Appenweier

Ohne Panne nach Montlouis

Autor: 
Steffi Rohn
Lesezeit 3 Minuten
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05. November 2016

Franz Graf, Stephan Huber und Franz Laible starteten beim Rathaus Appenweier zu ihrer neuntägigen Fahrt nach Montlouis. Bürgermeister Manuel Tabor verabschiedete das Trio. ©Rohn Steffi

Drei Appenweierer sind mit ihren Fahrrädern in die Partnerstadt Montlouis gefahren. Für die 830 Kilometer nahmen sie sich neun Tage Zeit.

Drei Bikes, etwas Fitness und Offenheit für andere Kulturen, mehr braucht es nicht zur Völkerverständigung mit dem Nachbarland. Zumindest nicht, wenn man es mit den Augen von Franz Graf, Stephan Huber und Franz Laible sieht. 
Anlass für die sportliche Reise durch Frankreich waren die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Freundschaft zwischen Appenweier und Montlouis. Dabei stand nicht die Schnelligkeit im Vordergrund, sondern der Weg der neuntägigen Reise. 
Mit Reiserädern ging‘s auf einer Route los, die Franz Graf (er war schon zweimal mit dem Bike in Montlouis) ausgesucht hatte. Trotz Navi  packte er zusätzlich eine Landkarte ein, die den Dreien gute Dienste leisten sollte. Quartiere wurden nicht reserviert. »Wir wollten ganz spontan bleiben«, erklärt Graf. Neben Hotels genossen sie auch die Gastfreundschaft in  Privatunterkünften. Diese seien, da familiär, viel schöner, sagt Huber, der verrät: »Um eine Unterkunft zu finden, verließen wir uns auf die guten Sprachkenntnisse von Franz Graf.« 

So hatten sie bei einem der wenigen Regeschauer auf einem Bauernhof Unterschlupf gesucht,  Graf kam mit dem Bauern ins Gespräch und als der Regen aufgehört hatte,  hatte man schon den nächsten Tipp für eine Unterkunft. Neben den Erlebnissen in der Natur (auf der Strecke  durch einen Wald bekamen die drei Brunftrufe des Wildes zu hören) waren die menschlichen Begegnungen, darüber sind sich die drei einig, das Schönste auf der Tour. Einmal drückte ihnen mitten im Nirgendwo  ein Franzose eine Wasserflasche in die Hand und stets rief man ihnen »bonjour« zu.

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Die Appenweierer hatten mit Gegenwind zu kämpfen, auf einer Mountainbike-Strecke mussten sie quer liegende Baumstämme, auf einer anderen Route Schlaglöcher und Bahnlinien überqueren.  Das verlangte dem Trio einiges an Durchhaltevermögen ab.  Dank der Landkarte fand man aber immer schnell eine Ersatzstrecke. Kurz vor dem Ziel besuchten die Radler das Schloss Chambord, das größte und prächtigstes aller Loire-Schlösser.

Ohne Platten

Die letzten Kilometer wurden sie von einer Radgruppe aus Montlouis begleitet und kamen schließlich ohne Platten, Pannen oder Verletzungen und überpünktlich in Montlouis an, denn das Empfangskomitee hatte noch nicht mit ihnen gerechnet. 
Von der Gastfreundschaft in Montlouis sind die drei einfach überwältigt: »Wir wurden nach Strich und Faden verwöhnt.« Für Stephan Huber und Franz Laible ging es mit dem Bus wieder gen Heimat, während sich Franz Graf noch als einsamer Fernradler eine weitere Woche auf den Weg bis zur Mündung der Loire machte.

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