Notfallambulanz nimmt am 1. Oktober Betrieb auf

Runder Tisch kritisiert Umzug des MVZ ins Krankenhausgebäude Oberkirch

Autor: 
red/pak
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24. September 2021
Das MVZ Ortenau Oberkirch mit Ärzten im Bereich Orthopädie/ Unfallchirurgie soll zum 1. Oktober von der Hauptstraße 83 (unser Foto) ins Oberkircher Krankenhaus verlegt werden.

Das MVZ Ortenau Oberkirch mit Ärzten im Bereich Orthopädie/ Unfallchirurgie soll zum 1. Oktober von der Hauptstraße 83 (unser Foto) ins Oberkircher Krankenhaus verlegt werden. ©Rüdiger Keller

Der Kreis verlegt das Medizinische Versorgungszentrum von der Oberkircher Hauptstraße ins ehemalige Krankenhausgebäude. Beim Runden Tisch Krankenhaus Oberkirch kommt das nicht gut an.

 Das Medizinische Versorgungszentrum in Oberkirch (MVZ) wird ab dem 1. Oktober seine Leistungen im neuen Zentrum für Gesundheit, Franz-Schubert-Straße 15, im ehemaligen Krankenhaus in Oberkirch anbieten. Das hat das Ortenau- Klinikum mitgeteilt.
Das MVZ mit seinen beiden orthopädischen Praxen und der Praxis für Physikalische und Rehabilitative Medizin bietet ab 1. Oktober Sprechzeiten von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 11.30 Uhr sowie montags bis donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr und nach Vereinbarung an.
Neu ist die Zulassung der orthopädischen Praxis zur Behandlung von Arbeitsunfällen durch die Berufsgenossenschaft. Damit ist künftig die Versorgung von Arbeits-, Wege-, Schul- und Kindergartenunfällen inklusive deren Nachbetreuung möglich.

Arzt im MVZ ist nun auch für Arbeitsunfälle zuständig

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Der Umzug des MVZ in das neue Zentrum für Gesundheit erfolgt in der Zeit vom 24. bis 30. September. In dieser Zeit ist eine Vertretung durch die Praxis von Jan Bednarczyk in Offenburg gewährleistet. Der Runde Tisch Krankenhaus Oberkirch sieht im Umzug des  MVZ ins Krankenhausgebäude einen „erheblicher Eingriff in die Rechtsposition der Stadt“.

Notfallsprechstunde ab 1. Oktober 

Mit der Eröffnung des Zentrums für Gesundheit wird zusätzlich mit einer Notfallsprechstunde ein neues Angebot in Oberkirch eingerichtet. In der Sprechstunde werden laut einer Pressemitteilung des Ortenau-Klinikums hausärztliche Notfälle einschließlich der Versorgung kleinerer Wunden übernommen. Für die Notfallsprechstunde wurden mehrere neue Geräte angeschafft. Die Ärzte verfügen unter anderem über ein Ruhe-EKG, ein Ultraschallgerät für Gefäße und Bauch, ein kontaktloses Fiebermessgerät sowie ein kleines Labor. Die Notfallsprechstunde kann in der Zeit von Montag bis Freitag von 19 bis 21 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 11 Uhr ohne Terminvereinbarung direkt aufgesucht werden. Telefonisch ist die Notfallsprechstunde ab 1. Oktober unter der  0 78 02 / 9 89 91 60 und per Fax unter 0 78 02 / 9 89 91 69 erreichbar.

Hintergrund

Runder Tisch warnt Oberkircher Gemeinderat vor voreiligem Vertragsabschluss

Der Runde Tisch Krankenhaus Oberkirch hat die Oberkircher Gemeinderäte in einem achtseitigen Brief aufgefordert, sich bei einem Vertragsabschluss mit dem Kreis bezüglich der Nachnutzung des Krankenhauses Zeit zu lassen.
Der Oberkircher Gemeinderat soll am Montag über einen Vertrag mit dem Kreis entscheiden, in dem zum einen die Heimfall-Regelung, d. h. die Zurückgabe des Krankenhausgeländes vom Kreis an die Stadt, bis mindestens Ende März 2022 ausgesetzt wird. Zudem deuten die Vertragsparteien den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags bis 31. März 2022 an, der regelt, dass das Gelände im Eigentum des Kreises bleibt und dieser dort das Zentrum für Gesundheit realisiert.
Der Übergangsvertrag zwischen Stadt und Kreis ist aus Sicht des Runden Tischs rechtlich nicht erforderlich. Ein Vertrag, „der Tatsachen schafft, die dann im Nachgang nicht mehr zurückzuholen sind, und vor allem die Verhandlungsposition der Stadt schwächt“, dürfe nicht übereilt geschlossen werden. Der Umzug des vorhandenen orthopädischen MVZ ins Krankenhausgebäude  sei ein „erheblicher Eingriff in die Rechtsposition der Stadt“.
Hintergrund: Nach Angaben der Initiative gibt es eine Gruppe von Fachärzten, die großes Interesse an einem Einstieg im Oberkircher „Zentrum für Gesundheit“ hätten. Die Fachärzte könnten die Bereiche Chriurgie und Innere Medizin abdecken, die nach Einschätzung des Runden Tischs für Oberkirch „absolut notwendig“ seien. Grundvoraussetzuung für den Einstieg der Gruppe sei aber, dass das Ortenau-Klinikum oder die MVZ Ortenau nicht der Betreiber des Zentrums seien. Der Runde Tisch fordert den Gemeinderat deshalb zu drei Schritten auf:
◼ Vorliegende bzw. geplante Angebote, wie das der Ärztegruppe um einen Oberkircher Geschäftsmann, wirklich zu prüfen,
◼ mit dem Ortenau Klinikum weiter über Verbesserungen des Angebots im „Zentrum für Gesundheit Oberkirch“ zu verhandeln,
◼ Projektentwickler zu suchen und zu integrieren.
Der Kreis hatte im Rahmen der Agenda 2030 100 Millionen Euro für die Nachnutzung der geschlossenen Kliniken zugesagt. Laut dem Runden Tisch stehe „nirgendwo geschrieben, dass das Geld nur bei Beteiligung des Ortenau-Klinikums fließen wird“. Der Runde Tisch kritisiert zudem, dass OB Matthias Braun viel zu spät öffentlich gemacht habe, dass die Heimfall-Regelung nach wie vor relevant sei.

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