Achern

Paul Droll wird 70: Mit Beharrlichkeit und Gottvertrauen

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2016

Ein Schlaganfall im Februar 2015 änderte das Leben des früheren Acherner Schulleiters Paul Droll. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag ©Michael Karle

Seinen 70. Geburtstag feiert heute, Samstag, Paul Droll, der frühere Leiter des Acherner Gymnasiums und Streiter für den Erhalt der Illenau. 
 

26 Jahre stand der Jubilar vor allem als engagierter und erfolgreicher Leiter des Gymnasiums im Mittelpunkt, wirkte ab 1986 als Nachfolger von Egon Stiegeler an den Entwicklungen der Schule mit, deren Bild heute selbstverständlich scheint. »Das Gymnasium ist deutlich größer geworden, aber viel mehr noch haben sich die Inhalte verändert«, schmunzelt Paul Droll, der 2012 als Oberstudiendirektor mit großen Würdigungen in den Ruhestand verabschiedet wurde. 
Als Schulleiter des Gymnasiums hatte der heutige Jubilar auch Funktionen auf Landesebene, war unter anderem ein wertvoller Berater für die Kultusminister Annette Schavan und Helmut Rau. Als Paul Droll im Februar 2015 durch einen schweren Schlaganfall »aus dem bisherigen Leben gerissen« wurde, wie er heute sagt, hatte er sich bereits höchst aktiv, aber auch mit Bedacht, zielgerichtet und erfolgreich an neue Aufgaben im Ruhestand gewagt. »Ich wollte mich im kirchlichen Bereich für die Bildung engagieren und auch die Geistlichen meiner Liebfrauengemeinde etwas entlasten«, denkt Paul Droll zurück. 

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Geschätzter Seelsorger
Wurde er in dieser kurzen Zeit einerseits zum geschätzten Seelsorger, der Menschen bestattete und ihre Angehörigen beim Abschiednehmen unterstützte, so begeisterte Paul Droll in seiner neuen Bildungsaufgabe auch die Entwicklung der Reihe »Gott und Welt«. Insgesamt viermal hatte er hochkarätige Gäste im neuen Josefshaus zu Gast: Theodor Dieter, Leiter des Ökumeneinstituts des Lutherischen Weltbundes, Clemens Börsig, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, Annette Schavan und Religionsphilosoph Bernard Casper. Besondere Werte liegen für Paul Droll auch in der Illenau-Entwicklung, wo er durch intensive Zusammenarbeit engagierter Bürger Bestes auf den Weg gekommen weiß.
Gleichwohl sind diese Ereignisse spätestens im Februar 2015 für Paul Droll zunächst in den Hintergrund getreten. »Ich hatte Monate der Rehabilitation. Der Rhythmus meines Alltags ist heute weitgehend durch Training von Körper, Geist und Sprache bestimmt«, sagt der Jubilar. 
Froh ist er besonders über seine Kinder und Freunde, die Anteil genommen haben und unterstützen. »Ich habe liebe Menschen um mich und freue mich über Möglichkeiten, wieder am öffentlichen Leben teilzunehmen.« Auch diese Zeit seines Lebens ist für Paul Droll durch Ziele und Arbeit gekennzeichnet. Den einschneidenden Veränderungen begegnet er mit einem guten Maß an Beharrlichkeit und Gottvertrauen.

Feier mit der Familie
Seinen Geburtstag feiert Paul Droll mit den Kindern Peter und Christina sowie Freunden. Besonders denken wird er an seine jung verstorbene Frau Ulrike, die er einst auf dem Abendgymnasium in Dortmund kennengelernt hatte. Vor der Familienzeit konnte Paul Droll mit ihr eine intensive Zeit des Studiums von 1969 bis 1976 in Freiburg erleben. Teilen konnte er mit ihr auch die Zeit vor 1986 in Kehl, wo Paul Droll am Einstein-Gymnasium als Deutsch- und Religionslehrer unter anderem mit Theaterprojekten aktiv war. 
»Ich hatte schon so viel Glück in meinem Leben. Zu meinem Geburtstag wünsche ich mir nichts Großes«, antwortet Paul Droll auf die speziellen Wünsche zum Siebzigsten. Gute Gedanken und Wünsche sind jedoch immer willkommen.

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