Kosten fast gleich hoch

Sasbachwaldener Wehr wünscht neue Wache statt Sanierung

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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12. Februar 2019

Für bis zu 70-jährige Mitgliedschaft bei der Sasbachwaldener Feuerwehr gab es in der Hauptversammlung im Klausheim – hier mit Bürgermeisterin Sonja Schuchter und Kommandant Markus König – hochkarätige Ehrungen. ©Roland Spether

Der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrhaus kam in der Hauptversammlung der Sasbachwaldener Floriansjünger zur Sprache. Ob und wann er realisiert werden kann, ist offen.
 

»Wir möchten für ein neues Feuerwehrhaus werben, wir müssen aber auch eine große Kompromissbereitschaft entwickeln«, meinte Kommandant Markus König in der Hauptversammlung mit Blick auf das Thema, das bereits in das »14. Projektjahr« gehe. Die Sanierung des Gerätehauses koste rund 1,3 Millionen Euro und damit fast so viel wie der Bau einer neuen Wache (1,4 Millionen Euro). 

Lösungen suchen

»Wir müssen genau überlegen, was wir machen«, meinte Bürgermeisterin Sonja Schuchter und verwies auf weitere große finanzielle Herausforderungen der Gemeinde. Sie sicherte zu, nach einer Lösung und Fördertöpfen zu suchen. Weiter werde am Löschwasserkonzept gearbeitet und überprüft, welche Brandweiher noch benötigt würden und wie die Wasserversorgung noch sicherer gemacht werden könne. Zuvor hatte der Vorsitzende des Fördervereins, Valentin Doll, mitgeteilt, dass der Förderverein im Vorjahr 4 5000 Euro überwiegend für die Bestückung der neuen Fahrzeuge bereitstellte. 

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Kommandant Markus König erinnerte an die »verhältnismäßig wenig Einsätze« (16), dafür habe es aber umso mehr Proben und Lehrgänge gegeben. Die meisten Einsätze (12) entfielen auf technische Hilfen: Zudem rückte die Wehr zu vier Bränden aus. Eine Person konnte gerettet und eine nur noch tot geborgen werden. Wie unterschiedlich die Zahl der Einsätze sein kann, verdeutliche der aktuelle Stand mit bereits sieben Alarmierungen 2019. Weiter ging der Kommandant vor allem auf die Lehrgänge und Übungen wie im Höhengebiet ein. Mit 50 Aktiven in der Einsatzabteilung, 21 Jugendlichen und 15 Alterskameraden sei die Wehr sehr gut aufgestellt. Dennoch werde überlegt, ob eine Kinderfeuerwehr gegründet und damit die Nachwuchsarbeit noch breiter aufgestellt werden könne. Ein großes Kompliment gab es für die Bewohner des Büchelbachs, die in Eigenregie einen Brandweiher sanierten. 

Aktive Jugend

Mit 34 Aktivitäten, davon 25 feuerwehrtechnische Proben, war die Jugendwehr sehr aktiv, berichtete Jugendwart Julius Straub. Sieben Mitglieder legten die Leistungsspange ab. Sehr abwechslungsreich sei es, ein Alterskamerad zu sein, wie Obmann Alois Fallert darlegte. 

Den Dank für die erfolgreiche  Kooperation mit den Wehren Sasbach und Lauf sowie dem DRK Sasbach überbrachte Kommandant Klaus Spengler (Sasbach). Vom Polizeirevier Achern dankte Thomas Straub für die sehr gute Zusammenarbeit, wobei er besonders die Einsätze beim Schneebruch in diesem Januar in den Höhengebieten sowie beim Erntedank- und Weinfest hervorhob.

Hintergrund

Ehrungen und Beförderungen

Seit 70 Jahren gehören Ignaz Graf und Richard Hausmann der Wehr an, seit 60 Jahren Herbert Fallert, Paul Lorenz, Franz Vierthaler und Wilhelm Vierthaler. Für 50 Jahre wurden Wilhelm Decker, Alois Fallert, Hermann Fallert, Nikolaus Huber und Robert Steyer geehrt. Auf 25 Jahre bringen es Markus Gaiser, Markus Huber und Stefan Lorenz verliehen. 
Zum Feuerwehrmann wurden Erik Burgert, Peter Haaser, Fabian Harter, Timo Fallert, Elias Straub und Spenser Sutor befördert. Oberfeuerwehrmänner sind Marvin Rahner, Marvin Richter, Stefan Schmiederer, Julius Straub, Stefan Wild und Konrad Manz. Zum Hauptfeuerwehrmann ernannt wurden Alexander Durban, Michael Maier, Klaus Köninger, Kevin Richter, Alexander Tebes und Daniel Tebes. Zum Löschmeister wurde Alexander Spengler befördert. sp

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