Waldbegegehung

Sasbacher Räte erkunden den Forst

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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14. Oktober 2021
Die Waldbegehung der Sasbacher Gemeinde- und Ortschaftsräte führte auch in den Bereich, an dem die Aufstellung des Sasbacher Windrades denkbar wäre.

Die Waldbegehung der Sasbacher Gemeinde- und Ortschaftsräte führte auch in den Bereich, an dem die Aufstellung des Sasbacher Windrades denkbar wäre. ©Roland Spether

Eine Walsbegehung von Sasbacher Gemeinde- und Ortschaftsräten führte unter anderem zum möglichen Aufstellungsort eines geplanten Windrads.

Wann das Sasbacher Windrad an einem denkbaren Standort im Windeckwald unterhalb der B 500 Wind in Strom umwandelt, ist derzeit noch nicht terminiert. Doch der Wille der Verwaltung und der Gemeinderäte zur Aufstellung eines Windrades hatte in der Sitzung des Gemeinderates am 26. Juli durch einen Grundsatzbeschluss deutlichen Rückenwind erhalten. Bei einer kürzlich erfolgten Waldbegehung mit Forstbezirksleiterin Yvonne Chtioui vom Landratsamt Ortenaukreis und Forstrevierleiter Gerhard Bruder wurde nun ein möglicher Standort auf Obersasbacher Gemarkung für dieses Windrad besichtigt. Nach Auskunft von Bürgermeister Gregor Bühler soll dort eine Windmessung vorgenommen werden, wie dies die Gemeinderäte am 26. Juli einstimmig befürwortet hatten.

Wind wird gemessen

Grundlage für alle weiteren Planungen, Gutachten und Genehmigungen muss die Windmessung sein, bei der an dem geplanten Standort ein halbes bis ein Jahr Winde aus allen Himmelsrichtungen gemessen werden. Für das Sasbacher Windrad am Westhang der Hornisgrinde unterhalb des Mummelsees werden gute Chancen gesehen, wobei hier vor allem die Ostwinde die nötige Energie liefern könnten. Bis dahin müssen noch einige Überlegungen angestellt werden, doch Verwaltung und Gemeinderäte sehen dieses Windrad ganz im Sinne ihrer initiierten kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie als deutliches Signal und konkrete Maßnahme gegen den Klimawandel. So hat die Gemeinde einen Antrag auf Aufnahme in das Landesprogramm „Global nachhaltige Kommune“ gestellt, die CDU-Fraktion stellte am 12. Oktober 2020 einen Antrag zur Prüfung von Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet auf der Hornisgrinde, und die FBL-Fraktion beantragte am 7. Dezember 2020 die Erarbeitung eines kommunalen Umwelt- und Klimaschutzkonzepts.

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Es war die letzte Waldbegehung an der Seite von Forstamtmann Gerhard Bruder, der seit dem 1. Januar 1978 als Forstrevierleiter tätig war und jeden Baum in dem 900 Hektar großen Windeck- und Markwald der Gemeinde kennt. Er erlebte auch so manchen Sturm wie den verheerenden „Lothar“ am 26. Dezember 1999, der auch am Westhang der „Grinde“ wütete und einige Tausend Festmeter Holz umlegte.

Davor war bei der Waldbegehung im Bereich des potenziellen Windrad-Standortes nichts mehr zu sehen, wobei der Wald größtenteils sich selbst überlassen wurde und nur in wenigen Bereichen nachgepflanzt wurde. Von Yvonne Chtioui wurde darauf hingewiesen, dass Bäume beim Wachstum Kohlendioxid binden, somit dem Klimawandel entgegen wirken und im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ein wertvoller natürlicher und klimaneutraler Rohstoff sind. „Wir sind auf dem Holzweg wenn wir meinen, wir könnten auf Holz verzichten“. Dass derzeit die Holzpreise etwas verrückt spielen und für einen Festmeter 120 Euro erlöst würden (im August 2020 waren es 50 Euro), habe viele Gründe und reiche so weit, dass Holz zum Spekulationsobjekt geworden sei und damit viel Geld verdient werde.

Vom Windeckwald ging es hinauf auf die „Grinde“, wo Chtioui ein Schutzprojekt auf Sasbacher Gemarkung vorstellte, das dem seltenen Vogel namens Wiesenpieper als Lebensraum dienen soll. Dazu müsste ein keinen Waldstück etwas zurückgenommen werden, um über das Hochmoor hinweg den erforderlichen Abstand zu den Wanderwegen und Besuchern herzustellen. Bedenken gab es seitens der Bürgervertreter nicht, nähere Details zur Umsetzung folgen. Weitere Stationen waren die Unterstmatt, der Biberkessel und Das Ski- und Wanderheim „Ochsenstall“ auf Sasbacher Gemarkung.

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