Lesung mit musikalischen Einlagen

Schwäbischer Roman bei Oberkircher Literaturtagen

Autor: 
Andrea Fünfstück
Lesezeit 2 Minuten
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21. Oktober 2019

Autor Rainer Imm und Musiker Bernhard Mohl (von links) hatte viel Spaß bei ihrer Lesung. ©Andrea Fünfstück

Der Autor Rainer Imm aus Tübingen las im Rahmen der Oberkircher Literaturtage aus seinem Buch „Das rote Tagebuch“ in der Oberkircher Bücherinsel. Unterstützt wurde er dabei von seinem Musikerkollegen Bernhard Mohl an der Gitarre.
 

Rainer Imm und sein Musikerkollege Bernhard Mohl haben viele gute, spannende Seiten, als Buch und auf der Gitarre, aus Tübingen mit nach Oberkirch gebracht. Der Kontakt zwischen den Künstlern und Georg Börsig von der Bücherinsel kam durch die aus Nußbach stammende Familie Hennegriff zustande. Diese sind mit ihrem Obststand regelmäßig in Tübingen auf dem Markt und haben dort auch den Autor kennengelernt.
Das 2018 erschienene Buch ist der zweite Kriminalroman des Autors. Er schreibt neben Romanen auch lyrische Texte und Essays. Die Geschichte, wie auch Rainer Imm, kommen aus dem schwäbischen Tübingen: „Es ist ein Beitrag zur Völkerverständigung“, sagte schmunzelnd der Autor. Passend dazu folgte ein schwäbisches Lied, geschrieben und komponiert von Bernhard Mohl.
Nachdem der Autor den aufmerksamen Zuhörern die Hauptfiguren, Kommissar Piet Müller und seinen inoffiziellen Mitarbeiter Wilhelm Behrenbach, vorgestellt hatte, ging es zum Inhalt und da wurde in Tübingen eine Leiche gefunden. Das Mordopfer, Mirijam Peters, war Wilhelm Behrenbachs Tanzpartnerin. Inzwischen gibt es mehrere Verdächtige und der Fall wird richtig groß, als bekannt wurde, dass das Mordopfer mit der Haushälterin von Marilyn Monroe verwandt war.
Monroe und ein Mord
Die Spekulationen und Verdächtigungen gehen soweit, dass sogar die Kennedys ins Spiel kamen. Rainer Imm behauptet doch tatsächlich, dass diese mit einem Mord in Tübingen in Verbindung stehen. Der Autor und seine Figur, Kommissar Piet Müller, waren sich nach intensiver Recherche sicher, dass Marilyn Monroe keinen Selbstmord begangen hatte. Sie wollte ihre Affäre mit Kennedy öffentlich machen, diese hielt sie in einem Tagebuch fest, welches aus dem Safe ihres Anwalts entwendet wurde. Als der Fall in den 80er Jahren neu aufgerollt werden sollte hieß es, dieses Tagebuch habe nie existiert.
Das Thema wühlte die Zuhörer auf, so dass Rainer Imm erst einmal sein „Frühlingsgedicht“ vortrug. Der Roman ist durch Szenen aus  Kindheit, Jugend und Gedichten, mit Thrillerelementen sehr vielseitig. Es ist eine Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit. Rainer Imm und Bernhard Mohl waren an diesem Abend ein eingespieltes Team. Das Publikum fühlte sich mit Lesung und Musik bestens unterhalten. „Wir schaffen Erholung mit Lyrik“ meint der Musiker und singt zum Abschluss der Völkerverständigung ein „schwäbisch, erotisches Liebeslied“.

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