Interkommunales Gewerbegebiet

Schnelles Internet für die zwölf Firmen in Acherner Heid

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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15. Dezember 2018
Im interkommunalen Gewerbegebiet IKG in der Heid in Achern laufen die Arbeiten zur Verlegung von Glasfasern für schnelles Internet bis in die Gebäude.

Im interkommunalen Gewerbegebiet IKG in der Heid in Achern laufen die Arbeiten zur Verlegung von Glasfasern für schnelles Internet bis in die Gebäude. ©Michaela Gabriel

Das Interkommunale Gewerbegebiet (IKG) in der Heid in Achern bekommt ein Breitbandnetz mit Glasfaserleitungen. Es soll im März fertig sein. Der Zweckverband IKG aus sieben Kommunen muss dafür kein Geld in die Hand nehmen. Investieren musste er aber in Rammschutz für mehrere Straßenlaternen.

Seitdem in der Heid der Rammschutz angebracht wurde, ist keine Straßenlampe mehr angefahren worden, berichtete Christian Zorn von der Geschäftsstelle des Zweckverbands IKG am Donnerstag im Bürgersaal. Zur Verbandsversammlung kamen Vertreter aller beteiligten Kommunen: Achern, Sasbach, Sasbachwalden, Lauf, Kappelrodeck, Ottenhöfen und Seebach. Verbandsvorsitzender ist Acherns OB Klaus Muttach. 

Neue Gewerbeansiedlungen seien nicht mehr groß zu erwarten, sagte Muttach. Man habe bis auf eine Optionsfläche von 20 000 Quadratmeter alle Grundstücke verkauft. Für diese Fläche wird eine Optionsgebühr verlangt, die die Zinsen des dafür aufgenommenen Kredits abdeckt. Zurückgezahlt werde der Kredit dann beim Verkauf des Geländes auf einen Schlag, berichtete Rolf Schmiederer von der Stadt Achern.

Zwölf Firmen

Im IKG sitzen zwölf Firmen. Die ERF Bau-Service UG sei zur Filippi GmbH dazu gekommen, berichtete Christian Zorn. Die J.H. Ziegler GmbH habe im September eine zweite Vliesanlage am Standort in der Heid in Betrieb genommen und beschäftige dort derzeit 26 Mitarbeiter. Der Oberbürgermeister erinnerte daran, welche großen Anstrengungen es gekostet hatte, die Ziegler GmbH in Achern zu halten: »Ich bin froh, dass sich das so hervorragend entwickelt hat.«

Im Jahresabschluss 2017 ist festgehalten, wie viel die Mitglieder des Zweckverbands eingezahlt haben und wie viel Geld ausgeschüttet wurde. Die Verwaltungs- und Betriebskosten lagen deutlich niedriger als erwartet: bei rund 30 000 statt 41000 Euro. Eingenommen wurden rund 70 000 Euro Grundsteuern (erwartet: 55000 Euro) und rund 114 000 Euro Gewerbesteuer (erwartet: 150 000 Euro).

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Steuer zurückgezahlt

Insgesamt blieb das Ergebnis damit hinter den Erwartungen zurück. Dazu erklärte Rolf Schmiederer, dass Gewerbesteuer zurückgezahlt werden musste. Durch Neubauten und Höherbewertungen sei es zu höheren Grundsteuern gekommen.

An Erträgen aus dem IKG werden den Mitgliedern insgesamt rund 185 000 Euro ausbezahlt. Achern bekommt den Löwenanteil von rund 107 000 Euro. Auf die anderen Gemeinden entfallen jeweils rund 13 000 Euro. Am Jahresabschluss hatte das Rechnungsprüfungsamt laut Leiterin Brigitte Wick nichts zu beanstanden.

220 000 Euro Einnahmen

Für 2018 sollen an die Mitgliedsgemeinden Einnahmen von rund 220 000 Euro weitergeleitet werden. Für 2019 wurde die Verwaltungs- und Betriebskostenumlage für die sieben Gesellschafter auf 32 400 Euro festgesetzt. Erwartet werden durch Neubewertungen nach Baumaßnahmen nochmals höhere Einnahmen aus der Grundsteuer von rund 75 000 Euro. Außerdem hofft man auf Gewerbesteuereinnahmen von rund 180 000 Euro. Die Versammlung stimmte dem Haushaltsplan für 2019 ohne Nachfragen einstimmig zu.

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