Neue Wachstumssparten

Papierfabrik Koehler investiert eine halbe Milliarde Euro

Autor: 
red/pak
Lesezeit 3 Minuten
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16. November 2018

Die Papierfabrik Koehler investiert in ihre Standorte Kehl und Oberkirch. Unser Bild zeigt Stefan Karrer (Technischer Vorstand), Joachim Uhl (Werkleitung Kehl) und Christoph Müller-Stoffels (Leiter Marketing & Kommunikation). ©Papierfabrik Koehler

Die Papierfabrik Koehler will  eine halbe Milliarde Euro investieren. Mehr als die Hälfte davon geht in den Bereich "Flexible Packaging".

Nach dem aktuellen Beschluss des Aufsichtsrats der Papierfabrik August Koehler SE wird der weltweit tätige Papierspezialist bis zum Jahr 2020 rund eine halbe Milliarde Euro in Wachstum investiert haben. "Wir tun das aus einer Position der Stärke heraus sowie einer sehr guten Geschäftsentwicklung in der Vergangenheit", erläutert Kai Furler, Vorstandsvorsitzender des Familienunternehmens. Mehr als 300 Millionen Euro fließen dazu in den Produktionsstandort Kehl. Mehr als 100 neue Arbeitsplätze schafft Koehler dort in den kommenden zwei Jahren.

Die Hauptinvestition wird in eine technologisch weltweit führende Spezial-Papiermaschine mit Yankee-Zylinder erfolgen. Die separate Streichmaschine wird mit modernsten multiplen Streichauftragstechnologien ausgestattet, um  Marktsegmente im flexiblen Verpackungsbereich mitzugestalten. Die Gesamtkapazität wird deutlich über 100 000 Tonnen pro Jahr liegen. Das sei ein klares Bekenntnis zu Papier und Pappe, sagt Vorstandsvorsitzender Kai Furler, und gleichzeitig das größte Einzelinvestment in der 210-jährigen Unternehmensgeschichte.

Koehler will nachhaltiges Wachstum

Koehler gehört laut einer Pressemitteilung zu den Weltmarktführern bei Thermopapieren und ist führend auch bei Spezialanwendungen wie Spielkarten oder Bierglasuntersetzern. "Unser Portfolio ist profitabel, breit aufgestellt und auf weiteres Wachstum hin ausgerichtet", sagt der Vorstandsvorsitzende Kai Furler. Das solle auch durch die Investitionen weiter unterstützt werden. Man habe  nach Perspektiven für ein nachhaltiges wie volumenstarkes Wachstum gesucht. Hier sei man im Zukunftsmarkt "Flexible Packaging" fündig geworden.

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Ob Schokoriegel, Puddingpulver oder Müsli – um das Produkt herum sind heute meistens Kunststoffverpackungen. Zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit oder zum Beispiel Schutz vor Feuchtigkeit sind Barriere-Eigenschaften notwendig. Koehler wird den Fokus auf papierbasierte flexible Verpackungslösungen setzen. Damit könne dazu beigetragen werden, umweltschädliche, nicht nachhaltige Stoffe deutlich zu verringern.

Technischer Vorstand: "Klare Vorreiterrolle"

Stefan Karrer, Technischer Vorstand, beschreibt die aktuelle Situation: "Es sind die Kundenforderungen, die hier den Markt bestimmen. Der Trend geht hin zu nachhaltigen Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Koehler stellt sich dieser Herausforderung und wird mit seiner Technologie eine klare Vorreiterrolle einnehmen, die international kaum zu schlagen sein dürfte."

Im Zuge der umfangreichen Vorbereitungen ist bereits ein Expertenteam bei Koehler etabliert worden. Auch die Planungen für den Maschinenbau sind im Wesentlichen abgeschlossen. Erste Planungen mit Markenproduzenten und Verarbeitern sind bereits erfolgt.

Koehler Flex Pack wird in weniger als zwei Jahren an den Markt gehen. Das besondere an der neuen Anlage ist, dass Koehler damit, je nach Kundenanforderung, verschiedene funktionale Oberflächen flexibel herstellen kann. Die neue Maschinentechnologie eignet sich auch für den Thermopapierbereich, sodass eine wachsende Nachfrage in diesem Bereich zusätzlich befriedigt und die Maschine vom ersten Tag mit hoher Auslastung gefahren werden kann.

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