Vereinsleben leidet unter Corona-Pandemie

Schützenverein Oberkirch hofft auf baldigen Neustart

Autor: 
Redaktion
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12. Mai 2021
Oberkirchs Oberschützenmeister Georg Burgbacher vor der nagelneuen Luftdruckanlage, die aufgrund Lockdown leider nicht genutzt werden kann.

Oberkirchs Oberschützenmeister Georg Burgbacher vor der nagelneuen Luftdruckanlage, die aufgrund Lockdown leider nicht genutzt werden kann. ©Altenburger, Christian

Die Corona-Pandemie hat die Ausübung des Sports und die Geselligkeit nahezu zum Erliegen gebracht. Jetzt hofft der Schützenverein Oberkirch auf baldige Öffnungsmöglichkeiten.

Georg Burgbacher, Oberschützenmeister des Schützenvereins Oberkirch, spricht deutlich aus, was viele seiner Vereinskollegen denken: „Ein Schützenverein ist mehr als nur der Sport. Es ist auch ein geselliges Zusammensein und Treffpunkt über verschiedenen Generationen. Gerade den älteren Mitgliedern fehlt der Kontakt am Stammtisch zu den Mannschaftskollegen und den jüngeren Mitgliedern, ob das nach Corona wieder so gesellig wird ist fraglich.

Ist erstmal das Loch mit anderen Aktivitäten gefüllt, stellt sich die Frage, ob gerade die jungen Schützen, die man die letzten Jahre mit viel Engagement trainiert und aufgebaut hatte, wieder vollzählig bei ihrem Sport bleiben. „Das fehlende Training wird sich auch sicherlich auf die sportlichen Leistungen auswirken“, befürcjtet der Oberschützenmeister. Ob in naher Zukunft so viele Landes- und Deutsche Meister aus Oberkirch kommen sei fraglich.

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Der Schützenverein Oberkirch legt großen Wert auf sportliche Erfolge, was auch an den über 100 Pokalen und Urkunden für erste Plätze die im Vereinsheim ausgestellt sind, dokumentiert wird. Schade ist es auch, dass die im Februar 2020 fertiggestellt topmodern elektrische Anzeige in der Luftdruckhalle bisher kaum zum Einsatz kam. „Wir waren gerade mit den Bauarbeiten und Inbetriebnahme fertig, da mussten wir die Sportstätten komplett schließen“, bedauert Burgbacher. Viele Mitglieder hätten dann die Anlage erst im Sommer 2020 für kurze Zeit nutzen können. Auch hier kann bisher kein Training stattfinden, um den Wiederaufstieg in die Luftpistolen-Bundesliga in Angriff zu nehmen.

Kritik an der Politik

Ab April sollte es mit Rundenwettkämpfen wieder losgehen, leider haben die Infiziertenzahlen es nicht zugelassen. Grundsätzlich hat der Verein im letzten Jahr ein Hygiene- und Abstandkonzept umgesetzt, so durfte zum Beispiel nur jeder zweite Stand besetzt und die Stände mussten vor und nach der Nutzung desinfiziert werden. Eine Schießkladde, in der sich jeder Schütze mit Namen, Standnummer und Zeiten eintragen muss, hatte der Verein auch ohne Corona schon. „Leider haben wir vom Landesverband oder der Politik keine Unterstützung erfahren, noch bekommen wir hier Informationen, wie es weiter geht“, ärgert sich Burgbacher.

Viele befreundete Vereine seien durch den Lockdown in große finanzielle Nöte geraten, so fehlten ihnen die Einnahmen aus Ausrichtung von Meisterschaften oder Festlichkeiten. „Der SV Oberkirch ist dank seines jahrelangen umsichtigen Wirtschaftens nicht ganz so hart betroffen, so langsam geht es aber auch an die Rücklagen“. erklärt Oberschützenmeister Burgbacher. Die steigende Zahl an Impfungen macht Hoffnung, dass der Verein bald wieder den Betreib aufnehmenkann. „So ist doch der Großteil unserer Mitglieder 60 und älter und wahrscheinlich schon geimpft, da sollte ein zügiger Start kein Problem sein“, ist Burgbacher hoffnungsvoll.

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