Oberkirch-Nußbach/Bottenau

Reiterprozession führt zur Wendelskapelle

Autor: 
Kurt Bayer
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2018
Auch die Besitzer von Pferdegespannen sind bei der Reiterprozession am 21. Oktober dabei, die von Nußbach zur Wendelskapelle führt.

Auch die Besitzer von Pferdegespannen sind bei der Reiterprozession am 21. Oktober dabei, die von Nußbach zur Wendelskapelle führt. ©Peter Meier

Das Wendelinusfest mit Pferderitt, Festgottesdiensten, Reiterprozession mit Pferdesegnung und Familien-Wallfahrtsfeier  prägen den Festsonntag am 21. Oktober in Nußbach und Bottenau. Zum Abschluss des Tages gibt es in der Kronguthalle Nußbach ein gemütliches Beisammensein. 

Historisch belegt ist, dass das Grab des heiligen Wendelin, der 617 starb,  schon früh im heutigen St. Wendel als Heilsstätte verehrt wurde und dass sich seine Verehrung rasch  im gesamten deutschsprachigen Raum ausbreitete.  In Nußbach-Bottenau ist die Wendelinusverehrung seit dem Jahr 1591 nachgewiesen. Ein  Lehensbrief der Herren von Neuenstein über den Fröschhof aus weist auf die Verehrung des Heiligen in einer Kapelle hin. 

Bis heute pilgern zahlreiche Menschen in der Wendelinuswoche zur  Wendelskapelle, wo täglich um 9 Uhr eine Wallfahrtsmesse gehalten wird.   Die Wendelinusoktav beginnt am Festtag des heiligen Wendelin, am 20. Oktober, dem Wallfahrtstag  der Gemeinde Bottenau. Das ist dieses Jahr der Samstag vor dem Festsonntag. Um 9 Uhr zelebriert  Pfarrer Lukas Wehrle in der Wendelinuskapelle in Bottenau den Eröffnungs-Festgottesdienst.  Anschließend weiht er dort, wo einst das Mesnerhaus stand, die neu geschaffene »Begegnungsstätte  St. Wendel« ein. Die Oktav endet am Sonntagabend, 28. Oktober, mit einem festlichen  Dankgottesdienst um 19 Uhr und einer Lichterprozession zur Judas-Thaddäus-Kapelle.  Der Festsonntag-Morgen beginnt um 9 Uhr mit den feierlichen Gottesdiensten. Das Hochamt mit  Predigt auf St. Wendel hält Pater Florian Maria Lim. Der Kirchenchor Bottenau singt unter der Leitung  von Christian Huber die »Missa parochalis« von Wolfgang Menschick. Die Orgel  spielt Gabriele Huber. In Nußbach hält Pfarrer Lukas Wehrle das Hochamt mit Predigt. Die musikalische Festlichkeit gestalten  der Kirchenchor Nußbach, der Kirchenchor Oberkirch, ein Soloquartett, ein Orchester mit Streichern,  Oboen, Trompeten, und Pauken. Als Hauptwerke erklingen die Missa in F von Anton Diabelli und »Dir,  Schöpfer des Weltalls« von W. A. Mozart. Dirigent ist Konrad Bayer, Organist Kurt Bayer. Durch das  Antreten der örtlichen Vereine wird die Bedeutung des Wendelsfestes unterstrichen.  

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Festsonntag

Am Festsonntag-Nachmittag beginnt um 14 Uhr die malerische Reiterprozession bei der Krongut-Halle  in Nußbach. Bei schönem Wetter stellen rund 160 Pferde die Pferdeprozession auf die Beine. Sie wird  von der Fahnengruppe und Wendelinusreiter Pfarrer Marcel Brdlik angeführt. Sie wird von  Musikvereinen begleitet und zieht von Nußbach aus zur Wendelskapelle hinauf.  Alle Pferde- und Ponybesitzer, Reitervereine, Reitergruppen und Besitzer von Pferdegespannen können teilnehmen.  Sie gelangen über die Erbstraße und Albert Schweitzer-Straße zur Straße »Am Sperrain«, wo ab 13 Uhr  die Aufstellung der Prozession stattfindet. Für Musik sorgen die Kapellen aus  Tiergarten, Nußbach und Bottenau.  Nach der Pferdesegnung um 14.30 Uhr auf St. Wendel wird um 15 Uhr eine  Familienwallfahrtsfeier gehalten. Die musikalische Umrahmung gestaltet  die Musikkapelle Bottenau.  Anschließend, um 16.15 Uhr, ist in der Kronguthalle Nußbach Gelegenheit zu einem gemütlichen  Beisammensein gegeben. 

Die musikalische Gestaltung übernimmt das Jugendorchester »YMC« unter der Leitung von Antonia Sester.  Am Montag ist der Nußbacher Wallfahrtstag. Die Musikkapelle »Harmonie«  führt eine Prozession an, die um 8 Uhr am Rathausplatz in Nußbach beginnt. An der Wendelinuskapelle  angekommen, beginnt ein Festgottesdienst, den die Musikkapelle musikalisch umrahmt.

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