Jugendfeuerwehrtag

Ottenhöfener Nachwuchs lernt breites Einsatzspektrum kennen

Autor: 
Hilmar Walter
Lesezeit 3 Minuten
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21. Oktober 2019

Vielfältige Aufgaben hielt der 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag in Ottenhöfen bereit: Zur Querung der Ruhesteinstraße errichtete die Jugendfeuerwehr mit Hilfe der gestandenen Feuerwehrleute eine Schlauchbrücke. ©Hilmar Walter

Von der Personenrettung über die Brandbekämpfung bis zum klassischen Fehlalarm erhielt die Ottenhöfener Jugendfeuerwehr interessante Einblicke in den Arbeitsalltag der „Großen“ – und das geballt in einem 24-Stunden-Zeitraum.
 

Einen aufregenden 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag erlebte der Nachwuchs der Jugendwehr mit ihrer Jugendfeuerwehrwartin Sabrina Faist am Wochenende. Am Freitagnachmittag wurde bereits das Schlaflager im Gerätehaus eingerichtet, bevor die jungen Floriansjünger um 18 Uhr zum ersten Einsatz zu einem simulierten Waldbrand auf der „Günseck“ in Furschenbach gerufen wurden.

Nach einer kurzen Pause gab es um 21 Uhr den nächsten Alarm: Nun musste eine unter einem Wagen eingeklemmte Person auf dem Pius-Hof in Furschenbach befreit werden. Außerdem wurden vier Kinder vermisst, und an einem Traktor entstand eine starke Rauchentwicklung. Nachdem auch diese Aufgaben erfolgreich gelöst wurden, boten die Betreuer um 23.30 Uhr eine Fackelwanderung an. An eine ruhige Nacht war aber auch danach nicht zu denken: Kurz nach 2 Uhr gab es einen Alarm in der Erwin-Schweizer-Schule, der sich vor Ort aber als Fehlalarm herausstellte. Die Personensuche führte zu keinem Ergebnis, parallel wurde aber die Einsatzstelle ausgeleuchtet. 

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Schon bald nach dem Frühstück schlug die Brandmeldeanlage der SWEG-Werkstatt an. Vor Ort trafen die jungen Feuerwehrleute einen verrauchten Pausenraum an. Eine Person musste daraus gerettet werden, während eine weitere mit einer Rückenverletzung in der Montagegrube lag. 

Übung hatte es in sich
Der restliche Vormittag wurde genutzt, um die Einsatzfahrzeuge und die Gerätehalle zu säubern. Nach dem Mittagessen klangen die anstrengenden 24 Stunden mit einer Abschlussübung, die es nochmals in sich hatte, aus: Im Autohaus Haas in der Ruhesteinstraße stellten zwei Lehrlinge ein Auto hinter der Werkhalle ab und bemerkten dabei, dass vom Schweißen noch ein Glutnest am Wagen war und sich starker Rauch verbreitete. Bei dem Versuch, den Brand zu löschen, erlitten sie eine starke Rauchvergiftung. Mit dem Löschfahrzeug LF 10/6 wurde die Unfallstelle angefahren und gleich mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung begonnen. Parallel dazu bauten die Teams vom LF 8 und dem Mannschaftstransportwagen die Wasserversorgung aus der Acher vom Wehr der Firma Moser auf. Die Löschwasserleitung wurde auf dem Gehweg zwischen Acher und Ruhesteinstraße bis zum Autohaus Haas hochgelegt. Dort musste zur Überquerung der Straße die Schlauchbrücke aufgebaut werden, um das LF 10/6 mit weiterem Löschwasser zu versorgen. Die Verkehrsregelung an der Hauptstraße übernahm Udo Tetzlaff vom Polizeirevier Achern-Oberkirch. 

Tobias Schackowsky fand als Vertreter des Abschnitts 1 der Jugendfeuerwehr im Ortenaukreis bei der Schlussbesprechung lobende Worte für die Übung. Auch Gemeinderat Bernd Bäuerle lobte als Vertreter von Bürgermeister Hans-Jürgen Decker den Nachwuchs und alle unterstützenden Kräfte der Feuerwehr.

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