Renchener Unternehmen hat Bedarf an Gewerbeflächen

Rat beschließt Erweiterung »Muhrhag Süd«

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
08. Dezember 2018

Eine Erweiterung des Bebauungsplan "Muhrhag Süd" ist beschlossene Sache. Damit kann ein Gewerbebetrieb seine Produktionsfläche erweitern. ©Peter Meier

Einstimmung beschloss Renchens Gemeinderat am Montag die Erweiterung des Bebauungsplan »Muhrhag Süd«. Grund dafür ist der dringende Bedarf an Gewerbeflächen eines Betriebes.

In der Sitzung am 22. Oktober hatte Renchens Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen baurechtlichen Schritte für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans für Flächen in den Bereichen der Gewerbegebiete »Muhrhag Süd« und »Zehn Jeuch« einzuleiten. Wie Bürgermeister Bernd Siefermann am Montag mitteilte, kam inzwischen ein weiteres ortsansässiges Unternehmen auf die Verwaltung zu und meldete seinen dringenden Bedarf an gewerblichen Bauflächen. 
Dies sei bedingt durch die technische Innovationskraft der Firma, so Bernd Siefermann. 
Die Änderung des Flächennutzungsplans bezieht sich auf den Bereich »Murhag Süd«, wo im Parallelverfahren eine Änderung und Erweiterung des Baugebiets durchgeführt wird. Der aktuelle Stand des Verfahrens zur zweiten punktuellen Änderung lasse es zu, die neue Flächenausweisung mit den bereits im Oktober beschlossenen Änderungen zu verbinden. »Wir freuen uns, dass es den Unternehmen im Ort so gut geht«, stellte der Bürgermeister deutlich heraus. Wichtig sei es nun, ihnen auch die Flächen zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.
Für die Bauverwaltung stellte Timo Knoll die betroffene Fläche von etwas mehr als einem Hektar vor, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wwerde, westlich der B3 liege und südlich an das Gewebegebiet »Ziegelweg-Muhrhag« anschließt. Die Erschließung sei über eine Verlängerung der Kniebisstraße nach Westen möglich. Zur technischen Ver- und Entsorgung könne das vorhandene Leitungsnetz genutzt werden. Wichtig sei es, so Knoll, den Abstand zum Wald von 30 Metern einzuhalten. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnten artenschutzrechtliche Maßnahmen für Vögel, Fledermäuse oder Zaun- sowie Mauereidechsen notwendig werden. Eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung sei dann im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens durchzuführen. Mit erheblichen Beeinträchtigungen der Schutzgüter Luft, Klima und Boden sei nicht zu rechnen.

- Anzeige -

Große Bedeutung

Für die Fraktionen hoben die Sprecher Wolfgang Bär (FWV), Werner Bär (CDU) und Heinz Schäfer (SPD) die Bedeutung der Ausweisung für die weitere Entwicklung des Betriebs ebenso hervor wie die artenschutzrechtliche Bewertung, die noch erfolgen soll. In jedem Fall mache es Sinn, diese weitere Fläche in die beantragte zweite Änderung des Flächennutzungsplans mit einzubeziehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
  • 15.02.2019
    Bars, Musik, Kostümprämierung
    Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
  • 13.02.2019
    Manufaktur für orthopädische Leistungen
    Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
  • 04.02.2019
    Offenburg
    Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
  • 03.01.2019
    Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

