1,1 Millionen Euro für Haushalt 2020 geplant

Sasbachwaldener Erlebnisbad ist ein Sanierungsfall

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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25. Januar 2020

©Gemeinde Sasbachwalden

Die Gemeinde Sasbachwalden tagte am Mittwoch zum Haushalt. Sie rechnet mit Verlusten im laufenden Betrieb der Gemeindewerke. Für 2020 will die Gemeinde 1,1 Millionen Euro in das Erlebnisbad sowie in die Wasser- und Nahwärmeversorgung investieren.

Einen Verlust von rund 180 000 Euro wird der laufende Betrieb der Gemeindewerke Sasbachwalden in diesem Jahr verursachen. So steht es im Wirtschaftsplan, über den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch beriet. Die geplanten Investitionen ins Freibad, in die Wasserversorgung und in die Nahwärmeversorgung haben einen Umfang von  1,1 Millionen Euro.

Dafür sollen Kredite bis zu 536  000 Euro aufgenommen werden, so der Vorschlag der Verwaltung. „Wir nehmen aber nur das Geld auf, was wir tatsächlich brauchen”, erklärte Bürgermeisterin Sonja Schuchter. Der Ausgleich des Verlustes muss aus dem Kernhaushalt der Gemeinde erfolgen. Er rührt hauptsächlich von den hohen Kosten des Erlebnisbads her.

In die Beckenränder sollen in diesem Jahr 5500 Euro fließen, in die Erweiterung der Pflasterung auf dem Weg zu den Becken 10 000 Euro. Es sollen neue Sonnenschirme für 3500 Euro angeschafft, Geld in die Absorberanlage auf dem Dach der Umkleiden investiert und eine Dosierpumpe angeschafft werden. Nicht umsetzen werde man eine Erweiterung der Terrasse vor dem Kiosk, die für 2019 geplant war, so die Bürgermeisterin.

Wassernetz erweitern

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Die Erweiterung des Wassernetzes auf der Brandmatt, wo neue Bauplätze erschlossen werden, ist mit 85 000 Euro eingeplant, die neue Wasserleitung von der Schönbüch zum Schlossberg mit 380 000 Euro. Die Gemeinde hofft für diese Maßnahme auf einen Zuschuss von 95 000 Euro und wird Anschlussgebühren mit den Bürgern abrechnen können, die von der öffentlichen Wasserversorgung profitieren werden.

Für hydraulische Berechnungen will man 30 000 Euro und für ein Löschwasserkonzept 10 000 Euro ausgeben. Hier sei die Hoffnung, dass die teure Sanierung von Brandweihern durch andere Maßnahmen vermieden werden kann, erklärte Schuchter. Erst 2021 werde man die Erschließung neuer Trinkwasserquellen angehen. Dafür soll dieses Jahr das nötige Strukturgutachten fertig werden. 2019 habe Sasbachwalden für die Grundversorgung kein Trinkwasser aus Achern zukaufen müssen. Nur während einer Reparatur habe man für einige Tage auf diese Möglichkeit zurückgegriffen.

Ob sich der Betrieb der drei kleinen Wasserkraftwerke der Gemeinde lohne, wollte Hans-Martin Hockenberger (FWV) wissen. Sie bringen ein kleines Plus in die Kasse. Das liege daran, dass noch investiert werde, um sie nach und nach an eine zentrale Steuerung anschließen zu können, hörte er. Ein Minus produziert alljährlich auch das Blockheizkraftwerk im Kurhaus. Bruno Müller (FWV) fragte nach den Gründen. Es sei aus steuerlichen Gründen angeschafft worden und verhelfe der Gemeinde zu der Möglichkeit, Gewinne mit Verlusten zu verrechnen, erklärte Hauptamtsleiter Jürgen Zeilfelder.

Rund 16 000 Euro sollen in die Sparte Nahwärme investiert werden, um den Betrieb weiter zu verbessern. Die Hackschnitzelheizung im Kurhaus beheizt auch das Schwimmbad und mehrere Wohnhäuser. Seitdem die neue Hausmeisterin die Anlage betreue, laufe der Betrieb besser, so Schuchter.

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