Hilfe, die ankommt

Rheinauer Verein HHK bringt jetzt auch Nähmaschinenprojekt ins Rollen

Von Stefan Bruder
Lesezeit 3 Minuten
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02. Dezember 2022
Bei einem Besuch im Montessori-Kindergarten Kibo schauten Vorsitzende Brigitte Schmidt (Zweite von rechts) und Volontärin Lucie Oechsle vom Rheinauer Verein "Helfende Hände für Kinder" (HHK) nach dem Rechten.

(Bild 1/2) Bei einem Besuch im Montessori-Kindergarten Kibo schauten Vorsitzende Brigitte Schmidt (Zweite von rechts) und Volontärin Lucie Oechsle vom Rheinauer Verein "Helfende Hände für Kinder" (HHK) nach dem Rechten. ©Roland Schmidt

Im ostafrikanischen Tansania zeigt der Rheinauer Verein "Helfende Hände für Kinder" Menschen einen Weg aus der Armut auf. Über Patenschaften werden dabei gezielt die Jüngsten unterstützt.

Rheinau/Lichtenau-Scherzheim. Der Verein "Helfende Hände für Kinder" wurde erneut bestens seinem Namen gerecht. Das wurde am Samstag in der Hauptversammlung im Scherzheimer Gasthaus Zum Rössel deutlich, wo Brigitte und Roland Schmidt als Vorsitzende beziehungsweise Kassenwart des 103 Mitglieder zählenden Vereins über die jüngsten Entwicklungen informierten. Das Memprechtshofener Ehepaar reist jährlich im Januar für mehrere Monate in das ostafrikanische Land, wo es sich am Fuße des bekannten Kilimanjaro-Berges in erster Linie um die rund 30 Patenkinder aus völlig verarmten Familien kümmert. Untergebracht in Kindergärten beziehungsweise Schulen rund um die Stadt Moschi, wächst der Nachwuchs in geordneten Verhältnissen auf, erhält Bildung und somit den Schlüssel für einen Weg aus dem Teufelskreis Armut. Für die Betreuungs- beziehungsweise Schulgebühren kommt der Verein auf. 

Willkommene Hilfe

"Die Bezahlung der Schulgebühren hatte gleich nach unserer Ankunft höchste Priorität", erklärte Brigitte Schmidt. Mit Volontärin Lucie Oechsle (19) hatten die Schmidts eine willkommene Verstärkung, die vor Ort interessante Einblicke in die Hilfsprojekte erhielt. Mit Videoclips und zahlreichen Bildern, für die Jahresbilanz aufwendig technisch zusammengestellt von Sohn Alexander Schmidt, verdeutlichte die Vorsitzende, welche Anschaffungen der Verein - von Schulbüchern, Kleidung bis hin zu Lebensmittelhilfen für die Familien der Kinder - tätigte.

"Bei einigen Familien unserer Kinder ist die Not sehr groß", berichtete Brigitte Schmidt und zeigte dabei beispielhaft die Lebensmittelübergabe an eine in einfachsten Verhältnissen lebende Mutter eines Patenkindes vor einer Lehmhütte. Dazu kamen vom Verein finanzierte Arztbesuche oder die Anschaffung von Brillen; bei einem Jungen war zudem eine Orthese nötig in der Hoffnung, damit eine Hüftoperation vermeiden zu können. Die Patenkinder kamen in der Versammlung mit auf English gerichteten Gruß- und Dankesworten an ihre jeweiligen Paten zu Wort. 

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Ein neues und mittlerweile sehr gut angelaufenes Vorhaben ist das Nähmaschinenprojekt. Nach vielen Fehlschlägen sei es gelungen, eine Fachkraft dafür zu finden, meinte die Vorsitzende. Hier lernen aktuell rund 20 junge Mütter, einfache Kleidung zu nähen und sich so ein Auskommen zu verdienen. Zudem erhalten sie einmal pro Tag ein vom Verein finanziertes einfaches Essen. "Das ist auch dringend nötig", verdeutlichte Brigitte Schmidt. 

Weitere Bilder zeigten unter anderem die Anschaffung einer neuen Lerntafel in einem Montessori-Kindergarten. Die Einrichtung erhielt zudem einige Säcke Hafermehl, aus dem für die Kinder ein ortsüblicher Brei zubereitet wird. Dabei zeigte sich hier wie auch bei anderen Projekten: Mit einfachen Mitteln erzielt der HHK konkrete Verbesserungen für viele junge Menschen. 

Detailliert listete Roland Schmidt die Ein- und Ausnahmen auf. Dabei wurde deutlich, dass die Schulgebühren in dem zuletzt von hoher Inflation heimgesuchten Staat erneut den größten Ausgabenblock ausmachen.

Wer den Verein mit einer Spende unterstützen oder Näheres über die einzelnen Projekte erfahren möchte, findet weitere Information unter

www.hhk-ev.de. 

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