Geflügelrichter Herbert Seitz im Einsatz

»Schöner Hahn« bei der Lokalschau in Freistett

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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12. Oktober 2019

eflügelrichter Herbert Seitz hält einen fast perfekten Zwerg-Brahma-Hahn in seinen Händen. ©Ellen Matzat

Am Wochenende, 12. und 13. Oktober, lädt der Kleintierzuchtverein Freistett und Umgebung zur Lokalschau ins Vereinsheim in der Zieglerstraße 22 ein. Zu sehen gibt es 160 Tiere von 16 Züchtern beiderseits des Rheins. 

Am Freitag hatten die drei Richter Herbert Seitz vom Stutensee, Werner Weschenfelder aus Bruchsal und Uli Prengel aus Bischweier alle Hände voll zu tun. „Das ist ein sehr schöner Hahn“, lobte Geflügelrichter Seitz das Zwerg-Brahma-Jungtier aus diesem Jahr. Wichtig waren ihm dabei das Gesamtbild, Form und Stand sowie im Detail die Farben. Ihm gefiel der schöne, blühende Kopf und das gefiederte Fußwerk mit nach hinten rausgehenden Stulpen. „Er könnte noch etwas mehr Brusttiefe haben, ist aber ansonsten ein fast perfektes Tier“, sagte er und benotete ihn mit einem „Hervorragend“ und 96 Punkten. 

Bis in vier Wochen ist der junge Hahn ausgereift und könnte die höchste Note „Vorzüglich“ mit 97 Punkten erreichen. Über 97 Punkte gebe es kaum, die 100 Punkte seien unerreichbar, so der Richter. 

Er hatte 75 Tiere, große Hühner und Zwerghühner in verschiedenen Rassen und Farbschlägen zu richten. Vitalität, Gesundheit und ein guter Pflegezustand seien das A und O, betonte er. Weiter dürfen die Tiere nicht behindert sein, beispielsweise durch über die Augen hängende Hauben. „Ich muss sehen, dass es den Tieren gut geht, erst dann folgt die Schönheit“, erklärte er. 

32 Tauben in fünf Rassen hatte Werner Weschenfelder zu beurteilen. Nach dem Wohlbefinden und der Pflege der Tiere achtet er auf deren Figur und rassespezifischen Merkmale. Die Badische Taubenrasse „Startaube“ müsse beispielsweise auf der Brust eine Mondzeichnung sowie einen grün glänzenden Käferglanz auf dem Gefieder haben. 

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Er würde dem Tier, das er in Händen hält, gerne ein „vorzüglich“ geben, wofür allerdings ein zweiter Richter mit Taubenzulassung von Nöten wäre, was für 25 Tauben unverhältnismäßig wäre. Bis „hervorragend“ darf ein Richter alleine entscheiden. Ähnlich sieht es bei dem Wassergeflügel aus, bei dem er ebenfalls einige vorzügliche Tiere sieht. 

Pflege-, Ernährungs- und Gesundheitszustand merke er, wenn er die Tiere in die Hand nehme, sagte er. Schlecht gehaltene Tiere bekämen eine spitze Brust. Es werden alle Tiere, bis auf das wilde Ziergeflügel, zum Beurteilen in die Hand genommen. 

Immer subjektiv

Bei Ziergeflügel liegt die Priorität neben dem optischen Eindruck im Paarverhalten. Vorsitzender Rudi Hummel ergänzte, dass eine Richterbeurteilung immer subjektiv und mit einigen Spielräumen sei. Zwischen einem sehr guten und einem hervorragenden Tier gebe es nur minimale Unterschiede, auch wenn die meisten Züchter mit einem „SG“ auf der Karte enttäuscht seien. 

Die Besucher erwarten Kaninchen in fünf Rassen, 18 Paare Zier- und Wassergeflügel, das teilweise auf einem Teich schwimmt, Tauben in fünf Rassen sowie Hühner und Zwerg-Hühner in jeweils sechs Rassen. Die Tiere können am Samstag ab 17 Uhr sowie am Sonntag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr bestaunt werden. 

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