Konzert in Antonius-Kapelle

Saitentrio bringt Oberacherner Zuhörer ins Schwärmen

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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17. September 2019
Ein musikalischer Traum ging für das Brima Saitentrio in Erfüllung, das am Sonntag in der voll besetzten Antonius-Kapelle ein Konzert mit feinen Klangfarben gab (von links): Christel Zorn, Brigitta Herzog und Marga Kern.

Ein musikalischer Traum ging für das Brima Saitentrio in Erfüllung, das am Sonntag in der voll besetzten Antonius-Kapelle ein Konzert mit feinen Klangfarben gab (von links): Christel Zorn, Brigitta Herzog und Marga Kern. ©Roland Spether

Mit Hackbrett, Zither und Gitarre bot das Brima Saitentrio am Sonntag in der Antonius-Kapelle in Oberachern einen bewegenden musikalischen Abend. Fast 100 Zuhörer lauschten.

»Was singen die Engel?« Eine spannende Frage, die musikalisch mit Hackbrett, Zither und Gitarre meistens in der Adventszeit erklingt, wenn es draußen kalt und dunkel ist. Doch in Oberachern war es warmer Spätsommer, als am Sonntag in der mehr als 250 Jahre alten Antonius-Kapelle ein  wunderbares Stubenmusik-Konzert mit dem Brima Saitentrio stattfand.

Jeder der fast 100 Besucher konnte beim zarten Klang der alpenländischen Musik nachsinnen, was die Engel wohl im himmlischen Jerusalem »singen«. Ganz gleich zu welchem Ergebnis jeder kam, die irdischen Klänge der Stubenmusik waren richtig schön, lebensfroh und virtuos gespielt. 

Große Kirchen füllen

»Für uns ging ein Traum in Erfüllung. Wir wollten schon immer einmal in der Antonius-Kapelle spielen«, sagte Brigitta Herzog, die das Hackbrett und das Steirische Akkordeon spielte. Mit Marga Kern (Zither) und Christel Zorn (Gitarre) bildet sie das Brima Saitentrio, das vor allem im Winter (wie im Dezember in Sasbachwalden mit den Windecker Alphornbläsern) große Kirchen füllt.

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Nun war der Kirchenraum etwas kleiner, aber mit seinem barocken Altar, der langen christlichen und der bedeutenden Wallfahrtstradition passte er perfekt zu den alpenländischen Klangfarben, die teilweise eine sehr lange Geschichte und einen sakralen Hintergrund haben.

Ein fein gespieltes Marien-Menuett und eine festliche Weise sollten den Erntedank zum Klingen bringen. Dazu las Brigitta Herzog Mundartgedichte von Elisabeth Vollmer. In wohl gereimter Mundart wurde mitten aus dem Leben heraus auch die Arbeit des Winzers gewürdigt, der das Jahr über viel Schweiß vergießen muss, bis der Wein im Fass ist. 

Berührendes Gedicht

Berührend wurde es auch mit dem Gedicht über die »Hände der Mutter«, die von der vielen Arbeit sehr rissig und »schrundig«, dann aber immer wieder auch zart und liebevoll waren. Virtuos waren die Hände der drei Musikerinnen, die mit klangschöner, ehrlicher Musik ohne technische Hilfsmittel und mit alpenländischen Stücken wie »Landler« oder »Freundschaftswalzer« erfreuten.

Auch große Komponisten schrieben Literatur für Saiteninstrumente, gespielt wurden »Deutsche Tänze« von Haydn sowie »Aria« und »Menuett« von Mozart. Eine besondere Note bekam das Konzert dadurch, dass die Spenden der Gäste dem Kindergarten St. Stephan und dem Heimat- und Verschönerungsverein zufließen. 

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