55-jähriges Bestehen

Sasbachwaldens Germanen rüsten sich für neue Kampagne

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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15. November 2019

Die Germanen ehrten treue Mitglieder, darunter Alexander Decker für 33 Jahre, und verabschiedeten die langjährigen Zunftmeister Ingrid Straub und Philipp Panther. ©Roland Spether

Startklar für die neue Kampagne präsentierte sich die Sasbachwaldener Narrenzunft am Montag. Zum närrischen Jubiläum gibt sie die Germania zukunftsträchtig.
 

 „Germanen for future“ – diese zukunftweisende „Saschwaller“ Vision beschlossen die bodenständigen, aber weltoffenen Aktiven des Narrenrates am „Elften im Elften“ zwar noch nicht, doch die Chancen dafür stehen nicht schlecht und selbst die Altvorderen der Narrenzunft Germania Sasbachwalden könnten sich einen solchen Slogan gut vorstellen. Immerhin feiern die Symbolfiguren des „Germanen“ und „Germaninchens“ in der am 11. November eröffneten Narretei 2020 ihr 55-jähriges Bestehen, so dass allen Grund besteht, zurück, aber noch viel mehr hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. 

Ökologisch eingestellt

„Unser Häs ist auch ziemlich ökologisch und nachhaltig, denn wir tragen bei jedem Wetter nur Fell“, war von den Junggermanen zu hören, die einstimmig für dieses alemannische und moderne Motto stimmten. Nun wird sich zeigen, was die Zunftmeister Tamara Weisser, Markus Bruder und Andreas Moser mit dem Narrenrat in der kalten Jahreszeit so ausbrüten. 

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Die Narrenzunft Germania ist eine der ältesten in der Region und kann bis in das Jahr 1898 belegt werden, doch ganz so alt ist die Traditionsfigur der Germanen noch nicht. Zwar wurde im Dorf schon immer eine urige Fasnacht gefeiert, doch erst 1964 reifte der Plan, dass zur Belebung der „Saschwaller Fasent“ eine typische Symbolfigur mit Häs benötigt werde. Das Gehirn wurde hin und her bewegt und Schützenhilfe bekamen de Fasnachter von Bürgermeister Nikolaus Müller und Ratschreiber Rolf Echtle, die bei einem Vortrag über Staatsrecht an der Verwaltungsakademie in Baden-Baden etwas über das Rechtsempfinden der alten Germanen hörten. 

Neue Pläne schmieden

Dabei schoss es ihnen durch den Kopf, dass im Ort künftig Germanen die Fasnacht prägen sollen. Gesagt, getan und seit 1965 schleichen die Germanen, bekleidet mit Fellen und behorntem Helm, aus dem Gebirge hinunter ins Tal, um den Winter zu vertreiben. Nach alter Väter Sitte eröffnete die Zunft die „Saschwaller Fasent“ 2020. Es war wieder höchste Zeit, Pläne zu schmieden und der Entstaubung des Häs beim „Narre-Owe“ am 1. Februar entgegen zu fiebern.

Hintergrund

Ehrungen und Verabschiedungen

Traditionell werden zum Auftakt verdiente Aktive geehrt, herausragend waren die 33 aktiven Jahre von Alexander Decker, der von 1997 bis 1999 im Narrenrat war. Seit 22 Jahren ist Klaus Abendschön in der Narrenzunft, seit elf Jahren sind dies Tamara Weisser, Patricia Decker und Jörg Huber.
Verabschiedet wurden zwei engagierte Zunftmeister: Ingrid Straub war 17 Jahre im Vorstand als Zunftkassiererin und Zunftmeisterin im „Dreigestirn“ der Vorstände aktiv. Zwölf Jahre im Vorstand war Philipp Panther, davon je sechs Jahre im Narrenrat und als Zunftmeister.

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