Pfarrberghalle Waldulm

Sanierung kostet rund drei Millionen Euro und startet 2021

Autor: 
Berthold Galllinat
Lesezeit 3 Minuten
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05. August 2020

Bei einem Rundgang erläuterte Architekt Oliver Bäuerle die Modernisierungsmaßnahmen für die Pfarrberghalle, von links: Ortsvorsteher Johannes Börsig, Architekt Oliver Bäuerle, Hausmeister Johannes Kupferer und Bürgermeister Stefan Hattenbach. ©Berthold Gallinat

Für rund drei Millionen Euro soll die Pfarrberghalle in Waldulm erneuert werden. 
Die Gemeinde Kappelrodeck geht von einer Bauzeit von ein bis eineinhalb Jahren aus.

Die Pfarrberghalle in Waldulm ist seit mehr als 40 Jahren sportliches, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum für den Kappelrodecker Ortsteil. Sie wurde im Zuge der damaligen Eingemeindung errichtet und 1978 fertiggestellt. 

Mit Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen wurde sie kontinuierlich saniert, erhielt beispielsweise 2005 eine Heizung inklusive Warmwasseraufbereitung und 2007 wurde für 122 000 Euro das undichte Dach mit einem stabilen Trapezblech eingedeckt.  Zuletzt wurde der Hallenboden für 60 000 Euro erneuert. All diese sinnvollen Maßnahmen änderten aber nichts daran, dass die Halle insgesamt in die Jahre gekommen ist und dass sie in Punkto Energetik und Sicherheit, Funktionalität und Erscheinungsbild umfassend modernisierungsbedürftig ist. 

Nicht verzichtbar

Verwaltung und Gemeinderat befassten sich daher intensiv damit, weil außer Frage steht, dass auf die Pfarrberghalle als sportliche, soziale und kulturelle Einrichtung im Ortszentrum und in Arrondierung des Sportzentrums Rodeckstadion nicht verzichtet werden kann. Sanierung oder Neubau? Diese Frage wurde im Gemeinderat intensiv erörtert und es erwies sich die Sanierung als eindeutig wirtschaftlichere Lösung.  

Der Gemeinderat stellte dementsprechend dafür 1,1 Millionen Euro in den Haushalt 2020 ein, beschloss für 2021 eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1,5 Millionen Euro und für 2022 in Höhe von 435 000 Euro, so dass die Sanierung auf rund drei Millionen Euro veranschlagt ist. Die Summe für einen Neubau hatte Architekt Oliver Bäuerle auf bis zu fünf Millionen Euro geschätzt und darauf hingewiesen, dass eine Baugenehmigung nach heutigen immissionsrechtlichen Bestimmungen nicht einfach hätte sein könnte.

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Am Montag gingen Bürgermeister Stefan Hattenbach und Ortsvorsteher Johannes Börsig mit Architekt Oliver Bäuerle und Hausmeister Johannes Kupferer in einem Rundgang um und durch die Pfarrberghalle die Sanierungsmaßnahmen durch, angefangen von der Sanierung des gastronomischen Bereichs mit Gastraum, Küche und Lager über die Komplettsanierung der sanitären Anlagen bis zur Sanierung des Allgemeinzustandes der Halle. Dazu gehört auch, wie Architekt Oliver Bäuerle ausführte, eine Neugestaltung des Eingangsbereichs, des sogenannten Foyers. Und die Halle wird zudem ein barrierefreies, öffentliches WC erhalten. „Wir werden die Pfarrberghalle in einen Neubauzustand versetzen“, zog Bäuerle als Resümee, „nur der Hallenboden bleibt unberührt, da er erst vor wenigen Jahren vollständig renoviert wurde.“ 

500 000 Euro Förderung

Mit der Sanierung, so Bäuerle weiter, werde die Halle energetisch einen KfW70-Standard erreichen. Gebaut werde in diesem Jahr noch nicht, aber Planung und Baugenehmigung sollten bis zum Jahresende in trockenen Tüchern sein, so dass die Modernisierung im kommenden Jahr beginnen könne. In den nächsten Tagen wird Oliver Bäuerle mit einem Fachmann noch die brandschutztechnischen Maßnahmen besprechen. 

Bürgermeister Stefan Hattenbach äußerte sich zur Fördersituation. „Wir haben die Möglichkeit genutzt, letztmals Fördermittel aus dem Programm Entwicklung ländlicher Raum zu beantragen. Aus diesem Fördertopf sind 500 000 Euro zugesagt“, stellte er erfreut fest. Gleichermaßen freute er sich über die Zusage von 500 000 Euro Fördermittel aus dem Ausgleichsstock.

Des Weiteren fließen noch 76 000 Euro aus der Sportstättenförderung, so dass 1,076 Euro Fördergeld die Kosten der Gemeinde um rund ein Drittel minimieren. Als Bauzeit veranschlagt Architekt Oliver Bäuerle ein bis eineinhalb Jahre, in der die Pfarrberghalle zeitweise nicht nutzbar sein wird. 

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