Bad Peterstal-Griesbach

Peterstaler Paar hilft auf den Philippinen

Autor: 
Fred-Jürgen Becker
Lesezeit 3 Minuten
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18. Februar 2016

Das Ehepaar Walter und Anke Huber aus Bad Peterstal-Griesbach war 2015 erstmals in der Gruppe, die ehrenamtlich der Bevölkerung auf Mindoro hilft. ©Foto: Privatarchiv Huber

Die in Armut lebende Bevölkerung auf Mindoro/Philippinen ist dringend auf eine derzeit fehlende medizinische Versorgung angewiesen. Als Helfer in der Not engagiert sich ein Ehepaar aus Bad Peterstal-Griesbach.
 

Das Ehepaar Walter und Anke Huber aus Bad Peterstal-Griesbach verbringt vom 19. Februar bis 12. März einen Teil seines Jahresurlaubs im freiwilligen und ehrenamtlichen Hilfseinsatz für die dringend notwendige medizinische Versorgung der Ureinwohner auf der westphilippinischen Insel Mindoro.

Wenn heute der große Airbus vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen über Hongkong und Manila in Richtung Roxas auf den Philippinen abhebt, dann befinden sich die Eheleute mit an Bord. Zusammen mit vier Ärzten, sechs Krankenpflegerinnen und -pflegern, einer Hebamme, einem Masseur und einem Medizinstudenten werden sie  auf die Insel Mindoro weiterreisen. Dort werden sie schon sehnlichst erwartet, um die dringendste medizinische Versorgung zu bewerkstelligen. 

Berufliche Verbindung

Das ganze Team hat vor vier Jahren den Verein  »Surgical Mission Saarland« gegründet. Anlass war die Nachricht vom verheerenden Monstertaifun 2012, der auf den Philippinen viele Menschenleben forderte und große Verwüstungen anrichtete. Der saarländische Arzt Dennis Borces, dessen Familie von den Philippinen stammt, fand bald ein Dutzend Kollegen und medizinisches Personal, das bereit war, vor Ort zu helfen. 

Durch die berufliche Verbindung zu einem  der Ärzte schloss sich auch die Operationsschwester Anke Huber dem Team an. Ihr Ehemann Walter ist als Masseur und medizinischer Bademeister ebenfalls als Helfer dabei.

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Im vergangenen Jahr leistete das Ehepaar seinen ersten Einsatz vor Ort. Die beiden waren tief beeindruckt von den ärmlichen Verhältnissen, die dort vorherrschten. Die tiefe Dankbarkeit und Freude derer, denen sie helfen konnten, bewog sie jedoch dazu, auch in diesem Jahr wieder in die Region zu fliegen, um dort ihren Beitrag im Team zu leisten. 

Mit im Gepäck haben sie eine großzügige Spende der Kolleginnen und Kollegen der Schlüsselbadklinik Bad Peterstal-Griesbach, wo Chefarzt Siegfried Wentz und Verwaltungschef David Ortmann das Projekt unterstützen.

Auf der Insel leben rund eine Million Einwohner. Nur eine Minderheit gehört den Ureinwohnern an. Sie sind besonders von Armut und  Hoffnungslosigkeit betroffen sowie vor allem von der bitter notwendigen medizinischen Versorgung abgeschnitten. Und gerade Ihnen will das Team um die Ärzte und Vorstände Dennis Borces und Christian Motsch helfen. 

Lebensrettende OPs

Die weltweit tätige Organisation German Doctors hat in Mindoro im Vorfeld schon die notwendigen Vorbereitungen getroffen und sorgt auch für die Nachbehandlung. 100 Patienten, die dringend eine lebensrettende Operation brauchen, wurden bereits ausgewählt. Es werden Weichteilbrüche, Geschwülste und gefährliche Schilddrüsenerkrankungen operiert. 

Zudem wird die Notfallversorgung übernommen. Um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wird das einheimische  medizinische Personal geschult, um es in die Lage zur Selbsthilfe zu versetzen.
Nach ihrer Rückkehr werden Walter und Anke Huber von ihrem Einsatz berichten.

Stichwort

»Surgical Mission Saarland«

Der Verein  »Surgical (chirurgische) Mission Saarland« finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Diese werden nach Angaben des Vereins für die Hilfsaktion und die medizinischen Geräte und Medikamente eingesetzt. »Dabei kommt jeder gespendete Cent gezielt an Ort und Stelle an«, heißt es in einer Mitteilung. Alle Mitglieder, die jetzt dabei seien und in den vergangenen Jahren dabei waren, opferten einen Teil ihres Jahresurlaubs und finanzierten ihren Flug und den Aufenthalt im Hotel aus eigener Tasche. 
Ihr einstimmiges Urteil hätten sie schon längst gefällt, heißt es in einer Mitteilung: »Unser Lohn ist die große Dankbarkeit, die uns von den Menschen dort entgegengebracht wird und die leuchtenden Kinderaugen, wenn wir ihnen geholfen haben.«

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