Rüstige Jubilarin

Rosi Kaiser aus Diersheim feiert den 80. Geburtstag

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juni 2018

Rosi Kaiser aus Diersheim – im Bild mit Hund Juli – feiert heute ihren 80. Geburtstag. Seit 2006 trägt die rüstige Seniorin die Mittelbadische Presse im Dorf aus. ©Ellen Matzat

Fit wie eh und je blickt Rosi Karcher auf 80 Lebensjahre zurück. Die Jubilarin trägt in halb Diersheim die Mittelbadische Presse aus  und wird – wenn sie tatsächlich mal krank ist – schmerzlich vermisst.

Fit wie eh und je feiert Rosi Kaiser aus Diersheim heute, Montag, im Kreis ihrer Familie und engsten Freunden den 80. Geburtstag. Seit 2006 trägt sie allmorgendlich zwischen 4 und 6 Uhr die Mittelbadische Presse in halb Diersheim aus, geht zwei Mal wöchentlich ins Fitnessstudio und hat einen kleinen, fidelen Hund namens Juli, der sie auch auf ihren morgendlichen Touren begleitet. »Das allmorgendliche Zeitungaustragen wollte ich nicht missen«, lacht sie. 

Wenn sie um 6 Uhr nach Hause komme, sei sie wach und dann werde erst mal gefrühstückt, sagte sie. Das frühe Aufstehen macht ihr nichts aus, das ist sie von ihrem Job bei der Spedition, in der sie 40 Jahre gearbeitet hatte, gewöhnt. »Dort fingen wir um 7 Uhr an und ich musste, da wir schon immer einen Hund hatten, um 5 Uhr aufstehen«, erklärt sie. Sie hält ein Mittagsschläfchen, geht früh zu Bett.

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Seit 2005 in Diersheim

Da es ihre Tochter Regula Bächle der Liebe wegen nach Diersheim zog, folgte Rosi Kaiser ihr 2005. »Meine Tochter wünschte, dass ich komme, damit ich im Alter nicht allein bin«, lacht sie. Als sie eine passende Wohnung fand, stand dem Umzug von Lörrach nichts mehr im Wege, den Dialekt mit Schweizer Einschlag behielt sie allerdings. Rosi Kaiser steht nach wie vor mit beiden Beinen fest im Leben. Das Leben selbst in der Hand zu halten, ist sie seit Jahrzehnten gewöhnt. Ihre Tochter zog sie alleine auf. Da die Kinderbetreuungsangebote damals noch zu wünschen übrig ließen, hatte sie das Glück, viel Arbeit aus der Spedition mit nach Hause nehmen zu dürfen. »Ich hatte einen guten Chef«, ist sie heute noch dankbar. Tiere wie Meerschweinchen, Hamster, Katzen, Hunde und ihr Pferd Copavil bereichern das Leben der beiden Frauen. 

Rosi Kaiser besuchte ab der dritten Klasse die Volksschule, in den zwei vorhergehenden Jahren wurde die Schule als Lazarett genutzt, danach die Haushaltsschule. Als sie die Stelle in der Spedition in Aussicht gestellt bekam, besuchte sie noch ein weiteres Jahr die hohe Handelsschule. 1963 kam Tochter Regula zur Welt. Nach 40 Jahren in der Spedition schloss diese und Rosi Kaiser war arbeitslos, bis sie eine Stelle bei Takko fand, wo sie bis zur Rente blieb. Seither trägt sie Zeitungen aus. 
Neben ihrer Arbeit, Hund Juli und dem Aquarium gärtnert sie gerne, macht Kreuzworträtsel, geht wöchentlich mit den Strickfrauen aus und machte bis vor vier Jahren auch beim Preismaskenball mit. Bis vor einige Jahre bereiste sie ferne Länder und fuhr schon mit der transsibirischen Eisenbahn durch Russland. 

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