Ausgedient

Rückbau des Ringelbacher Rückhaltebeckens wird teuer

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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03. Dezember 2019

Sanieren oder zurückbauen – vor dieser Alternative steht die Stadt beim Rückhaltebecken Reichenbächle. ©Peter Meier

Auf Unverständnis stieß im Ringelbacher Ortschaftsrat, dass im Haushalt ein Rückbau des Rückhaltebeckens Reichenbächle mit Kosten in Höhe  von 300000 Euro aufgeführt war. 

Josef Bähr fragte gleich nach, ob dieses Becken je einmal genutzt  wurde und tatsächlich mit Wasser gefüllt war. Lediglich Ralf Ebert konnte sich dunkel daran erinnert,  dass da mal in seiner Jugendzeit tatsächlich Wasser stand. Und Bähr wunderte sich vor allem darüber, dass bei der Beratung des Hochwasserkonzepts vor gut zwei Jahren noch unter anderem über eine  Sanierung der vorhandenen Mängel oder als teuerste Variante über eine erhebliche Vergrößerung des  Rückhaltevermögen mit Kosten in Millionenhöhe diskutiert worden war. Jetzt plötzlich solle das komplette  Becken weg. Bau-Fachbereichsleiter Peter Bercher machte deutlich, dass es sich bei  dem Rückhaltebecken um eine technische Anlage handle, die entweder saniert und dem heutigen Stand der  Technik angepasst oder aber zurückgebaut werden müsse. Eine Sanierung rechne sich nicht: Hier stehen inzwischen Kosten von 800 000 Euro im Raum. 

Untersuchungen hätten gezeigt, dass die  Standfestigkeit des Bauwerks nicht mehr gegeben sei, auch die ursprünglich erhoffte  Hochwasserentlastung sei nicht mehr gegeben. Außerdem gebe es für Schutzmaßnahmen gegen  Überschwemmungen im Hinblick auf landwirtschaftlich genutzte Flächen keine Zuschüsse mehr. Der  Rückbau für 300 000 Euro sei noch die sinnvollste Lösung. 

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„Es muss was passieren“

Bei den Erweiterungsplänen, die beim  Hochwasserschutzkonzept vorgestellt wurden, habe es sich lediglich um eine von insgesamt vier  möglichen Varianten gehandelt. „Hier muss jetzt etwas passieren“, fasste Bercher zusammen.  Angesichts der finanziellen Gesamtsituation und im Hinblick auf andere wichtige Projekte sah der  Ortschaftsrat keine Möglichkeit, den Rückbau für den Doppelhaushalt 2020/21 vorzuschlagen. Er soll ab 2022 angegangen werden.

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