Standort »Hohwacht«

Richtfunkmast in Bottenau wird geplant

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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20. Juli 2019
Ein Richtfunkmast wie am Bahnhof Oberkirch soll auf der »Hohwacht« aufgestellt werden.

Ein Richtfunkmast wie am Bahnhof Oberkirch soll auf der »Hohwacht« aufgestellt werden. ©Archiv: Rüdiger Keller

Neue Richtfunk-Mast-Anlage könnte in Bottenau erstellt werden auf der »Hohwacht«. Derzeit wird das gesamte Richtfunknetz im Schwarzwald ausgebaut. In einer Präsentation wurde der Ortschaftsrat in dieser Woche über das Projekt informiert.

Bereits eine Woche nachdem er sich in seiner neuen Besetzung konstituiert  hatte, trat der Bottenauer Ortschaftsrat erneut zu einer Beratung zusammen. Zwei interessante  Themen waren zu beraten: die Haushaltsmittel-Anforderungen für den Doppelhaushalt 2010/21 und  der Bau einer neuen Richtfunk-Mast-Anlage auf der »Hohwacht«. 
Gerade im Hinblick auf die Diskussion um Funkmasten und mögliche Strahlenbelastungen hatte  Ortsvorsteher Konrad Allgeier mit Besuchern aus der Bürgerschaft gerechnet, aber die Stühle im  Zuhörerbereich blieben leer. Stattdessen konnte er mit Michael Kopf und Christian Degenhardt von  der Firma Leitwerk (Appenweier) zwei Experten begrüßen, die ausführlich auf die Grundlagen der  geplanten Maßnahmen eingingen. 

Zunächst machte Allgeier deutlich, dass seit Jahren auf der  Hohwacht eine Anlage steht, die für den Betriebsfunk der Stadtwerke genutzt wird. Sie wurde immer  wieder ergänzt und erweitert, kam jetzt aber in statischer Hinsicht an ihre Grenzen.  

Witterungsbedingte Einflüsse wirkten sich zunehmend negativ auf die Übertragung der Daten aus, so  dass eine neue Richtfunkanlage auf einem stabileren Mast ins Auge gefasst wurde. In einer Präsentation stellte Degenhardt zunächst die Leitwerk AG mit ihren Standorten und  Tochtergesellschaften vor. 

Zweite Internetanbindung

Eine davon hat sich auf Richtfunkanlagen spezialisiert. Immer mehr  Unternehmen lagern ihre IT-Leistungen dezentral in Rechenzentren aus und nutzen die Möglichkeit,  ergänzend zum Breitbandanschluss eine zweite Internetanbindung per Richtfunk zu nutzen, was die  Übertragungssicherheit der Daten optimiert und die Vorteile des Richtfunks nutzt, beispielsweise die  symmetrischen Bandbreiten für Upload- und Downloadgeschwindigkeiten. 

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Da es sich um Punkt- zu  Punkt-Verbindungen handelt, liege die Strahlenbelastung bei einem Hundertstel eines Smartphones,  das ständig empfangsbereit ringsum auf 360 Grad abstrahlt. 

Die Firma sei derzeit dabei, das  Richtfunknetz für Mittelbaden und den Schwarzwald auszubauen, gemeinsam mit dem E-Werk  Mittelbaden entstehe hierzu ein zweites Rechenzentrum in Lahr. 

Rückfragen aus dem Ortschaftsrat gab es zur Technik, vor allem aber auch zu der geplanten Maßnahme  auf der Hohwacht. Etwas versetzt, mehr zum weg hin, werde ein neuer, stabilerer Mast gebaut, der  von der Höhe her nicht stärker in Erscheinung tritt als der bisher schon vorhandene Funkmast. 

Dieser werde nach  einer Übergangszeit von rund einem Jahr, die zur Umrüstung auf den neuen Mast gebraucht wird,  dann auch abgebaut, versicherte Kopf nach mehreren Fragen in dieser Richtung. Die neue Anlage  besteht aus einem Gittermast mit Zutrittsschutz, der Untergrund werde nicht betoniert, sondern sei  als »Schraubenfundament« später wieder abbaubar. 

Grundsätzlich gab der Ortschaftsrat in Bottenau einstimmig  »grünes Licht« für das Projekt, allerdings sind, darauf wies Allgeier ausdrücklich hin, noch ergänzende  Gespräche mit dem Bauamt erforderlich. 

Vereinbart wurde, dass Bauamt, Ortsverwaltung und Firma in Kontakt bleiben, um über den jeweils aktuellen Stand des Projekts informiert zu sein. Angedacht war,  die Maßnahme im 3. Quartal zu beginnen, schloss Kopf, das Projekt brauche eine Vorlaufzeit von zwei  Monaten. 

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