Eiserne Hochzeit

Resl und Karl Wittenauer feiern das 65-jährige Ehejubiläum

Autor: 
Heinz G. Huber
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juli 2018

Jung gefreut hat nie gereut: Karl und Resl Wittenauer , das eiserne Hochzeitspaar vor ihrem Rosengarten ©Heinz G. Huber

Das Hochzeitsauto war ein VW-Käfer, der Bräutigam musste seine Braut in Zusenhofen mit reichlich »Wegzoll« erkaufen. Gefeiert wurde in der Nußbacher »Linde« eine der letzten öffentlichen Hochzeiten. Heute begeht das Ehepaar Wittenauer das seltene Fest der  eisernen Hochzeit.
 

Karl und Resl Wittenauer stellen ein Stück Nußbacher Urgestein dar. Karl Wittenauer ist heute noch mit 87 Jahren bei den Nußbacher Dorfmusikanten aktiv und auch noch im Männergesangverein. Er gehörte 1993 zu den Begründern der Nußbacher »Rentnerband«, einer weithin bekannten Seniorenkapelle, die 20 Jahre lang bestand.
Resl Wittenauer ist seit vielen Jahren bei den Landfrauen und der Katholischen Frauengemeinschaft  Mitglied. Unvergessen sind ihre Fasentauftritte mit den Wäschweibern bei der Nußbacher  Dorffasent in den 70er und 80er Jahren, die an Originalität und Witz kaum zu überbieten waren. Ihr ganzer Stolz ist der herrliche Rosengarten, der Jahr für Jahr prächtig erblüht. In den 65 Jahren ihrer Ehe pilgerte das Paar 63 Mal nach Sasbachwalden zur Wallfahrt der Heiligen  Dreifaltigkeit.
Karl Wittenauer wurde 1931 als Sohn eines Nußbacher Straßenwarts in der Renchtalstraße geboren. 1951 trat er in die Papierfabrik Koehler ein; 42 Jahre lang bis zur Verrentung blieb er dem Unternehmen treu. Über 30 Jahre lang bediente er die Papierschneidmaschine. Sein  Strolchroller, den er 13 Jahre lang fuhr, brachte ihn pünktlich zur Schichtarbeit. Resel Wittenauer war 1932 in Zusenhofen zur Welt gekommen. Ihr Vater Wendelin Müller,  nach dem Krieg Bürgermeister von Zusenhofen, betrieb einen Obsthandel. Die schweren Körbe und Kisten mussten auf den Pritschenwagen und dann von dort auf der Bahnstation Zusenhofen  in den Eisenbahnwaggon verladen werden.
Das Ehepaar Wittenauer betrieb im Nebenwerb Landwirtschaft. Bis 1990 stand bei ihnen noch eine Kuh im Stall. Sie pflanzten Erdbeeren und Johannisbeeren, bis die Zertifizierungspflicht sie zum Aufgeben bewog. Das Paar feiert heute mit  seinen drei Söhnen und allen Familienangehörigen, mit dem Männergesangverein und den  Dorfmusikanten sowie der ganzen Gemeinde um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Sebastian einen Dankgottesdienst.

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