Qualitätsmanagement-Handbuch

Obersasbacher Kinderhaus hält Ziele auf 84 Seiten fest

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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21. Juli 2018
Das Kinderhaus Obersasbach hat eine Vorreiterrolle eingenommen und in zweijähriger Arbeit ein Qualitätshandbuch mit verbindlichen Standards für die pädagogische Arbeit erarbeitet – hier Bürgermeister Gregor Bühler und Ortsvorsteher Rudi Retsch mit der Leiterin Yvonne Howald-Scheurer (Mitte), der Prozessbegleiterin Barbara Huber-Kramer und dem Kita-Team.

Das Kinderhaus Obersasbach hat eine Vorreiterrolle eingenommen und in zweijähriger Arbeit ein Qualitätshandbuch mit verbindlichen Standards für die pädagogische Arbeit erarbeitet – hier Bürgermeister Gregor Bühler und Ortsvorsteher Rudi Retsch mit der Leiterin Yvonne Howald-Scheurer (Mitte), der Prozessbegleiterin Barbara Huber-Kramer und dem Kita-Team. ©Roland Spether

Mit dem Qualitätsmanagement-Handbuch geht das Obersasbacher Kinderhaus neue Wege zur Optimierung seiner Arbeit. Jetzt wurde das 84 Seiten starke Dokument offiziell vorgestellt. 

»Wir sind ein Kinderhaus zum Wohlfühlen, zum Begegnen, zum Entdecken.« Was mit diesen prägnant formulierten Zielen für die pädagogische Arbeit im Kinderhaus Obersasbach gemeint ist, steht nach einem zweijährigen, intensiven Prozess der Qualitätsentwicklung auf 84 Seiten eines Handbuches mit Standards für Erzieher, Eltern und die Gemeinde als Träger der Einrichtung. 

Mit der Präsentation des Qualitätsmanagement-Handbuch (QM) im Dorfsaal wurde eine wichtige Etappe erreicht, um mit den formulierten und für alle Beteiligten verbindlich definierten Zielen und Inhalten für die pädagogische Arbeit den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. »Der hohe Qualitätsstandard ist unser Steckenpferd. Das Kinderhaus Obersasbach ist hierfür ein wichtiger Baustein«, meinte Bürgermeister Gregor Bühler, der neben dem Team um die Leiterin Yvonne Howald-Scheurer auch Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie die Prozessbegleiterin Barbara Huber-Kramer begrüßte. 

Anforderungen steigen

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Ein QM-Handbuch erwarte man nicht zwangsläufig aus dem Bereich von Kitas, doch auf den zweiten Blick sei dies konsequent, denn die pädagogische Arbeit sei in den vergangenen Jahren verstärkt in das Blickfeld der großen Politik gerückt und frühkindliche Bildung, Förderung, Erziehung und Betreuung habe ein »neues Level« erreicht. Die Anforderungen auch an die Gemeinde sei nicht zuletzt durch die gesellschaftspolitischen Veränderungen stetig gewachsen, um auch in Zukunft eine familienfreundliche Gemeinde zu sein und einen wesentlichen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leisten. »Die Qualität der Arbeit hängt entscheidend von der Kompetenz und dem Einsatzwillen des gesamten Erziehungs- und Betreuungspersonals sowie der Leitung ab«, so Gregor Bühler, der wie Ortsvorsteher Rudi Retsch allen Beteiligten ein hohes Maß an Engagement bescheinigte. 

Lohnende Investitionen

Seitens der Eltern dankten Kathrin Panter und Nathalie Fortino dem Kita-Team für das »Mehr« in der Erziehung. »Stolz und voller Freude«, dankte Yvonne Howald-Scheurer »ihrem« Team und Barbara Huber-Kramer, die fachkompetent den Weg der Qualitätsverbesserung begleitete. »Die Gemeinde investiert viel, damit wir den unterschiedlichen Anforderungen an die heutige pädagogische Arbeit erfüllen.« Es seien zukunftweisende Investitionen zum Wohle der Kinder, so die Leiterin, die hervorhob, welch hohen Stellenwert in der Gemeinde Bildung, Erziehung und Betreuung hätten. 

Hintergrund

Zum Qualitätshandbuch

Das Kinderhaus entschied sich auf der Grundlage des Qualitätssystems EFQM (European Fundation for Quality Management) für die Entwicklung des Qualitätshandbuches und hat dazu eine Vorreiterrolle eingenommen. Zukünftig werden Instrumente wie Qualitätszirkel und Qualitätsstandards wichtige Bestandteile des Kinderhausalltags sein. 

Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit sind hierbei die Bildungs- und Entwicklungsprozesse des Kindes. Das Kinderhaus-Team arbeitet Kind orientiert, das beinhaltet den achtsamen Umgang mit den Kindern, ihre Bedürfnisse zu erkennen und Handlungen anzukündigen. Außerdem legen die Erzieherinnen Wert auf eine sensible Eingewöhnung, ermöglichen spezifische Bildungsangebote in Fachbereichen, pflegen einen freundlichen, respektvollen und ehrlichen Umgang im Team, mit Eltern, Träger und anderen Kooperationspartnern. sp

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