Kulturprogramm

Salonorchester Baden-Baden setzt Maßstäbe in Oppenau

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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15. Januar 2020

Naoko Nebl an der Mundharmonika ließ gemeinsam mit dem Salonorchester Baden-Baden und Melodien aus den Winnetou-Filmen Erinnerungen an Fernsehstunden mit Pierre Brice aufkommen. ©Katharina Reich

Das Konzert des Salonorchesters Baden-Baden eröffnet seit 15 Jahren musikalisch das Oppenauer Kulturjahr. Beim Neujahrskonzert am Sonntagabend in der Günter-Bimmerle-Halle feierten die Musiker mehrere Geburtstage.

Als zweites Wohnzimmer des Salonorchesters bezeichnete Stehgeiger Harald Paul die  Oppenauer Günter-Bimmerle-Halle. Das Jahr beginne in Oppenau nicht mit Silvester, sondern mit  dem Neujahrskonzert. Das Publikum sah das ähnlich, denn es war nicht nur zahlreich erschienen,  sondern zeigte seine Freude an der beschwingten Musik durch reichlich Applaus und am Ende  des Konzerts auch mit stehenden Ovationen. 

Passend zur Stadt Oppenau, die in diesem Jahr ihren 950. Geburtstag feiert, hatten die Musiker  aus Baden-Baden Titel verschiedener Geburtstagskinder im Gepäck. Gleich mehrere Stücke gab  es vom Komponisten Franz Lehár, der in diesem Jahr 150 Jahre alt werden würde. Neben dem  Walzer „Gold und Silber“ bekam das Publikum auch den Titel „Meine Lippen, die küssen so  heiß“ zu hören – inklusive Gesangseinlage des Stehgeigers Harald Paul. Später durften auch die  Zuhörer mitsingen, als das Salonorchester „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehárs Operette „Das  Land des Lächelns“ spielte. 

Zweites Geburtstagskind war Ludwig van Beethoven. Dessen 250. Geburtstag beging das  Orchester mit einer modern arrangierten Version des berühmten „Für Elise“, das Moderator und  Arrangeur Willi Huber mit dem Titel „Dirty Elise“ versehen hatte. Die Konzerte des Salonorchesters Baden-Baden ziehen nicht nur wegen der hohen musikalischen Qualität das Publikum an, sondern auch wegen der Leichtigkeit und des Humors, mit denen die  Gruppe aus herausragenden Profimusikern ihr Können darbietet. Einen großen Anteil an dieser  Unterhaltsamkeit hat „Salonorchesterdazwischenschwätzer“ Willi Huber, der nicht nur Franz  Beckenbauer und Marcel Reich-Ranicki gekonnt imitierte, sondern dem Publikum zwischendurch  auch Wissenswertes über die einzelnen Titel und Komponisten verriet. 

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Dem Salonorchester  gelang es dabei, E- und U-Musik charmant miteinander zu verbinden. So durfte das Publikum  auch die Filmmusik der Winnetou-Filme hören, deren Komponist Martin Böttcher im letzten Jahr  verstorben ist. Als Überraschung trat Salonorcherster-Neumitglied Naoko Nebl an der  Mundharmonika auf und spielte die legendären Melodien der Winnetou-Verfilmungen. 

Auch sonst brillierten viele der Ensemble-Mitglieder mit anspruchsvollen Soli. Cellist Alexander Somov  mit Tschaikowskys „Pezzo Capriccioso“, Klarinettist Anton Hollich mit dem Klezmer-Stück  „Shalom alechem“ und Alois Müller am Akkordeon mit dem Tango „Olé Guapa“. 

Geiger Harald  Braun zeigte sein Können mit einer serbischen Volksweise in atemberaubendem Tempo.  Nach über zwei Stunden mitreißender und unbeschwerter Melodien ließ das Publikum das  Salonorchester erst nach mehreren Zugaben gehen.

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