Von Timo Eckstein kreiert

„Schwarzwald-Mädels“ in Wagshurst hergestellt

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2020

Timo Eckstein und TE Designz aus Wagshurst haben mit den drei „Schwarzwald-Mädeln“ einen guten Start hingelegt. Die Figuren erfreuen sich steigender Nachfrage. ©Reinhard Brunner

Timo Eckstein hat sich selbstständig gemacht und stellt nun selbst kreierte „Schwarzwald-Mädels“ her. Verkauf in der Region, aber auch bis nach Kanada und China.

Die Säge arbeitet sich unaufhaltsam durch das Holz, die Schleifmaschine brummt, der rote Kopfschmuck wird aufgesetzt, fertig ist das „Schwarzwald-Mädel“, das in der Werkstatt von Timo Eckstein, An der Rötz 12 in Wagshurst, entsteht. Alle „Schwarzwald-Mädel“ werden nicht in Fließbandarbeit, sondern in Handarbeit und individuell gefertigt. In drei Größen gibt es das dekorative Teil, aktuell arbeitet Timo Eckstein an einer Sondergröße mit rund 100 Zentimeter „Körpergröße“. 

Bei Timo Eckstein hat das Thema „kreatives Gestalten“ früh begonnen. Schon in seiner Jugendzeit hat er gerne und leidenschaftlich Wandmotive oder Schmetterlinge, Drachen und Feuerwehrautos für die Wand gemacht. Angetan war er auch immer, Holzsachen zu entwerfen und zu gestalten. Zu Beginn war alles nur eine Liebhaberei, wie Timo Eckstein betont, doch dann wurde es mehr, bis 2019 wurde als Kleinunternehmen in „Timos Holzwerkstatt“ gewerkelt. Der gelernte Maschinenbautechniker im Hauptberuf bei Witzig & Frank in Offenburg tätig, hatte irgendwann in aller Stille und mit Blick auf die Silhouette des Schwarzwaldes und dem Acherner Hausberg der Hornisgrinde die einschneidende Idee. Er erinnere sich an die Schwarzwald Marie aus der Ulmer Brauerei Bauhöfer. Da schnappte sich Timo Eckstein einen Zeichenblock und Bleistift und schuf in mehreren Vorlagen das „Schwarzwald-Mädel“ zuerst auf dem Papier. Der erste Wurf wurde mit Schattierungen und Farbmustern verfeinert, verbessert, aufgehübscht und einfach „kreativ designet“. 

Fast mit der „Geburt“ des Schwarzwald-Mädel“ hat Timo Eckstein in diesem Atemzug dann seit 2020 sein Gewerbe angemeldet und firmiert heuer unter „TE Designz“. Vor allem weil das „Schwarzwald-Mädel“ so erfolgreich anlief, hat sich Timo Eckstein beim Deutschen Patentamt München, Abteilung Design, in Leipzig das Design, also die äußeren Erkennungsmerkmale, schützen lassen.

Das „Schwarzwald-Mädel“ mit eingetragenen Designerschutz ist ein aus Holz geschaffenes, urtypisches Schwarzwaldmädel. Der Körper von der Form her eine „Taille“ ist ein Holzsockel aus Tannenholz, der, um der Maserung in intensiveres Gesicht zu geben, flambiert wird. Der taillierte Holzkörper einer Frau, unten etwas weiter, oben an der Hüfte schmaler hat, wie Timo Eckstein schmunzelnd feststellt, einen formschönen, stolzen Oberkörper. Der Kopf ist dann aus Buche, oben drauf schließlich die Kopfbedeckung mit roten Bollen sowie einem Halstuch aus einem schwarzen Satinband. 

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22 Arbeitsschritte

Insgesamt 22 Arbeitsschritte benötigt er, um das „Schwarzwald-Mädel“ herzustellen. Timo Eckstein macht bis auf die Bommel und Kopf (Kugel) alles selbst. 

Die erste Edition wurde in einer kleinen Serie in der „Körpergröße“ von 22 Zentimetern aufgelegt. Dann kam der erste Händler in der Acherner Region dazu mit der Anfrage auf ein größeres Modell. 

Dies wurde schließlich gleich doppelt so groß auf die „Körpergröße“ XL mit 45 Zentimetern. Als auch hier die Nachfrage immer größer wurde kam die L-Größe mit 35 Zentimetern hinzu.

Und seit kurzem jetzt die Anfrage für die Sondergröße vom 100 Zentimetern. Mittlerweile wird das „Schwarzwald-Mädel“ bei ausgewählten Händlern in der Region verkauft. Selbst nach Kanada, China und auf Weihnachtsmärkten in der Schweiz wurden die drei Mädels verlangt. 

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