Mehrheit für neues Baugebiet

Platz für 10 Einzel- und 13 Doppelhäuser in Fautenbach

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
07. Dezember 2019

Noch vor Weihnachten könnte der Acherner Gemeinderat die Offenlegung des Bebauungsplans für das Kirchbühnd 2 in Fautenbach beschließen. ©Michael Karle

Eine gründliche Diskussion gab es im Fautenbacher Ortschaftsrat am Donnerstag zum Baugebiet »Kirchbühnd 2«. Am Ende stimmten acht Räte für den Entwurf des Bebauungsplans. Thomas Merkt war dagegen, Verena Huber enthielt sich. Beide kritisierten das zu kurzfristige Zuschicken der umfangreichen Unterlagen vor der Sitzung.

Ortsvorsteher Rainer Ganter begrüßte am Donnerstag neben Stadtplaner Rolf Bertram und Julia Brocke vom Planungsbüro fsp in Freiburg 25 Besucher, darunter zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiative »Talstraße-Mühlenstraße«.

»Das Verfahren zum Baugebiet Kirchbühnd 2 soll so transparent wie möglich sein. Wenn der Ortschaftsrat dafür stimmt, können Bauausschuss und Gemeinderat noch in diesem Jahr die Offenlegung beschließen«, führte Rolf Bertram aus. Julia Brocke erläuterte, wie sich die Planung mit Untersuchungen und Rückmeldungen entwickelt hat.

Beide angrenzenden Obsthöfe seien nicht mehr beeinträchtigt. Die Spritzmittelabdrift sei berücksichtigt und für den Verkehr in Mühlen- und Talstraße sei nur mit einer moderaten Zunahme zu rechnen. Die Höhe der an die untere Mühlenstraße angrenzenden Wohnhäuser hat man begrenzt auf eineinhalb Geschosse. Zudem sei der Abstand zur bestehenden Häuserreihe an der unteren Mühlenstraße erhöht. Stützmauern dürfen nur 1,50 Meter hoch sein.

Insgesamt habe man im gesamten Baugebiet Wand- und Traufhöhen auf jeweils konkrete Maximalwerte begrenzt. Im Baugebiet könnten laut Plan zehn Einzel- und 13 Doppelhäuser entstehen.

- Anzeige -

Insgesamt, so Brocke weiter, könne man von einer sehr lockeren Bebauung sprechen. Unproblematisch seien die Entwässerung und der Hochwasserschutz. Möglichst gering sei die Versiegelung, Laubbäume würden erhalten oder gepflanzt.
Anwohner kritisch

Kritisch waren Anwohner. Ob es Vorkehrungen für die Ököstrom-Erzeugung gebe, fragte einer. Ein Hausbesitzer aus der unteren Mühlenstraße sagte, er müsse aus seinem Wohnzimmer künftig eine 13 Meter hohe Mauer sehen; mit solchen Wohngebieten nähme man den Enkeln die Zukunft.

Ein anderer kritisierte die unzureichende Ausfahrt aus der oberen Mühlenstraße. Hier gebe es keine andere Möglichkeit, erklärte Stadtplaner Bertram. Zwei öffentliche Plätze im unteren und im oberen Bereich sollen aber für eine gute Anbindung des Baugebiets sorgen. »Wir müssen das erst gründlich anschauen,« meinte eine Anwohnerin.

Sachliche Debatte

Letzten Endes stimmte die klare Mehrheit für die Offenlegung. Rainer Ganter dankte für eine sachliche Diskussion.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

vor 6 Stunden
Journalist war in Oberkirch eine „Institution“
Er war Hallensprecher, dreifacher Stabhalter, liebevoller Vater, ein „Schaffer“ und Journalist mit Leib und Seele: Eine große Trauergemeinde hat am Freitag in Oberkirch Abschied von Fritz Bierer genommen. Der ARZ-Redakteur wurde nur 66 Jahre alt.
vor 9 Stunden
Ein Punkt bereitet Schwierigkeiten
Die Stadt Oberkirch will ein völlig neues Quartier mit 80 Wohneinheiten errichten lassen – sogar ein neuer Kindergarten ist eingeplant. Doch die Umsetzung wird an dem geplanten Ort wohl nicht einfach.
vor 15 Stunden
Lösung gesucht
Unhaltbar finden einige Gemeinderäte die Zustände am Gymnasium Achern: Dort frieren Schüler im Unterricht. Eine Lösung ist nun aber in Sicht.
vor 18 Stunden
Größte Investition der Gemeinde
Bevor Architekt Thomas Braun vom Architekturbüro Müller und Huber die Details zur Erweiter­ung des Kindergartens St. Josef am Dienstag dem Gemeinderat Lautenbach vorstellte, legte Bürgermeister Thomas Krechtler einige Informationen dar. Bei der Erweiterung des Kindergartens handelt es sich um die...
vor 20 Stunden
Ortenau Klinikum
Über 60 Personen kamen zur wöchentlichen Demonstration, zu der der Runde Tisch Krankenhaus Oberkirch jeden Donnerstag einlädt. Den Initiatoren geht es um den Erhalt des Oberkircher Kreiskrankenhauses und damit eine qualifizierte, medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Auch die Meldungen über...
vor 21 Stunden
Alte Bürgerschule im Gespräch
Ein Stadtmuseum fehlt Achern derzeit. Falls es in naher Zukunft eingerichtet werden soll, wäre das Haus in der Hauptstraße 4 ein potenzieller Kandidat.
vor 23 Stunden
Guter Zusammenhalt in Ödsbach
Der Wechsel an der Vereinsspitze der Trachtenkapelle Ödsbach, der vor einem Jahr vollzogen wurde,  klappte reibungslos.  Das wurde in der Jahreshauptversammlung am Sonntag in der „Krone“ deutlich. 
vor 23 Stunden
Hochkarätige Ehrungen
Neben dem Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr standen hochkarätige Ehrungen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Renchener Kirchenchors. Drei Sänger bringen es auf 175 Mitgliedsjahre.
vor 23 Stunden
Ausgezeichznet
Hochkarätige Ehrungen gab es beim Jahrestreffen des Honauer Kirchenchors im Foyer der Festhalle. Drei Sängerinnen bringen es in dem Verein auf insgesamt 185-jährige Mitgliedschaft.
vor 23 Stunden
Rheinau
In der Hauptversammlung des Lichtenauer Angelsportvereins waren drei Großbaustellen das bestimmende Ärgernis. Zudem wurde das Vorstandsteam einstimmig wiedergewählt.
vor 23 Stunden
Vorstand im Amt bestätigt
Der Wagshurster Kirchenchor St. Johannes veranstaltete im Pfarrheim seine Hauptversammlung. Dabei wurden seine Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
vor 23 Stunden
Parkverbot und Co.
Mit welchen Brennpunkten sich die Verkehrsschau im Februar auseinander setzen soll, war am Mittwoch Thema im Urloffener Ortschaftsrat. Dabei stand auch ein Halteverbot am südlichen Ortseingang zur Debatte.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -