Ulmer Ortschaftsrat konstituiert sich

Roland Boldt als Ortsvorsteher vorgeschlagen

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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24. Juli 2019

Die ausscheidenden Ulmer Ratsmitglieder und die neu gewählten Volksvertreter, von links: Orstsvorsteher Roland Boldt, Dominik Sucher, Laura Bruder (beide neu im Gremium), Frank Sutterer und Martin Spraul (beide wurden verabschiedet, Tobias Schillinger (beratend) und Bürgermeister Bernd Siefermann. ©Peter Meier

In zwei Sitzungen des Ulmer Ortschaftsrates wurden am Montag zunächst Frank Sutterer und Martin Spraul aus dem Gremium verabschiedet, dann die neu gewählten Laura Bruder und Dominik Sucher verpflichtet. Roland Boldt wird dem Gemeinderat als Ortsvorsteher vorgeschlagen und Katharina Reinheimer als Stellvertreterin. 
 

Nach den Kommunalwahlen im Mai, die zu einer anderen Zusammensetzung des Ortschaftsrates führten, standen am Montagabend auch in Ulm zwei Sitzungen auf den Programm. Zunächst trat das Gremium in seiner bisherigen Zusammensetzung zusammen. Der letzte Beschluss betraf mögliche Hinderungsgründe für die neu gewählten Mitglieder des Ortschaftsrates. Einstimmig wurde festgestellt, dass solche Gründe nicht vorliegen und das neue Gremium damit seine Arbeit aufnehmen kann.

Abschied vom Gremium

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Zunächst waren noch zwei Mitglieder des Ortschaftsrates zu verabschieden. »Ich habe es sehr bedauert, dass ihr beide nicht mehr kandidiert habt«, wandte sich Ortsvorsteher Roland Boldt an Martin Spraul und Frank Sutterer. Bei Spraul machte er deutlich, dass dieser in seinen fünf Jahren im Ortschaftsrat viel mit bewegte, insbesondere bei der Vorbereitung des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« und für die 950-Jahr-Feier im Jahr 2020. Boldt war zuversichtlich, dass Spraul auch nach seinem Ausscheiden aus dem Gremium für den Ort aktiv bleiben wird. 
15 Jahre arbeitete Frank Sutterer im Ortschaftsrat mit und brachte seinen Sachverstand als Bauunternehmer ein. Boldt erinnerte unter anderem an das Projekt Pfarmättle, das die Handschrift von Frank Sutterer trägt. Gemeinsam mit Stadtgärtner Otto Maier entwarf er die Planung und war dann auch maßgeblich an der Umsetzung dieses nachhaltigen Projekts beteiligt. Verbunden mit Worten des Dankes überreichte Boldt beiden eine Ehrenurkunde und ein Präsent.

Es hat Spaß gemacht

Bürgermeister Bernd Siefermann hatte beide eine Woche zuvor aus dem Gemeinderat verabschiedet und würdigte noch einmal ihren Einsatz für die Stadt und die Ortschaft. Er sehe die Verabschiedung mit einem lachenden und einem weinenden Auge, betonte Sutterer. Trotz der oft schwierigen Themen und der auch kritischen Diskussionen habe die Arbeit viel Spaß gemacht. Leider sehen in der Bevölkerung im Ortschaftsrat eine Art »Ortspolizei«, die alles bestimmen und regeln kann. So sei es aber nicht, der Ortschaftsrat könne sich lediglich beratend tätig sein und sich für die Belange von Ulm einsetzen, die Entscheidungen fallen wo anders. 
Dann nahm der Ortschaftsrat in seiner neuen Besetzung am Ratstisch Platz, neu gewählt kamen Laura Bruder und Dominik Sucher dazu. Roland Boldt erklärte auch gleich, weshalb jetzt 11 Personen an der Beratung teilnahmen: zu den gewählten Vertretern des Gremiums kommt noch Tobias Schillinger, der als Ulmer bei der Kommunalwahl den Sprung in den Gemeinderat schaffte und nun auch ohne Stimmrecht, aber beratend an den Sitzungen des Ortschaftsrates teilnimmt. Mit der Verpflichtungsformel und per Handschlag durch den Bürgermeister nahm der neu gewählte Ortschaftsrat seine Arbeit auf und hatte auch gleich die ersten Beschlüsse zu fassen. In geheimer Wahl wurde Roland Boldt dem Gemeinderat als Ortsvorsteher vorgeschlagen, genau so klar und eindeutig war auch das Ergebnis für Katharina Reinheimer als Stellvertreterin. Boldt dankte für das Vertrauen und wünschte eine gute Zusammenarbeit zum wohl der Ortschaft, wobei jetzt zunächst einmal das Jubiläumsjahr 2020 ganz im Vordergrund stehe. 

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