Preissteigerung

Oppenau bezieht Strom direkt an der Börse

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24. Juli 2019
Die Straßenbeleuchtung in Oppenau, auf dem Foto eine Straßenlaterne in der Straßburger Straße, ist nach Angaben des Bürgermeisters größter Stromverbraucher unter den kommunalen Verbrauchsstellen.

Die Straßenbeleuchtung in Oppenau, auf dem Foto eine Straßenlaterne in der Straßburger Straße, ist nach Angaben des Bürgermeisters größter Stromverbraucher unter den kommunalen Verbrauchsstellen. ©Simon Allgeier

Die Stadt Oppenau kauft den Strom für die kommunalen Abnahmestellen über den Dienstleister EWO direkt an der Strombörse. Seit der letzten Preisfixierung für die Jahre 2018 bis 2019 sei die Preisentwicklung zunehmend schwankend gewesen, » der Preis ist insgesamt ständig gestiegen«, erläuterte Bürgermeister Uwe Gaiser. 

Strompreise zwischen 4,59 Cent/kWh und 4,739 Cent/kWh werden derzeit für den Zeitraum 2020 bis 2022 an der Strombörse aufgerufen. Dieser Preis, der einen kleinen Teil des Gesamtpreises ausmache habe sich im Verlauf des Jahres 2018 nahezu verdoppelt. 

Der Gemeinderat hat festgelegt, dass mit einem Preisaufschlag ausschließlich Ökostrom für kommunale Zwecke eingekauft wird.

Bisher hat Oppenau seinen Strom an einem Stichtag fürs gesamte Jahr gekauft. Das habe in den Jahren 2012 bis 2019 Preisvorteile und Einsparungen ermöglicht. Aufgrund der Schwankungen, so Gaiser, soll künftig der Strom an sechs verschiedenen Terminen im Jahr gekauft werden. Bei einem Jahresstromverbrauch von 885 000 kWh kalkuliert die Stadtverwaltung mit jährlichen Stromkosten von knapp 50 000 Euro für die Jahre 2020 bis 2022, lediglich bezogen auf den Arbeitspreis. Vergleichsgröße für 2019: hier waren knapp 26 000 Euro fällig. Dennoch, erläuterte Gaiser, werde die Stadt den Strom günstiger beziehen als Privatkunden.

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Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, den bestehenden Stromlieferungsvertrag mit der EWO um drei Jahre bis Ende 2022 zu verlängern.

Gaiser ergänzte, dass bei der Umstellung auf LED-Leuchten gerade die vierte Tranche bearbeitet werde. Die Straßenbeleuchtung sei der größte Stromverbrauchsposten.

Klaus Schmiederer (CDU) schlug vor, in den kommenden Jahren eine Planung zu entwickeln, wo die Stadt selbst Strom produzieren könne, um die Beschaffung reduzieren zu können. Die Installierung von Photovoltaikanlagen, beispielsweise auf dem Schuldach, könne die Stadt selbst übernehmen oder einen Betreiber beauftragen. »Wir werden uns mit dem Thema beschäftigen, wenn wieder Vollbesetzung im Amt ist«, versprach der Bürgermeister.

Der Gemeinderat bestellte Gerhard Rauscher (UWO) und Ortsvorsteher Hubert Treyer zu Mitgliedern des EWO-Beirates. Astrid Huber (CDU) und Ortsvorsteher Martin Springmann übernehmen die Stellvertretung.

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