sie im Herzen bewahren?

Wehrle: Dazu gehören zuallererst die Begegnungen mit sehr motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit sehr viel Engagement und teils hoher zeitlicher Belastung ihre Gaben einbringen in die Gemeinschaft. Mich hat das immer berührt, wenn Einzelne sagten, dass sie in ihrer Jugend für ihr Leben aus der Schönstattbewegung viel empfangen haben und davon nun auch etwas weitergeben möchten.

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Dann denke ich sehr gerne an die jährlichen Pilgerfahrten zurück, die immer ein berührendes Erlebnis waren. Und natürlich die vielen wunderschönen Pilgerwege. Ich habe mich bei all den Unternehmungen immer auch als Beschenkter erlebt.
Können Sie uns eine Anekdote aus Ihrer Diözesanleiter-Zeit erzählen?

Wehrle: Bei einer der Pilgerfahrten nach Schönstatt saßen wir beim Abendessen, eine Gruppe von Pilgerinnen und Pilgern. Mit am Tisch der frühere Weihbischof Rainer Klug. Mit ihm wollte ich für die nachfolgende Lichterprozession noch einige Absprachen treffen. Da fragte er mich: »Gehen wir eigentlich bei der Prozession im Häs oder nicht?« Er meinte das Bischofsgewand. Unsere Tischnachbarn schauten etwas ungläubig zu mir herüber. Als der Bischof aufgestanden war, fragte eine: »Äääh… Herr Pfarrer, hat er jetzt wirklich gesagt im Häs?« Wir haben herzhaft gelacht und nachher den Bischof im Häs bewundert.
Überhaupt gab es in Vorbereitungstreffen oder am Abend anstrengender Pilgertage in geselliger Runde immer viel zu lachen. Das war für mich immer ein gutes Zeichen.

Haben Sie einen guten Wunsch für Ihren Nachfolger?

Wehrle: Dass er überall auf viele engagierte Menschen trifft, die mitgehen, das wünsche ich ihm am meisten!

Stichwort

Wehrles Verabschiedung

Die Verabschiedung von Pfarrer Lukas Wehrle und Beauftragung des neuen Diözesanleiters der Schönstattbewegung, Pfarrer Peter Falk, findet am 17. Juni im Rahmen der Aussendungsfeier vom Fest der Begegnung statt.

Ausgesendet hinein in die neue Woche und mit neuem Feuer werden außerdem alle Personen, die zum Fest der Begegnung kommen, oder auch nur auf einen Kaffee und Kuchen vorbeischauen.

Fest der Begegnung am 17. Juni auf Marienfried: 10 Uhr Vorprogram; 10.30 Uhr Heilige Messe; 12 Uhr Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Mittagsprogramm: Pilgerweg, Spielstraße »Hits für Kids«, Gesprächsecken, Musik von den Ohrwürmern 15.30 Uhr Aussendungsfeier

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