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Achern

Rekordbesuch bei Acherner Neujahrsempfang?

Zum zehnten Mal findet der Acherner Neujahrsempfang in der Schlossfeldhalle in Großweier statt
11. Januar 2017
&copy Archivfoto: Andreas Cibis

Am Freitag, 13. Januar, findet der Acherner Neujahrsempfang bereits zum zehnten Mal in der Schlossfeldhalle in Großweier statt. Beim Empfang werden bis zu 600 geladene Gäste erwartet.

 Bis 2007 fand in Achern alljährlich der Neujahrsempfang als öffentlicher Stehempfang im Bürgersaal statt. Rund 200 Gäste verfolgten oft dicht gedrängt den Ausführungen des damaligen OB Reinhart ­Köstlin.

Seit der Ära Muttach ist nun der Neujahrsempfang in der Schlossfeldhalle Großweier beheimatet. Begrüßt werden geladene Gäste. »Mit der Einladung zum Neujahrsempfang will die Stadt ihren Einrichtungen, Organisationen und Institutionen Dank sagen für die geleistete Arbeit zum Wohl der Gesamtstadt und stattet diesen Dank stellvertretend den Vertretern derselben ab«, so OB Klaus Muttach auf Anfrage der ARZ. Der Umzug in die Schlossfeldhalle und die Beschränkung auf geladene Gäste sorgte in der Anfangszeit hier und da für Kritik.

Bereits zum zehnten Mal findet der Neujahrsempfang in ununterbrochener Folge in der Schlossfeldhalle in Großweier statt. Bei den vorausgegangenen Neujahrsempfängen seien in den Bürgersaal nur etwa 200 Personen gekommen, die zudem noch unbequem hätten stehen müssen, und wo sich das Programm oft auf die Rede des Oberbürgermeisters und sporadische Ehrungen beschränkt habe. 

Jetzt kämen jährlich über 500 Gäste. Und in diesem Jahr dürfte es bei knapp 600 bisherigen Anmeldungen sogar einen Rekordbesuch geben. Dies zeige, dass das neue Konzept deutlich größeren Zuspruch finde. »Bei der Stadtverwaltung gehen viele Rückmeldungen ein, die sowohl die Bequemlichkeit des Sitzens während der Veranstaltung, die Qualität der Beiträge wie auch die anschließende Möglichkeit zum ungezwungenen Gedankenaustausch, über den schon konkrete Projekte entstanden sind, loben«, meint der Oberbürgermeister.

An der Kapazitätsgrenze

Allerdings habe der große Zuspruch für das neue Konzept in der Schlossfeldhalle dazu geführt, dass die Stadt absolut an die Kapazitätsgrenzen ­gestoßen sei. 

Über 500 Gäste könnten im Bürgersaal nicht einmal annähernd untergebracht werden. Die Kapazitätgrenze liege – auch nach der Sanierung – bei knapp über 200 Gästen. 

Es müsste die Qualität der Veranstaltung oder der Kreis der Eingeladenen so weit reduziert beziehungsweise beschränkt werden, dass weniger Gäste kämen. Dies sei aber keine ernsthafte Option für die Stadtverwaltung. »Auch stünde dann die Bühne mit sehr guten Möglichkeiten für die unterschiedlichen Darbietungen wie in diesem Jahr beispielsweise der Projektchor nicht zur Verfügung«, verweist OB Klaus Muttach auf das kulturelle Programm. 

In kleineren Gemeinden mit einer überschaubaren Bevölkerungszahl stelle sich die Situation anders dar. Ab einer gewissen Größe wie beispielsweise auch bei dem Neujahrsempfang des Landkreises stelle sich diese Frage eines öffentlichen Empfangs aber schon gar nicht, erläutert der Oberbürgermeister.

Dieser verweist auf die zunehmende Reputation, die auch durch zahlreiche höchrangige Gäste zum Ausdruck komme. »So werden in diesem Jahr beispielsweise aus dem Bereich der Politik ein Mitglied der Landesregierung, Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie Oberbürgermeister, Beigeordnete und zahlreiche Bürgermeister der Region anwesend sein«, so OB Klaus Muttach, 
Nur wenige Bürger
Über 500 Einladungen werden von der Stadt ausgesprochen, der Großteil wird (teils mit Partner) angenommen. »Faktisch haben allerdings auch schon in früheren Zeiten, als der Neujahrsempfang noch im Bürgersaal stattgefunden hat, nach den mir vorliegenden Berichten, nur eine einstellige Zahl Bürger teilgenommen, die nicht persönlich eingeladen waren. Gerade in den Großen Kreisstädten, wo aufgrund größerer verfügbarer Hallenkapazitäten auch formal die Öffentlichkeit eingeladen ist, wird von dort Ähnliches berichtet«, merkt der OB abschließend an.

Autor:
Andreas Cibis

Info

Organisation

Die Federführung für die Einladung, Organisation des Neujahrsempfangs und dessen Durchführung liegt beim Büro des Oberbürgermeisters. In die Programmgestaltung bringt sich OB Klaus Muttach immer auch gern persönlich ein.