vor 9 Stunden
Brunnenbau mitten im Busch
Corinna Höfinghoff besucht derzeit wieder Ghana, wo der Renchener Kinder- und Jugendchor »Wirbelwind« ein Hilfsprojekt betreut. Mit ihr unterwegs sind Anny Spinner und Jule Burst.
An der Bürgerinformationsveranstaltung in der Renchtalhalle nahmen rund 50 Stadelhofener Bürger teil.
vor 12 Stunden
Bauarbeiten im Ortskern
Über die Planungen »Neubau Regenwasserkanal«, Umgestaltung Kirchplatz, Bauzeitenplan und Verkehrsleitung wurden am Mittwoch die Stadelhofener in einer eigenes anberaumten Bürgerinformationsveranstaltung in der Renchtalhalle umfassend in Kenntnis gesetzt.
vor 13 Stunden
ARZ-Geflüster
Das heutige ARZ-Geflüster beschäftigt sich mit Skatbrüdern, die für den guten Zweck spielen, Kulturstätten, die einst als Kino genutzt wurden und Zollamts-Investitionen, die verwundern.
vor 14 Stunden
Bürgermeister stellt sich den Fragen
Wie ist der Sachstand bei der Verwirklichung des Baugebietes »Langmatt Rötz II«? Dazu nahm Bürgermeister Dietmar Stiefel am Mittwoch im Ortschaftsrat Wagshurst Stellung.  
Karl Gieringer (links) und Heinrich Danner stehen ein weiteres Jahr an der Spitze der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderes Renchtal.
vor 14 Stunden
»Wir brauchen kein neues Bürokratiemonster«
Fallende Preise für Rundholz in Folge der Käfer- und Sturmschäden im vergangenen Jahr sowie die anstehende Forstreform: Gesprächsbedarf gab es bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderes Renchtal. 
Pfarrer Otto Doll aus Oppenau starb im Alter von 86 Jahren, 30 Jahre wirkte er in Rastatt.
vor 14 Stunden
Trauer um Pfarrer Otto Doll
Eine sehr  große Trauergemeinde erwies  am Dienstag Pfarrer Otto Doll i.R., der im Alter von 86 Jahren verstorben ist, die letzte Ehre. Der Verstorbene war durch sein engagiertes und aufgeschlossenes freundliches Wesen allseits geschätzt und beliebt.  
vor 14 Stunden
De Pankraz-Kolumne
Wenn seine Mitschükler mit irgend etwas Neuem aufwarteten und de Pakraz das auch gerne gehabt hätte, erhielt er von seinen Eltern eine Antwort, die es immer wieder zu hören gab. Dabei kommt ihm eine wichtige Erkenntnis.
vor 14 Stunden
MGV Renchen hat nur noch 17 Aktive
Trotz der auf 17 Aktive geschrumpften Zahl an Chormitgliedern überwogen in der Jahreshauptversammlung des MGV Renchen im »Löwen« Zuversicht und Optimismus. Sänger, Vorstand und Dirigent wollen sich den Herausforderungen stellen.  
vor 14 Stunden
Elektro Bär blickt auf 70-jährige Firmengeschichte
Wolfgang Bär gab im Rahmen der jährlichen Betriebsfeier von Elektro Bär einen Rückblick über die Arbeit und den Geschäftsverlau im vergangenen Jahr. Drei neue Mitarbeiter habe man eingestellt, damit könnten jetzt 33 Mitarbeiter und die Geschäftsleitung  auf ein 70-jähriges Betriebsbestehen...
vor 14 Stunden
Hohe Tagesverfügbarkeit
Dass die Sasbachrieder Feuerwehr sehr gut aufgestellt sei, erklärte Abteilungskommandant Heiko Zorn in der Hauptversammlung. Er regte dabei eine engere Kooperation mit benachbarten Wehren an.   
vor 21 Stunden
Was ist alles geplant?
Noch fehlt der krönende Abschluss der Illenau-Sanierung: Das Zentralgebäude soll einmal zum Schmuckstück werden.  
22.02.2019
Das "Gute-Kita-Gesetz"
5,5 Milliarden Euro hat der Bund Ländern, Kommunen und Eltern versprochen, um die Qualität der Betreuung in den Kindergärten zu optimieren. In Oberkirch ist noch nichts vom Geld angekommen. Die Elternvertreter haben schon klare Wünsche, was man noch verbessern könnte.