Im Vorfeld der Lokalschau

Preisrichter bewerten Tiere der Rheinauer Züchter

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2018
Richter Theodor Böser aus Hambrücken bei Bruchsal bewertete das Zier- und Wassergeflügel der Freistetter Kleintierzüchter.

Richter Theodor Böser aus Hambrücken bei Bruchsal bewertete das Zier- und Wassergeflügel der Freistetter Kleintierzüchter. ©Ellen Matzat

Der Freistetter Kleintierzuchtverein richtet heute, Samstag, und am Sonntag, 14. Oktober, eine Lokalschau im Vereinsheim im Stierstall in der Zieglerstraße 22 aus. Zu sehen gibt es 138 Tiere vom Wassergeflügel über Hühner und Tauben bis zum Kaninchen.

Bereits am Donnerstagabend reisten die Züchter mit ihren Tieren an, damit diese am Freitag beurteilt werden konnten. Dem Zier- und Wassergeflügel auf dem Teich widmete sich Richter Theodor Böser aus Hambrücken bei Bruchsal. Er hatte beim Ziergeflügel 16 Paare in Wildfarbe, drei Fränkische Landgänse, vier Warzenenten sowie 20 weiße Zwergenten zu begutachten. 

Viele Merkmale

Beim Wildgeflügel wird auf die Artenreinheit, die typischen Merkmale der Art sowie auf das Paarverhalten geschaut, während beim Rassegeflügel nach dem jeweiligen Standard gerichtet wird. Dabei wird auf Schönheit, Kopfform, Gewicht, Tierform, Augen, Schnabel, Rassebesonderheiten und einiges mehr geschaut. »Das A und O ist bei allen Tieren allerdings die Gesundheit, Vitalität und Ausstrahlung«, betonte Preisrichter Werner Weschenfelder aus Bruchsaal, der sich den vier Tauben sowie 35 Hühnern und 36 Zwerghühnern jeweils in fünf Rassen und sechs Farben widmete. Preisrichter müssen eine dreieinhalb Jahre lange Schulung in Anatomie und Rassestandards absolviert haben. Weiter müsse man ein gewisses Fingerspitzengefühl haben und die Tiere der Jahreszeit entsprechend bewerten, erklärte Weschenfelder. 

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Alter ist wichtig

Wichtig sei auch, dass die Tiere fertig ausgereift und geschlechtsreif sind. Eine Henne sollte eigentlich bereits ein paar Eier gelegt haben. Rassegeflügel legt im Gegensatz zu Wirtschaftsgeflügel neben weißen und braunen Eiern auch grüne, violette und schokobraune Eier wie die Maran-Henne. Der Geschmack hänge allerdings mehr vom Futter als von der Farbe ab, erklärte der Fachmann. »Wenn die Tiere noch zu jung und unfertig sind, können wir sie nicht bewerten und sie gehen mit o.B. (ohne Bewertung) raus«, erklärte er. 

Die höchste erreichbare Punktzahl ist ein Vorzüglich mit 97 Punkten. Dies muss von zwei Richtern bestätigt werden und erreichen durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Tiere. Hervorragend ist ein Tier mit 96 Punkten, sehr gut mit 93 bis 95 Punkten, gut mit 91 und 92 Punkten, befriedigend und bedingt zur Zucht zugelassen mit 90 Punkten. »Alles darunter ist nicht zur Zucht geeignet und landet meistens im Kochtopf«, ergänzte Vorsitzender Rudi Hummel.

Am Freitagnachmittag bewertete Ulrich Prengel aus Bischweier die 19 Kaninchen in den Rassen Blauer Wiener, die bis vier Kilo auf die Waage bringen, und die kleineren Rassen Lohkaninchen schwarz und Kleinsilber havannafarben, die 2,5 bis drei Kilo wiegen. Zum Beurteilen wurde jedes Tier, bis auf das Wassergeflügel, aus dem Käfig genommen. Die meisten wurden für das restliche Wochenende nach dem Richten in Volieren umgesetzt. Für das Wassergeflügel und die Enten ist das zu viel Stress, sie wurden nur mit dem Auge beurteilt. Die Tiere können heute, Samstag, ab 17 Uhr sowie den ganzen morgigen Sonntag bis 18 Uhr bestaunt werden. 

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