Obersasbacher Ortsverwaltung wird abgerissen

Sasbacher Gemeinderat beschließt Kindergarten-Neubau

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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20. Februar 2020

Die Obersasbacher Ortsverwaltung wird nun doch abgerissen. An diesem Standort entsteht ein neuer Kindergarten. ©Roland Spether

Der Beschluss steht: In Obersasbach wird ein neuer Kindergarten gebaut. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Montag gegen eine Anbauvariante am Standort der Ortsverwaltung ausgesprochen.

Der Beschluss des Gemeinderats für den Neubau eines Kindergartens in Obersasbach und gegen eine Anbauvariante am Standort der Ortsverwaltung bedeutet, dass das Gebäude der Ortsverwaltung abgebrochen wird. Die Verwaltung soll in das Toni-Merz-Museum verlegt werden. Dieser Punkt wurde einstimmig befürwortet, ebenso die Beauftragung des Architekturbüros Thiele, ein Wettbewerbsverfahren vorzunehmen. 

Mit diesem vorgenommenen Beschluss sprachen sich die Gemeinderäte gegen ihren Grundsatzbeschluss vom 15. Juli 2019 aus, der wie folgt lautet: „Als zukünftiger Kindergartenstandort in Obersasbach gilt der Standort bei beziehungsweise hinter der Ortsverwaltung. Ziel ist die Errichtung des Kindergartens in zwei Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt sollen drei U3-Gruppen errichtet werden. In diesem Zuge soll am bisherigen Standort die frei werdende Kapazität für Ü3-Kinder zur Verfügung stehen.“ Mit diesem Grundsatzbeschluss wurde eine einstimmige Entscheidung während der Amtszeit von Bürgermeister Wolfgang Reinholz vom 29. Mai 2017 hinfällig, im Gewann Teichmatten in Obersasbach einen neuen Kindergarten zu bauen.  

Bau in Abschnitten

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„Jetzt wird wieder eine Rolle rückwärts gemacht“, meinte Barbara Kowollik-Schneider, zur „Reinholzschen Idee“, einen Neubau anzugehen. Ihr selbst waren die Ideen von Architekt Thiele plausibel, einen Bau in mehreren Abschnitten anzugehen. Dazu bemerkte der Bürgermeister, dass im Gewann Teichmatten allein aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht gebaut werden könne. Der Architekt habe damals  im Zuge der Potenzialanalyse einen Neubau mitbedacht und dafür eine Kostenschätzung von 6,4 Millionen angedeutet. 

„Mir fehlt eine Bestandsaufname und eine Bedarfsplanung“, so Bernhard Wölfle mit dem Hinweis, dass trotz einiger Baugebiete die Gemeinde in ihrer Einwohnerzahl schrumpfe. Zwar habe die Gemeinde in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr schnell vier zusätzliche Gruppe inklusive dem Waldkindergarten geschaffen, so der Bürgermeister, aber das Grundproblem sei, dass in Obersasbach der Platz für die U3-Kinder nach der Gesetzesänderung 2013 einfach nicht ausreiche. Die neuen Zahlen würden in Kürze im Gemeinderat vorgestellt. 

Wenn ein Neubau etwa in mehreren Bauabschnitten angegangen werde und zunächst Räume für die U3-Kinder gebaut würden,  müsste zuvor die Ortsverwaltung abgebrochen werden, so Gregor Bühler. Dass 2020/21 mit dem Bau begonnen werde, hielt er für optimistisch. Jetzt gehe es darum, schnellstmöglich den Wettbewerb zu starten. Als erste Planungsrate wurden 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt, drei bis dreieinhalb Millionen Euro seien nach Auskunft des Kämmerers in der Finanzplanung für die nächsten Jahre vorgemerkt.

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