"Fit durch den Sommer" in Oberkirch

Qi Gong dient dem Körper und der Seele

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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17. September 2019

(Bild 1/2) eltraud Kary (dritte von rechts) zeigt ihren Teilnehmern die Übung »meditativ stehen wie ein Baum«. ©Katharina Reich

Der Name ist Programm: »Fit durch den Sommer« heißt die neue Serie der ARZ, die einen Blick hinter die Kulissen der Fitnesskurse im Renchtal wirft. Heute: Mit Qi Gong den Energiefluss anregen.

Mittwochmorgens im Oberkircher Stadtgarten. Die Morgensonne strahlt durch die  hohen Bäume, ein sanfter Wind bringt frische Luft, die Vögel zwitschern und das Wasser des  Springbrunnens im Stadtgartenteich rauscht. Edeltraud Kary und fünf ihrer Kursteilnehmer  treffen sich zur Qi-Gong-Stunde. Mit über 2000 Jahre alten Übungen aktivieren sie den  Energiefluss in ihrem Körper und genießen dabei die wunderschöne Morgenstimmung in der Natur.

Ganz bewusst trifft sich die Gruppe draußen.  Die Übungen tragen besondere Namen. Mit »Das Qi umarmen« geht es los. Die gerundeten Arme  heben die Teilnehmer auf Schulterhöhe und machen Bewegungen, als würden sie mit ihren  Armen etwas einsammeln. Nach der Übung schütteln die Qi Gong-Schüler die verbrauchte  Energie ab. Weitere Übungen heißen »Der heilige Kranich streckt seine Klauen« oder »Spaziergang eines Helden«. Allen Übungen ist gemeinsam, dass die Bewegungen immer weich  und fließend sind. Das richtige Atmen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Für jedes Lebensalter

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Weil die Bewegungen so  sanft sind, eignen sie sich für jedes Lebensalter – auch für Senioren. Daher machen in der Oberkircher Gruppe auch zwei Frauen im Alten von Anfang 80 mit. Eine der Damen, die ihren  Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, beginnt jeden Morgen ihren Tag mit Qi Gong-Übungen – meist auf der Terrasse. »Die Bewegungen tun meinen Gelenken gut und danach fühle ich mich  fit«, sagt sie.

Herbert Heitt, einziger Mann in der Gruppe, hat Qi Gong von seinem Orthopäden  empfohlen bekommen, nachdem er zwei Bandscheibenvorfälle hatte. »Das ist ein optimaler  Ausgleich zu meiner anderen Sportart Tennis«, erklärt er.

Qi Gong dient nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele. Die Übungen regen den freien  Fluss der Lebensenergie – des Qi – an und erleichtern dadurch den Umgang mit Stress.  Edeltraud Kary macht seit 24 Jahren Qi Gong. Durch eine Lebenskrise ist sie zu der chinesischen  Meditations- und Bewegungsform gekommen. »Vor 24 Jahren war das noch sehr exotisch«,  berichtet die gelernte Reiseverkehrskauffrau schmunzelnd. Qi Gong hat sie auch deshalb  überzeugt, weil man es überall machen kann – am Meer genauso wie im Wald oder im  Hotelzimmer.

Mit den Übungen sei es möglich, zur inneren Mitte zu finden und die Kraft der  Natur aufzusaugen. Deshalb spricht Edeltraud Kary bei einer Übung auch von einer Energiedusche. So frisch geduscht starten die Qi Gong Schüler schließlich entspannt und fit in  den Tag.

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