Bei Hochwasser gestestet

Rückhaltebecken in Fautenbach hat Bewährungsprobe bestanden

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red/bru
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25. Mai 2019
Archivfoto einer früheren Probestauung.

Archivfoto einer früheren Probestauung. ©Roland Spether

Das Hochwasserrückhaltebecken Fautenbach hat seine Bewährungsprobe bestens bestanden. Durch den massiven Einstau erhöhte sich die Wasserspiegellage im Becken auf 5,70 Meter, in der Spitze waren 160 000 Kubikmeter Wasser eingestaut.
 

 Das Hochwasserrückhaltebecken Fautenbach hat seine Bewährungsprobe bestens bestanden. Durch den massiven Einstau erhöhte sich die Wasserspiegellage im Becken auf 5,70 Meter, in der Spitze waren 160 000 Kubikmeter Wasser eingestaut. »Dadurch konnten die Regenmassen für die Ortslage in Fautenbach besser bewältigt und Schaden abgewendet werden. Das Becken hat seine Bewährungsprobe bestanden«, wird OB Klaus Muttach in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung zitiert.

Nachdem sich am Montag das Starkregenereignis abgezeichnet hatte, habe die Stadtverwaltung alle Vorkehrungen für einen Probestau getroffen. Der Ablauf des Beckens sei deutlich reduziert und so die starken Niederschläge eingestaut worden. Die Stadtverwaltung habe dann in Abstimmung mit dem Landratsamt und dem beauftragten Ingenieurbüro die Gunst der Stunde genutzt, um die Auswirkungen auf die Dämme auch nach längerer Einstauung unter Realbedingungen zu testen. 

Ständige Kontrollen

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Von Dienstag an sei alle vier Stunden der Damm kontrolliert worden. Wichtig war, dass kein Wasseraustritt festgestellt worden ist. Einzelne Ablaufszenarien, die in der Betriebserlaubnis für das Hochwasserrückhaltebecken vorgegeben sind, wurden mit den Unterwasserpegeln verglichen und durch Messungen an verschiedenen Standorten im Ort überprüft. Es wurden die Druck- und Geschwindigkeitsverteilungen über den gesamten Fließquerschnitt in einem sogenannten Induktivmessverfahren ebenso gemessen wie die Durchflussmenge.

Wertvolle Erkenntnis ist, dass die baulichen Anlagen den Ansprüchen »sehr gut genügen«, gleichzeitig wurde aber auch durch die intensiven Beobachtungen des gesamten Streckenverlaufs des Fautenbachs ein Optimierungspotenzial bei der Gewässerpflege erkannt. Außerdem kam es durch den ganztägig hohen Abfluss der Wassermenge im Fautenbach im Unterlauf zu leichten Ausbordungen des Gewässers. Eine bisher vermutete Querverbindung zwischen dem Fautenbach und dem Schmutzwasserkanal konnte bis auf wenige Meter eingegrenzt werden.

Bestätigt wurde auch, dass die im Betriebshandbuch für das Hochwasserrückhaltebecken vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Weststraße umgesetzt werden müssen, damit die Sicherung von einzelnen Gebäuden, die aufgrund der Höhenlage direkt von leichten Überflutungen betroffen sein können, verbessert werden.

Zwischenzeitlich ist das Hochwasserrückhaltebecken wieder entleert. Der eigentliche Probestau soll kommende Woche mit der Begehung des Einstaubereichs abgeschlossen, der Damm werde dann an den Vermessenspunkten auf etwaige Verschiebungen kontrolliert. Alle erfassten Daten werden dann im Rahmen eines Berichts verarbeitet und finden sich in der fortgeschriebenen Betriebserlaubnis wider. Die Stadtverwaltung zieht eine positive Bilanz dieses Probestaus, die Verbesserung des Hochwasserschutzes für Fautenbach durch das Hochwasserrückhaltebecken wurde eindeutig nachgewiesen.

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