Staffellauf der Nachhaltigkeit

Papierfabrik Koehler und Demeterhof Wilhelm ausgezeichnet - prev

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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17. Mai 2021
Staffellauf für Nachhaltigkeit kam auf dem Demeter-Hof Wilhelm an. Unser Bild zeigt von links Alexandra und Sven Wilhelm, Haslachs Ortsvorsteher Jürgen Mußler, Helga Decker und Regine C. Henschel.

Staffellauf für Nachhaltigkeit kam auf dem Demeter-Hof Wilhelm an. Unser Bild zeigt von links Alexandra und Sven Wilhelm, Haslachs Ortsvorsteher Jürgen Mußler, Helga Decker und Regine C. Henschel. ©Peter Meier

Der Staffellauf der Nachhaltigkeit legte am Donnerstag zwei weitere Etappen in Oberkirch ein. Dabei wurden Erzeuger ausgezeichnet, die sich vorbildlich im Sinne der Nachhaltigkeit engagieren.

Natürlich wird der Staffelstab beim Staffellauf der Nachhaltigkeit auch auf nachhaltige Weise transportiert. Witterungsbedingt traf Jochen Hättig, der Geschäftsführer der Ölmühle Walz, die vor drei Wochen als erster vorbildlich nachhaltiger Betrieb im Renchtal ausgezeichnet wurde, nicht mit dem Skateboard, sondern mit dem Fahrrad am Verwaltungsgebäude der Papierfabrik Koehler SE ein. Hier wurde er von Nachhaltigkeitsmanager Jens Kriete begrüßt, dem er den Staffelstab überreichte.

„Nachhaltigkeit ist bei Koehler ein sehr wichtiges Thema“, betonte Kriete. Angesichts der weltweiten Tendenz zu verantwortungsbewussten Verpackungslösungen setze die Koehler-Gruppe auf „flexible Verpackungspapiere“. Die Anwendungen reichen hier von Beuteln und Tüten über Suppenbeutel bis zu Joghurtbechern und Mehltüten. Dafür investierte Koehler über 300 Millionen Euro in eine neue, speziell für solche Papiere konzipierte Anlage in Kehl. Der große Vorteil dieser Papiere im Vergleich zum Kunststoff ist die Basis aus nachwachsenden Rohstoffen, außerdem können sie problemlos wieder dem Papier-Recyclingkreislauf zugeführt werden. Ziel sei es, so Kriehle, dass in Zukunft weniger Kunststoffverpackungen verwendet werden.

Recycelbare Kassenbons

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Als zweites Beispiel für Nachhaltigkeit nannte er das neue umweltfreundliche blaue Thermopapier, das vor allem bei Kassenbons Verwendung findet. Da es als ökologische Alternative keinen chemischen Farbentwickler enthält, kann es problemlos recycelt werden. Zum Portfolio gehört als neue Unternehmenssparte die Koehler Renewable Energy, die seit ihrer Gründung 2012 zahlreiche Projekte im Bereich Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Kraftwärmekopplung umgesetzt hat. Dass auch lokal sehr viel im Sinne der Nachhaltigkeit geleistet wird, zeigte Koehler-Umweltbeauftragter Rolf Peter. So werden, um die Mitarbeiter zu sensibilisieren und zu motivieren, bereits in der Ausbildung praktische Umweltprojekte eingebunden, von Bachpatenschaften über Streuobstwiesen bis zum Anlegen eines Eidechsen-Refugiums.

Rolf Peter brachte den Stab dann per Elektromobil nach Oberkirch-Haslach zum Demeterhof von Sven und Alexandra Wilhelm. „Wir sind stolz darauf, so einen Betrieb in Haslach zu haben“, betonte Ortsvorsteher Jürgen Mußler. Sven Wilhelm bewirtschaftet den 1805 erstmals erwähnten Betrieb in sechster Generation. Nach der Übernahme im Jahr 2010 stellte er 2018 auf die biodynamische Wirtschaftsweise nach den Demeter-Richtlinien um und machte aus dem klassischen Obstbaubetrieb einen Hof mit Schwerpunkt Gemüse sowie Obst- und Weinbau. Auf einer Fläche von sechs Hektar werden in 103 Gewächshäusern unter anderem Paprika und Tomaten, Auberginen, Schlangen- und Vespergurken sowie Wassermelonen angebaut. Gut ein Dutzend ukrainische Erntehelferinnen sind derzeit im Einsatz, dank einer Kooperation mit der Nationalen Universität für Gartenbau in Uman überwiegend Studentinnen der Agronomie und Ökologie.

Musterregion initiiert

Die Vorsitzende des Gemeinwohl-Forums Baden, Raphaela Riedmiller-Kuttnich-Wicht, nutzte die Gelegenheit, die wichtige Rolle von Wilhelm in der Bio-Musterregion herauszustellen – als Initiator und Mitbegründer. Den Abschluss bildete die Übergabe des Staffelstabes durch Mußler und Wilhelm an Yannik und Karl-Heinz Kutz vom Radsportverein Staubwolke Haslach. Sie brachten den Stab nach Durbach zum Bio-Weingut Glanzmann.

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