Achern

Orientalisches Märchen unter freiem Himmel im Illenau-Wald

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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01. August 2016
Der Räuber ist gefangen, links die Räuberbande, rechts Ali Baba: So stellt sich das neue Märchenstück des Illenau-Theaters im Eiskellerwald dar.

Der Räuber ist gefangen, links die Räuberbande, rechts Ali Baba: So stellt sich das neue Märchenstück des Illenau-Theaters im Eiskellerwald dar. ©Regina de Rossi

Es ist ein Märchen für Jung und Alt, das das Illenau-Theater Achern zu ihrem diesjährigen Sommermärchen gekürt hat. Ali Baba und die 40 Räuber tummeln sich noch diese Woche nach der Premiere am Wochenende im Eiskellerwald und machen ihn unsicher. 

Alisan Erdogan, zuständig für Text und Regie,  hat mit dem Eiskellerwald die passende Kulisse für sein Stück »Ali Baba und die 40 Räuber« gefunden. Seine bunt gekleideten Darsteller in langen Gewändern oder pumpigen Hosen, die Haare unter einem dicken Turban versteckt,  bringen einen Hauch von Orient ins Grün-Braun des Waldes und sorgen nicht nur für Spannung, sondern regen kräftig zum Nachdenken an.

Der böse Bruder

Flora Graf und Ida Tisch agieren als Gaukler Mustafa und Aysa. Flink und behände springen sie durch den Wald, obwohl der Hunger sie gar schrecklich plagt. Ali Baba, den Klara Kininger mit kräftiger Stimme und sehr präsent als Sympathieträger verkörpert, gibt ihnen gerne etwas aus seinem Korb, dessen Inhalt er bis am Abend verkauft haben muss. Darauf achtet sein großer Bruder Kasim (Jonathan Schindler) und dessen Frau Samia (Anne-Sophie Behrle). 
Sie haben den Bruder Karims, Ali Baba, um dessen Erbe betrogen und spielen diese  Ignoranz und Bosheit so vortrefflich, dass die Kleinen in der ersten Reihe sie so gar nicht mehr mögen. Angst aber bekommen sie ein bisschen, als sich die Räuberbande mit kräftigem Donner und Hufgetrampel aus dem Wald ankündigt. Zum Glück sitzen die Großen hinter ihnen und es wird schnell klar: Auch der Räuberhauptmann Hadi (Axel Götz ist perfekt für diese Rolle ausgewählt) ist besiegbar.

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Mit List und Tücke

Ali Baba muss ein wenig List und Tücke anwenden, um an den Schatz zu kommen. Doch, soll man das, was man hat, nicht mit denen teilen, die nichts haben? »Doch«, kommt es von feinen Kinderstimmen aus dem Publikum und die Botschaft ist verstanden: Gutes tun, gerecht sein und dann winkt einem am Ende nicht nur der Dank der Armen im Dorf, sondern auch die Liebe. 

Während die bunte Räuberbande mit Tamara Hagemann, Sofia Friedmann und Nina Morhard das Waldleben kräftig in Aufruhr bringt, Kasim als Esel und Samia als gackerndes Huhn ihr künftiges Dasein fristen müssen und Sultan Abbas, alias Regisseur Alisan Endogan, mit seiner Nichte Hürrem (Tiffany Back) dem Ganzen den letzten orientalischen Feinschliff verpasst,  winkt für Ali Baba am Ende ein Leben an der Seite der schönen Sklavin Mahtab (Lisa Graf).

Ein wunderschönes, fröhliches aber auch nachdenkliches Stück, das die Kinder verstehen und sich einklinken können in eine Welt, die einerseits so ganz anders anmutet, schnell aber in den Alltag übertragen werden kann, der Kleinen und der Großen.

Stichwort

Aufführungen

Heute, Dienstag, am Mittwoch sowie am Freitag, Samstag und Sonntag diese Woche gibt es weitere Aufführungen von Ali Baba und die 40 Räuber« ab 17 Uhr im Eiskellerwald.rdr

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